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September 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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K U L T U R N E W S

K U L T U R N E W S Ausschnitt der Karikatur: „Peinliches Theater“ Karikatur: © Waldemar Mandzel Richard Deacon, Show & Tell (no. i), 1997 Foto: © Richard Deacon Emil Schumacher, Djerba-3, 1969 Foto: © VG Bild-Kunst, Bonn 2016/Emil Schumacher Seit dem 26.8. widmet sich das Museum Folkwang in Essen dem Bildhauer Richard Deacon, der zu den bedeutendsten seiner Generation gehört. Im Zentrum stehen jedoch nicht seine raumgreifenden, bis zu 15 Meter hohen Skulpturen, sondern das grafische Werk des Turner-Preisträgers. Mit 150 Werken bietet die Ausstellung „Richard Deacon. Drawings and Prints 1968 – 2016“ einen bisher einmaligen Überblick über das zeichnerische Schaffen des britischen Künstlers, der seit 2009 Professor an der Kunstakademie Düsseldorf ist. „Heute blau und morgen blau und übermorgen wieder“ steht auf einem Lebkuchenherz, das auf einer Schwarz-Weiß-Fotografie zu sehen ist, die den Titel „Sommerfest, Essen-Rüttenscheid 1982“ trägt. Eine von unzähligen Eindrücken aus dem Ruhrgebiet, die der Fotograf Reinhard Krause auf seiner Webseite und der dazugehören Fanseite „Die 80er im Ruhrgebiet“ auf Facebook mit der Öffentlichkeit teilt – beides schon lange kein Geheimtipp mehr. Bis zum 4.9. sind jene Fotos, die einst im Dunkeln eines Essener Badezimmers entwickelt, lange vergessen und dann wiederentdeckt wurden, noch in der Ping Pong Gallery c/o Trinkhalle (Herner Str. 8) in Bochum zu sehen. Zwischen 1958 und 1988 reiste der gestisch-expressive Maler Emil Schumacher regelmäßig in orientalische Länder wie Marokko, Tunesien oder in den Irak. Ab 1965 begann er unterwegs auch auf Papier zu malen. Die so entstandenen Gouachen sind bis Oktober in der Ausstellung „Emil Schumacher – Reisebilder aus dem Orient“ im Emil Schumacher Museum Hagen zu sehen: Zeichnungen welthistorisch bedeutender Orte, deren heutiges Schicksal vielfach ungewiss ist. Die über hundert Werke werden in vier Räumen gezeigt und stellen erstmalig eine repräsentative Übersicht aller Serien dar, die nach den bereisten Ländern geordnet sind. Ergänzt werden sie durch Fotos, 48 die einst als private Erinnerungen entstanden sind. Sie ermöglichen einen vergleichenden Blick auf die Werke und die Inspirationsorte. Im Glockenraum des Emschertal-Museums und im Rittersaal des Schlosses Strünkede in Herne wird die Sonderausstellung „ent_faltet!“ – Kleine Kulturgeschichte des Platzsparens präsentiert. Es werden zahlreiche Beispiele aus allen Bereichen des Lebens gezeigt: Denn der Ansatz des Platzsparens vereint Natürliches wie von Menschen Gemachtes – seien es Fledermausflügel oder ein Klapprad. Besonders spektakulär sind die Exponate zweier sibirischer Uhus, die verdeutlichen, welchen Unterschied ein aufgestelltes Gefieder machen kann. Das kleinste Objekt misst nur 0,25 Quadratzentimeter – es ist ein Spickzettel. Bis Januar 2017. In Witten sind bis zum 18.9. Projektskizzen des Verhüllungskünstlers Christo in der EvK Galerie „M“ (Pferdebachstr. 27) zu sehen. Es werden unter anderem Entwürfe zu Projekten wie den „Surrounded Islands“ in Miami (1983), dem Land-Art-Projekt „The Umbrellas“ in Japan und in den USA (1991) sowie dem verhüllten „Reichstag“ (1995) gezeigt. Im Kleinen Schloss der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen werden ab dem 4.9. politische Karikaturen von Waldemar Mandzel, Thomas Plaßmann und Heiko Sakurai präsentiert. Die im Ruhrgebiet gebürtigen Karikaturisten gehören zu den besten Deutschlands. Mit den gezeigten Arbeiten kommentieren sie die widersprüchliche europäische Flüchtlingspolitik, die das tagespolitische Geschehen wie kein anderes Thema beherrscht. Die Ausstellung „Wir schaffen das!“ ist bis Januar kommenden Jahres zu sehen. Der Eintritt ist frei. sr

