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September 2019 - coolibri Düsseldorf, Wuppertal

KULTURNEWS Ausstellung

KULTURNEWS Ausstellung „Flores de Mal“ im SchlossBenrath Foto: Fabio Borquez Johannes Hepp:Elephant Foto: Johannes Hepp /Fonis Galerie „Fluch undSegen“: St.Gertrud,Köln Foto: Michael Rasche /michaelrasche.com Boris Nieslonybeobachtetdas Hier undJetzt sehr genau.Auf derGrundlage vonBegegnungenbeschäftigtsichder 73-Jährige seit über 40 Jahrenmit Kunstund Bedeutungeninallen Facetten:angefangenbei MalereiüberPerformances bishin zu Fotos. Das Museum Ratingen lädt in dererstenumfassenden Einzelausstellungdes Künstlersein,abzutauchen in eine schillernde undspannende Welt –bis in sein ganz persönliches „Paradies“,einer vielschichtigenRegalinstallationauf Glasböden. Titelder Schau, diebis zum 6. Oktoberzusehen ist:„Boris Nieslony:Das es geschieht. Werkschau einesHalbruhigen,2019-1975“. Expertenrechnen damit, dass vonden rund 6000 christlichen Kirchen in den kommendenJahrenetwa30Prozent leer stehen werden.Gründe dafür sind dievoranschreitende Säkularisierungder Gesellschaftsowie derdemografische Wandel. DirektimExponat,nämlich in derkatholischen PfarrkicheSt. Getrud in Köln,zeigt dasM:AI -Museumfür Architekturund Ingenieurkunst NRW vom9.9.bis 10.11. dieAusstellung„Fluchund Segen. Kirchender Moderne“.Dabei dienen rund 20 Beispieleanhandvon Bildernund Texten als Anleitung dafür,wie eine erfolgreiche Umnutzungeines einstheiligen Raumsfunktionieren könnte. In derDoppelausstellung„Aljoscha –BioethicalAberrations und Maxim Wakultschik–Polymorphismus“ präsentiertdie Städtische GalerieBergkamen „sohle 1“ zwei künstlerische Positionen,die sich im Spiel mitFormund Abstraktiongrundlegenden Überlegungenumdas Wesenvon Lebenund Lebewesennähern. Zu sehensinddie Werkeder beiden Düsseldorfer Künstler sind vom8.9.bis zum 20.10. Wäre manein Freund schlechter Wortspiele,könnteman Johannes Hepp auch „Heppeto“ nennen.Mit so viel Einfallsreichtum undLeben erschafftder- Bildhauerseine Figuren. Als„fröhlichen Melancholiker“bezeichnete ihnsodas SchweizerTagblattund lobteseine kleinen, hölzernen Individuen.Wer kopfschüttelnde Affen oder im Meer umherschwimmendeWaleebensosehen 36 möchtewie liebreizende Holzköpfe,solltevom 7.9. biszum 26.10. die„WoodenCharacters“ in derDüsseldorfer Fonis Galeriebesuchen. Als „glasharten, gegen Korrosionund Temperaturschwankungenbeständigen Schmelzüberzug, derals Schutz oder zur Verzierung aufmetallischeOberflächen aufgetragenwird“,definiertder Dudendas Wort Email.Mit verzierten Oberflächenvon Trinkgefäßen aus dem17. und18. Jahrhundert,speziellaus Glas oder Keramik,beschäftigtsichdie Ausstellung „Aufbruchzuneuen Malgründen“ im landeshauptstädtischen Hetjens-Museum. Seinen Ursprung hatdas GanzeinFranken.Deshalb bietetdas Museum am 4.9. zusätzlich einenFränkischen Abendmit Hausmannskost,Bier, stimmungsvoller Musikund einerKurzführungan. DieWerkschau istbis zum27.10.zusehen. Wenn am 18.9. dieneue SpielzeitimWuppertaler Müllers Marionetten- Theater beginnt,läuten dieGründer undLeiterUrsulaund GüntherWeißenborn ihr Abschiedsjahr ein. Noch bisJuli 2020 lässt dasEhepaar denSpielbetriebimMarionettentheatersowie im TheateramNeuenteich laufen,dann wirdder Betriebeingestellt bzw. am Neuenteich unterneuerLeitung weitergeführt. Losgingalles 1983 mitder derInszenierungvon „Die Entführung aus demSerail“inBremen. Nunkommendie Weißenborns2020beide insRentenalter. Da dasPaarauchkünstlerischtätig ist, Ursula alsBildende Künstlerin, Günther Weißenbornals Dramaturg,möchteesohneden Druck desErwerbsbetriebs weitermachen. Die„Blumendes Bösen“ sind einwiederkehrendes Motiv. VonCharles Baudelaire bishin zu Tito &Tarantula gibt es in Literatur, Musik undKunst zahlreicheBeispiele,die sich mitGut,Böse, Lebenund Todauseinandersetzen.Im Düsseldorfer SchlossBenrath zeigen dieverführerischen Bilder desargentinischenBildkünstlers FabioBorquez vom18.9. biszum 5.1.20 eine Mischung aus Floristikund Akt. DerBogen derWerkschau derWerkschau „Floresde Mal“ spanntsichvon bloßem,gebanntenHinsehenbis hin zum Hinterfragen aktuellerSchönheitsideale. Nadine Sole

