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September 2016 - coolibri Düsseldorf

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K U L T U R N E W S

K U L T U R N E W S Tanzende von Anke Büttner Foto: Anke Büttner Nizaqete Bislimi Probenfoto von „In anderen Umständen“ Foto: Teresa Schulz Foto: Veranstalter Die Wuppertaler Künstlerin Anke Büttner zeigt ab 16.9., 19 Uhr, neue Arbeiten in der Galerie Café im Dorf in Haan-Gruiten. Die Ausstellung mit dem Titel „Starke Striche“ umfasst Akt-Tuschezeichnungen, unmittelbar mit der Hand gezeichnet. Es sind farbintensive, stimmungsvolle Szenen zum Thema Abendessen, oder sie stellt schwungvolle Szenen mit Menschen und ihren Beziehungen zueinander – mit einfachen ausdrucksstarken Strichen. Anke Büttner zeichnet oft nach Modell und lässt sich von Alltagsszenen oder der Bühne inspirieren. „Starke Striche“ ziehen sich durch viele ihrer Werke. Der Wuppertaler Schriftsteller Andreas Hahn schreibt nicht nur im stillen Kämmerlein Bücher, er geht auch solo oder verstärkt auf die Bühne und trägt Selbstverfasstes vor. Am 9.9. wird nun ab 18 Uhr das „Ensemble“ im Café Laurenz die Lesung von Andreas Hahns Roman „Fretzers Fall“ präsentieren. Im Rahmen von Wuppertal 24 Std. live wird das komplette Werk vorgetragen. Die Lesung findet sozusagen am Originalort statt, da das „Glashaus“ Tatort einer spektakulären Geiselnahme ist und der Geiselnehmer den BKA-Beamten Klaus Fretzer zu einer Reise in die Vergangenheit zwingt. 50 Boulevardkomödien-Spezialist Kristof Stößel hat Ende August Premiere mit dem Stück „In anderen Umständen“ gefeiert. Im Wuppertaler Theater im Tanzhaus folgen aber ab September zahlreiche weitere Aufführungstermine (theater-im-tanzhaus.de). „In anderen Umständen“ ist die Geschichte eines Versicherungsangestellten, den die Computerhörigkeit seiner Mitmenschen an den Rand der Verzweiflung treibt. Was soll der kleine Angestellte einer großen Versicherung tun, wenn er plötzlich Mutterschaftsgeld überwiesen bekommt? Erst glaubt er an einen Scherz, denn er ist sich ziemlich sicher, nicht einmal Vater zu sein. Wie kann er dann Mutter werden? Aber die Geldzufuhr ist nicht zu stoppen, im Gegenteil, die Situation wird noch schlimmer, als man ihm im Büro nahelegt, seinen Mutterschaftsurlaub zu nehmen. Vollends zum Verrücktwerden wird die Situation, als bei dem armen Mann auch noch ein ominöser Windelverkäufer seine Babyausstattung anpreist, oder die rasende Reporterin Tanita Schlüter auftaucht, die diese tolle Story sofort vermarkten will. Nicht einmal die sonst so handfeste und geistig völlig gesunde Hauswartsfrau Rogatzki ist sich so ganz sicher und bringt vorsichtshalber schon mal eine Umstandshose. Klingt nach einem Stößel-typischen turbulenten Bühnenspaß. Seit August heißt es wieder „Viertelklang“ in der Region. Am 2.9. geht Viertelklang in das Städtchen Velbert-Langenberg. Hier werden zwanzig Konzerte geboten, unter anderem mit amici del canto, Sound of Chet Baker, dem Akkordeonorchester Chromatica und dem Ensemble Annette Söllinger. Am 17.9. findet Viertelklang dann mit sechzehn Konzerten im historischen Stadtteil Remscheid-Lüttringhausen statt. Auftreten werden unter anderem das Ensemble Neuzeit mit der Carmina Burana zu dritt, das Trio Plus, Sebastian Bilstein & Band und die 4sliders, das Posaunenquartett des Sinfonieorchesters Wuppertal (viertelklang.de). Nizaqete hatte eine glückliche Kindheit, sie wuchs in der Geborgenheit einer Großfamilie auf, die mütterlicherseits den Roma angehörte; die Verwandten des Vaters waren Hashkali. Wie ihre albanischen Nachbarkinder ist sie muslimisch, besucht mit ihnen gemeinsam die Schule. Doch Anfang der 90er Jahre wachsen die Spannungen zwischen Serben und Albanern. Die Volkszugehörigkeit der Eltern wird nun zunehmend zum Auslöser von Diskriminierungen und Ausgrenzungen. Angekommen in Deutschland ist Nizaqete getrieben von einem Hunger nach Bildung. Weniger die Enge in den Flüchtlingsunterkünften werden zur Belastung für die Familie als vielmehr die existenziellen Sorgen um die ungewisse Zukunft. Erst 2007, also 14 Jahre später, erhielten Nizaqete Bislimi und ihre Familie das Aufenthaltsrecht. Zu dieser Zeit war sie bereits Referendarin im Staatsdienst und sprach deutsches Recht. Nizaqete Bislimi, geboren 1979 im Kosovo, arbeitet heute als Rechtsanwältin in einer Essener Anwaltskanzlei und ist Erste Vorsitzende des „Bundes Roma Verbands e.V.“ In „Durch die Wand“ (Dumont 2015) erzählt sie ihren Lebensweg – live am 19.9. ab 19.30 Uhr in der Wuppertaler Buchhandlung von Mackensen. Es moderiert Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW e.V. kanimi