L I T E R A T U R V O N H I E R 408 S., 11,99 gmeiner-verlag.de Eine Namensliste, ein akribischer Plan, tödliche Absichten – die Mordserie in Wolfenbüttel ist bestens vorbereitet. Doch als der Mörder zur Tat schreiten will, kommt ihm ein Trittbrettmörder zuvor, der ebenfalls den Wolfenbütteler Abiturjahrgang 1989 im Visier hat. Zuerst stirbt der Landwirt Hanno Ackermann, als er mit seinem Trecker über eine Bombe fährt, dann wird Ellen Berning in ihrer Boutique erstochen. So hat hier auch der Täter einige Rätsel zu lösen, die die Ermittler umtreiben. Autor Arne Dessaul hat in Wolfenbüttel sein Abi gemacht und arbeitet heute als Journalist im Ruhrgebiet. Die Phantastisches Märchen nach dem Roman von Michael Ende Unendliche Geschichte ab 17. september 2016 Tip 10+ ca. 165 S., 29,90 hirmerverlag.de Unsere Region musste durch den Strukturwandel „einiges erdulden“ – und doch besitzt sie „ein besonders glanzvolles Erbe expressionistischer Architektur, das von Stolz und Hoffnung zeugt“. Das behaupten und beweisen Christoph Rauhut und Niels Lehmann mit ihrem Band „Fragments of Metropolis Rhein & Ruhr“. Klare Formen und Ziegelmauern prägen das Bild der Region, wenn man sie durch diese selektive Brille betrachtet. Dabei stößt man häufig auf vertraute Gebäude wie die Bochumer Matrix. Tickets unter www.theater-oberhausen.de und 0208/8578-184 160 S., 19,99 panini.de 144 S., 13,95 klartext-verlag.de Nils Oskamps erzählt in seiner ersten Graphic Novel Drei Steine von seiner Schulzeit in Dortmund-Dorstfeld. Damals bekam er den wachsenden Einfluss der Naziszene zu spüren. Wer bei „Drei Steine“ auf eine ausgefeilte Story mit Tiefe hofft, wird zwar enttäuscht – allerdings braucht es bei diesem Thema auch keine Twists oder verschlüsselte Botschaften. Schließlich lässt sich die beschriebene Realität ja bis heute unverblümt auf der Straße, sogar im Rathaus der Stadt finden. Stark ist die Graphic Novel vor allem auf Bilderseite – hervorragend gezeichnet und stimmungsvoll arrangiert. Wer schon lange in derselben Stadt wohnt, wandelt oft auf ausgetretenen Pfaden. Weites Revier will zur Entdeckung neuer Spazierwege inspirieren und führt auf zwölf Routen quer durchs Ruhrgebiet. Entlang Ruhr und Emscher zeigt Spazierprofi Thomas Machoczek den Weg durch Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund und die kleinen Städte drumherum. Praktisch im Pott: „Die Chancen, sich ernsthaft zu verirren sind verschwindend gering.“ ip DAS NEUE PROGRAMM IST DA! MIT URAUFFÜHRUNGEN VON PROGRAMM SOMMER HERBST WINTER UVM. 2016 INFOS & TICKETS: WWW.PACT-ZOLLVEREIN.DE 0201.81 22 200 Choreographisches Zentrum NRW Bullmannaue 20a 45327 Essen © Ellinor Ljungkvist ›Re-Enactment‹, PACT Zollverein, 2016 Foto: Dirk Rose HERBST / WINTER 2016 NOÉ SOULIER, KATE MCINTOSH, HENRIETTA HORN AUSSERDEM MIT MAMAZA, FIELDWORKS & MUSIKER DES ENSEMBLE MUSIKFABRIK, BEN J. RIEPE, 49

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