BAUEN NE& EN& BASTELN coolibri special AB p BUBA UAEAU EUNUE N & BA ASTELN BAUEN &BASTELN BESSER BAUEN Dächer werden grüner,Häuser zu Einzelteilen und den ollen Kies ausm Vorgarten verbannt der moderne Hausbesitzer wieder.Lukas Vering nimmt drei moderne Trends aus dem Bereich Bauen und Wohnen unter die Lupe. Gestaltete Gärten halten Einzug aufinnerstädischen Dächern. GRÜNAUFM DACH Warum die moderne Menschheit noch nicht eher darauf gekommen ist, seine Dächer mit wildem Wuchs zu bepflanzen, darf man als Rätsel hinstellen. Inzwischen ist die gar nicht mal soneue Idee aber wieder total en vogue.Mit gutenGründen: Erde und Pflanzen absorbieren UV-Strahlen, die dann nicht die Bausubstanz angreifen können. Ebenfalls absorbiert: DasolleCO2! Wegdamit! Nichtweg solldie Wärme, die mansich an kaltenWintertagen mühselig angeheizt hat. Gut, dass ein bepflanztes Dach vortrefflichdämmt –und andersherumimSommer die Hitzevom Eindringen abhält. Je mehr Dächer in einer dicht besiedelten Gegend das tun, desto angenehmer soll das Stadtklima auch an den hitzigsten Sommertagen werden. Mit Blick auf den vergangenen und kommende Sommer ein erleichternder Gedanke. Die tüchtigen Dachpflanzen nehmen zudem Niederschlag auf, der andrerseits geradewegs in die Kanalisation und ins Klärwerk fließen würde. Stattt dessen lassen siedas Grün sprießen, welches wiederum Tiere und Insekten beherbergt und nährt. Wer bienenfreundliche Gewächse pflanzt tut doppelt Gutes. Obein Dach für Bepflanzungen geeignetist,mussman prüfen lassen. Undübrigens: Einige Städte unterstützenDachbegrüner finanziell, in Gelsenkirchen werden etwabis zu 50 Prozent (maximal 2000 Euro) subventioniert. GARTEN AUSSTEIN EinTrend,den Bauexpertenwie Umweltschützer eher kritisch sehen, istder Hang der Deutschenzum Steingarten. In jederzweiten Neubausiedlung sieht mandie Schott erbeete, versteinertenVorgärten oder Kiesbahnen, die als pflegeleicht angepriesen werden, umwelttechnisch aber nicht der Hitsind. Maldavon abgesehen, dass sie stattt mitgesundem Grün ganze Wohngegenden in tristes Grau hüllen, wirken Steingärten negativ auf das Klima ihrerUmgebung. Im Sommer heizen sich die Steine auf, speicherndie Wärmeund strahlen sie aus. Regenwasser kann durch dichte Schott erbeete nicht absickern, weshalb Böden vertrocknen. Durchdie verarmte Faunafehlen auch Nahrungsquellen fürInsektenund Vögel. Positive Ausnahme: Grobe Steingärtenmit wasserdurchlässigen Stellen, in denen sich Insekten wohlfühlen. Befürworter von Steingärten führen an, dass diese Gartenvariante ohne großen Zeitaufwand daherkommt und stetseinen modernen, sauberen undadäquatenEindruck macht. DerAußeneindruck scheint dabei wichtiger als die Umwelt. Werkeine Lustauf ständigesMähen, Gießen, Pflegenhat,der kann auch einfach wilde Wieseaussähen und der Naturihren freien Lauf lassen. Dasmögen die Spießer vongegenüber dann vielleicht verlott ertfinden, dafür danken es die Blumen und Bienen. Undgeradefür letztere sollte derMensch Sorgetragen. Fotos: o.: Optigrün; m.: Kasturi Roy on Unsplash; u.: MAX-Haus HAUS IN BAUSTEINEN Wandelbar und flexibel –was der Lebensstil der Moderne den Menschen schon lange abverlangt, ist inzwischen auch beim Thema Hausbau angekommen. Der Trend heißt: Modulhaus. Ähnlich einem Fertighaus (auch so ein Trend) wird ein Modulhaus seriell im Werk produziert. DerUnterschied: DasModulhaus lässt sichjederzeitumweitere Module erweitern–oder wieder verkleinern. Einfach aufsetzen, dranbauen, verbinden, aufstocken und gestalten, so die Devise. Modulhaus-Hersteller bieten dazu verschiedene Bausteine an, die trotzihrer Flexibilität meistens äußerstnachhaltigund energieeffizient sind. Zudem können die Modulhäuser reisen: Dazu werden sie inihre einzelnen Module zerlegt, per LKW transportiert und am Wunschort wieder aufgebaut. Bodenplatt en sind dabei meist nicht notwendig, über die nötigen Genehmigungen mussder moderne Modulhausbesitzer sich aber vorabinformieren. So geht es vonder innerstädtischen Baulücke raus aufs Land, vomSinglehaushaltzum Familienpalast–jenachdem, wieder Wind gerade steht.Preislich starten etliche Modulhäuser in ihrer einfachsten Variante bei 100 000 Euro, die Bauzeit beträgtmeistnur wenige Tage, schließlich kommen die Häuser fertig vomWerk.lv

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