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Sommer 2022 - coolibri

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34 | Podcast Die

34 | Podcast Die Corona-Pandemie hat bei allem Ärger auch kreative Energien freisetzt. Nico Bota aus Willich rief gleich zu Beginn des ersten Lockdowns einen PODCAST ins Leben. Mit seinen Gästen spricht er über die Musik- und Kulturszene am linken Niederrhein. Muy buenas noches, es ist viertel nach eins, ihr hört den Podcast über Bands, die es nicht bei Wikipedia gibt" – mit diesen Worten ging im Sommer 2020 die erste Folge von Nico Bota Rocks auf Sendung. Zu Gast waren die Beezy Bastards aus Anrath, „eine ehemalige Punkband, die verdammt ordentlich Musik gemacht hat“. Es folgte das Stück „Fick Dich“ und im Anschluss kam Ex-Bassist Roland „Rolly“ Rolshoven zu Wort, der eine schräge Anekdote aus den Band-Annalen zum Besten gab, die von einem gestrandeten VW- Bus und einem manischen Autoschrauber handelte. Wer wie Nico Bota musikalisch in den 90er- und Nuller-Jahren sozialisiert wurde, fragt sich vielleicht, was aus den einstigen Weggefährten und Bands geworden ist, die jene Zeit geprägt haben. Wer hat sich getrennt, wer ist noch aktiv oder solo unterwegs? Sehr viele Konzerte gab es damals, so gut wie jeden Freitag und Samstag wurde in den lokalen Hallen, Clubs und Jugendzentren gespielt, es waren wilde Zeiten. Vieles ist in Vergessenheit geraten oder nicht in den offiziellen Chroniken zu finden. Hier setzt Nico Bota Rocks an – quatschen über Musik und „die guten alten Zeiten“. „Der Podcast ist eine Möglichkeit, diese Bands in Erinnerung zu halten“, sagt Nico, „und bietet den Musikern eine Plattform, sich zu präsentieren.“ 32 Folgen sind bisher erschienen; Interviews, bei denen es natürlich auch immer ausgewählte Songs der jeweiligen Künstler zu hören gibt. Viersen, Mönchengladbach und Krefeld bilden das Epizentrum, aber auch Firlefanz aus Düsseldorf oder die Betrayers of Babylon aus dem Ruhrgebiet waren schon da. Ebenso zeigt sich Nico „komplett offen“, was die Genres betrifft, von Punkrock und Alternative über Global Pop und Westcoast bis hin zu Hardcore und Death Metal ist alles dabei. Gäste waren unter anderem die Tourettes, Settle the Score, BB4D (Best Before Death), Trennungsfrisur (formerly known as halsüberkopf) oder die Viersener Kult-Band Schluff Jull. Ein großes Hallo gibt es oft, wenn Leute nach langer Zeit wieder zusammenkommen; Nico erinnert sich an eine sechsköpfige Ska-Band: „Das war für die wie ein Klassentreffen.“ Die Klassentreffen fanden hauptsächlich per Zoom statt, denn NBR ist ein Kind der Pandemie, geboren „aus Langeweile“. Der Host, im richtigen Leben Berufsschullehrer, ist selbst Musiker. Klassische Gitarre hat er gelernt, derzeit spielt er Bass in der Cover-Band Shirley. Als Proben und Auftritte wegen Corona flachfielen, war das Format Podcast eine willkommene Alternative. Mittlerweile ist daraus ein Hobby geworden, einmal im Monat gibt es eine neue Episode zu hören. Dabei wird zwar viel, aber nicht nur über die alten Zeiten geredet. Die Szene hat sich verändert: Wie verkauft man heute Musik? Sind Streamingdienste Fluch oder Segen? Wie ist das eigentlich, sieben Monate auf Tour zu sein? Und wieso kann eine Band wie Born from Pain, die seit 1997 am Start und international erfolgreich ist, nicht von ihrer Kunst leben? Neben Musikern lädt NBR auch andere Kulturschaffende ein. Vorgestellt wurden bereits der Vorsitzende der Kulturfabrik Krefeld, das Projekt „Viersen für Alle“ von der Lebenshilfe sowie die Macher des Willicher Pils. „Die Themen gehen nicht aus“ , sagt Nico. Vielleicht folgt demnächst ein Museum. bk nicobota.rocks Foto: Nico Bota Rocks

Kalender | 35 Foto: Guido Schröder TAHNEE 3.6., Kap.8 im Bürgerhaus Münster 8.6., Lichtburg Essen 26.6., FZW Dortmund

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