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September 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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K U N S T R E C K L I N

K U N S T R E C K L I N G H A U S E N Jung und von hier Bis zum 30. Oktober wird in der Kunsthalle Recklinghausen die Ausstellung „new talents – Junge Kunst aus NRW“ gezeigt. In Kooperation mit der Zukunftsplattform für junge Künstler „new talents – biennale cologne“ und dem Kunsthaus NRW in Aachen Kornelimünster werden zehn junge künstlerische Positionen präsentiert. Roman Kochanski: „Yul“, 2016, Acryl/Öl auf Holz © Roman Kochanski / Foto: Johannes Gramm/VG Bildkunst Darunter befindet sich auch Roman Kochanski. Der 1983 in Essen geborene Künstler studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie bei der Malerin und Turner-Preisträgerin Tomma Abts. Gerade für junge Künstler haben Formate wie die „new talents“ und museale Ausstellungen einen hohen Stellenwert: „Wenn man den Galeriesektor auslässt, denn nicht jeder Künstler hat eine Galerie, dann sind diese Ausstellungen, an denen Jungkuratoren und erfahrene Kuratoren arbeiten, sehr wichtig. Denn ich kann so auf eine Ausstellung hinarbeiten, die keinen direkten kommerziellen Bezug hat.“ Für die Biennale in Köln hat Kochanski exklusiv zwei große Arbeiten für den Cäcilienhof-Torbogen angefertigt, die links und rechts neben dem Durchgang befestigt wurden. Diese Möglichkeit, seine Werke außerhalb konventioneller Ausstellungsräume der Öffentlichkeit zugänglich zu 50 machen, ist für ihn die besondere Qualität: „Das ist eine tolle Sache, da keine Schwellenangst besteht“. Gemalt hat Kochanski von klein auf, doch die Entscheidung, sich ganz der Malerei zu widmen, kam erst Mitte 20: „Richtig verstärkt wurde die Sache, als ich Kunst auf Lehramt studiert habe und gedacht habe, das ist alles Zeitverschwendung, ich brauche eine Studium, indem ich Zeit bekomme, mein Ding zu machen. Und diesen Luxus Zeit bietet ein freies Kunststudium“. Obwohl seine Bilder die Anmutung der Gegenständlichkeit haben, versteht sich Roman als abstrakter Maler. Das wird auch dann deutlich, wenn er die figurativen Bilder mit abstrakten Fragmenten kombiniert, die den Anschein von Ausschnitten haben. Auf die Frage, woran er gerade arbeitet, betont er, dass er in den letzten Monaten auf die Ausstellung in Recklinghausen hingearbeitet und sich viel mit dem Thema Blumen beschäftigt hat: „Das war etwas Neues, doch ich habe mich immer schon mit Pflanzen und Tieren auseinandergesetzt. Du hast als Künstler einen Themenschwerpunkt, an dem man sich immer abarbeitet.“ Und wie ist es, wenn man aus dem Atelier an die Öffentlichkeit tritt – bei Eröffnungen beispielsweise? „Du bist Teil der Sache und Eröffnungen bieten den Kontakt mit den Kunstschaffenden. Es kann Kommunikation entstehen, die wichtig sein kann, indem Leute kritisch fragen oder loben. Und ich bin sehr zugänglich. Es gehört dazu, dass man präsent ist.“ Stefanie Roenneke new talents – Junge Kunst aus NRW: bis 30.10. Kunsthalle, Recklinghausen; kunsthalle-recklinghausen.com