K U N S T N E U E R K U N S T V E R E I N VON DER HEYDT KUNSTHALLE WUPPERTAL-BARMEN Ja, Logo Foto: Das Moment Experimentierfeld Kunst kennt keine Sommerpause. Das ist anscheinend das 2016er-Motto im Neuen Kunstverein Wuppertal. Hat man hier früher in der Sommerzeit sechs Wochen pausiert, gibt es aktuell mit „TOTAL“ ein Programm von August bis Oktober. „TOTAL ist ein außerordentliches Experiment auf dem Gebiet von Kunst, Entertainment, Wahrnehmung und Denken“, beschreibt es Lisa Thiele vom TOTAL-Projekt. „Zur Aufgabe gemacht hat TOTAL sich zeitlich komprimiert konventionelle Veranstaltungsformate des Kunstbetriebs diskursiv umzusetzen und zu erweitern. Durch den fest definierten Zeitraum von sieben Wochen ist es möglich, ein in sich geschlossenes Programm, bestehend aus Ausstellung, Lesungen, Tanzveranstaltungen, Vorträgen und Diskussionen konzeptuell prägnant durchzuführen.“Begonnen im August, folgen im September u. a. Performance, Ausstellung und eine künstlerische Intervention. JD 28.8.2016 - 8.1.2017 VALÉRIE FAVRE von-der-heydt-kunsthalle.de Kunst- und Museumsverein Wuppertal V O N D E R H E Y D M U S E U M Edgar Degas, „Drei Tänzerinnen“, um 1903 Foto: Peter Schibli, Basel Kunstvoller Wettstreit Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Nach Renoir, Monet, Sisley und Pissarro zeigt das Von der Heydt-Museum Wuppertal – nun zum ersten Mal – zwei Giganten des Impressionismus im Wettstreit um das Neue in der Kunst: Edgar Degas und Auguste Rodin. „Sie kannten und sie schätzten sich. Sie beneideten und bewunderten einander. Ihre Werke waren Anmut und Bewegung, Körper, Raum und Zeit“, heißt es in der Ankündigung zur Ausstellung „Giganten im Wettlauf zur Moderne“, die am 25. Oktober eröffnet wird. Da Degas doch vorwiegend Maler, Zeichner und Graphiker war und seine Plastiken mehr „nebenbei“ entstanden, und Rodin in erster Linie als Bildhauer arbeitete und seine malerischen Versuche zumeist eher als Randerscheinungen in seinem Oeuvre wahrgenommen werden, ergibt sich in der Ausstellung zwangsläufig eine gewisse Asymmetrie – aber eben auch ein Bereich der Vergleichbarkeiten. kanimi Cremer Assekuranzmakler GmbH 51

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