K U N S T D O R T M U N D AUSSTELLUNG Literaturbüro Ruhr e.V. präsentiert in der Reihe Ella Ziegler: Bin gleich zurück, Berlin 2005–2007 Schnittmengen Die Ausstellung „cut & go“ im Künstlerhaus Dortmund präsentiert Arbeiten, die geeint werden durch unterschiedliche Formen des Trennens, Teilens oder Zerschneidens. „Bin gleich zurück“: Eine Gravur in einem Baum, die auf eine kurzen Zeitraum der Abwesenheit hinweist. Der Ort, der Baum, und die Methode, die Gravur, stehen jedoch in Kontrast dazu – symbolisieren sie doch Dauerhaftigkeit. Macht diese Gravur den Baum zur Skulptur im urbanen Raum? Oder ist der Baum nur Träger eines banal erscheinenden Anschlags, der die Flüchtigkeit und Hektik einer Metropole kommentiert? Die Arbeit stammt von Ella Ziegler, die ihre persönliche Umgebung als Ausgangspunkt für ihr Schaffen versteht. 2005 war es ein Baum vor ihrer Berliner Wohnung. Was auf dem Bild nicht zu sehen ist: Ein Jahr später verlässt sie Berlin und der Künstler Abrie Fourie kommentiert unter ihre mittlerweile leicht verwitterte Inschrift: „I dont’t think she’ll be back“. Doch das wird sie. Aber zu diesem Zeitpunkt steht der Baum nicht mehr. Risse, Flickwerke, Leerstellen Diese und weitere Arbeiten von sechs Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland und Österreich sind in der Ausstellung „cut & go“ zu sehen. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Herangehensweisen, Materialien sowie verschiedene inhaltliche Fragestellungen. Unter anderem ist Petra Johanna Barfs mit Collagen vertreten, deren Ausgangmaterial durch Fotos aus historischen Bildbänden oder durch alte Drucke und Landkarten gebildet wird. Indem sie eine Abbildung mit einem konzentrierten Riss zerteilt und mit einer Fotokopie der Abbildung ergänzt, will sie Leben und Kultur aus der Vergangenheit in die Jetztzeit transformieren. Demgegenüber gaben provisorische Befestigungen moderner Ruinen den Anstoß für die jüngste Arbeit von Katja Pfeiffer. Ihre Installation „Treppe“ ist ein Flickwerk aus gestapelten Holzbalken und -latten. Ebenso spannend, wie Künstlerinnen und Künstler mit Leerstellen und Brüchen umgehen, ist auch die Position des Betrachters: Was lösen Schnitte, Brüche, Neukombinationen aus. Erscheinen sie als etwas Positives? Steht ein Fragment für Freiheit oder wird es als Verlust des Ganzen erfahren? Bietet der Riss Potenzial für Neues oder muss gekittet werden? sr cut & go: bis 25.9., Künstlerhaus, Dortmund; kh-do.de Foto: Ella Ziegler 11. Jun — 03. Okt 2016 TÖNERNE SCHÄTZE DER KERAMIK DER INKA UND IHRER VORGÄNGER HETJENS Deutsches Keramikmuseum Schulstraße 4, 40213 Düsseldorf Telefon 0211.89-942 10 duesseldorf.de/hetjens facebook.com/hetjensmuseum ‚Viel erreicht – wenig gewonnen? – Zur Zukunft des Ruhrgebiets‘ Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier & Dr. David H. Gehne Mi, 14.9.2016, 20 Uhr Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Bochum ‚Die letzten Dinge. Lebensendgespräche‘ Iris Radisch liest und spricht mit Britta Heidemann FR, 16.9.2016, 19.30 Uhr Medienforum des Bistums Essen, Essen ‚Flucht‘ Hakan Günday liest aus seinem neuen Roman DI, 20.9.2016, 20 Uhr Theater im Depot, Dortmund ‚Kaputtalismus – Für eine Ökonomie des Miteinanders‘ Robert Misik erzählt & diskutiert mit Gerd Herholz DO, 22.9.2016, 20 Uhr Ringlokschuppen Ruhr, Mülheim ‚Engagement!‘ Ein Abend mit Katja Riemann & den Musikern Konrad Hinsken & Stephan Udri SA, 24.9.2016, 20 Uhr Ringlokschuppen Ruhr, Mülheim Ticketinfos unter www.ausgebootet.eu www.literaturbuero-ruhr.de ENTENHAUSEN››››OBERHAUSEN›››› Donald, Micky and friends gezeichnet in der Disney Factory von Carl Barks, Floyd Gottfredson und Al Taliaferro sowie Jan Gulbransson, Don Rosa und Ulrich Schröder 25. 9. 2016 – 15. 1. 2017 www.ludwiggalerie. de | www.ludwiggalerie.blogspot.de | Tel. 0208 41249 28 51

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