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September 2016 - coolibri Düsseldorf

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T H E A T E R F F T J U

T H E A T E R F F T J U T A Machtspielchen mit machina eX Als hätten sie hellseherische Fähigkeiten: Noch bevor Großbritannien den Brexit beschloss, inszenierten die Computer-Tüftler von machina eX ihr neuestes Stück um einen fiktiven Ausstieg Deutschlands aus der EU. Heraus kommt einmal mehr begehbares Theater mit Spielelementen. Foto: machina eX S p i e l g e f ä h r t e n „Das ist so ein Fluch, dass uns die Realität meistens überholt in unseren Stücken“, erzählt Mathias Prinz, einer der neun Tüftler der Theater-Computerspiel-Schnittstelle machina eX. Kein Wunder, bei den rasanten, aktuellen politischen Ereignissen. Im Fall von „Lessons of Leaking“, dem neuesten Theater-Game der Gruppe, das vom 16. bis 20.9. im FFT Juta zu sehen ist, stellt diese Tatsache allerdings kein Problem dar: „Ich glaube, dass das Stück sich immer wieder selbst aktualisiert“, so Prinz. Die Geschichte spielt in der Nahzukunft, 2021, und kreist um eine deutsche Kanzlerin, die auf den Dexit hofft. Einerseits, um sich populistisch selbst zu vermarkten. Andererseits, um die Machterhaltung zu sichern. Dagegen stellt sich ein europäischer Sicherheitsdienst, der so genannte EPS. „Die treten öffentlich dafür ein, 46 „Das Wichtigste ist die Kommunikation aufseiten des Publikums.“ dass Deutschland nicht aus der EU austritt und haben möglicherweise auch ihre Finger im Spiel“, so der Experte für Sounddesign, Hörspiele und Game-Boy-Musik. Neben zwei Schauspielerinnen und einem Schauspieler stehen dabei zehn bis zwölf Zuschauer auf der Bühne, die die Handlung durch Game-Elemente maßgeblich beeinflussen. Beispielsweise wenn es darum geht, einen Safe zu knacken, eine Telefonnummer herauszubekommen oder einen Computer zu bedienen. „Relativ früh in unserem jetzigen Stück gibt es die Situation, dass eine Schauspielerin den USB-Stick, den sie in ihrer Handtasche findet und in den Computer steckt, ohne zu wissen, wo er herkommt. Dann bricht sofort das Betriebssystem zusammen und jemand fängt an, mit ihr zu reden. Quasi im Chatmodus.“ In diesem Modus kommt das Publikum ins Spiel und muss eine Auswahl treffen, wie die Fragen des mysteriösen Computersystems beantwortet werden sollen. Trotz der Technik-Affinität der Macher ist das Stück aber für jedermann gemacht, so Prinz: „Das Wichtigste ist die Kommunikation aufseiten des Publikums. Dass es zu Diskussionen kommt. Es ist schon eine andere Situation, solche Entscheidungen gemeinsam zu treffen.“ NaB Lessons of Leaking: 16 - 19.9. (jeweils 17, 19 + 21 Uhr) + 20.9. (17 + 19 Uhr), FFT Juta, Düsseldorf; fft-duesseldorf.de

T H E A T E R T A N Z H A U S N R W SCHAUSPIEL WUPPERTAL JANIS! von Mark Payn Visitenkarte LENA VOGT Uraufführung: Fr. 9. Sept. 2016 BUDDENBROOKS nach Thomas Mann Bühnenfassung: John von Düffel Premiere: Sa. 24. Sept. 2016 Hindernisse wegtanzen: „La Suite“ Vom Fallen und Aufstehen Wie könnte eine Fortsetzung von Pina Bauschs Meisterwerk „Café Müller“ aussehen? Dieser Frage geht Fabien Prioville, der selbst lange bei der Ausnahmekünstlerin tanzte, in seiner neuen Choreografie „La Suite“ nach. „Café Müller“ von Pina Bausch aus dem Jahre 1978 ist eines der berühmtesten Werke der Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts und gilt als der Durchbruch der großen Choreografin zu ihrem eigenen Stil. Inhaltlich geht es um die Beziehung von Frau und Mann, ihre Wechselwirkung mit der Gesellschaft und um die Ohnmacht beider Geschlechter. Es handelt zudem vom Suchen und Nichtfinden, vom Aufeinanderzugehen, sich berühren, sich trennen. Es geht um Bewegung und Statik, Fallen und Aufstehen, um das Überwinden von Hindernissen, um Rat- und Hilflosigkeit. Weiterführung des Bausch-Stücks „Café Müller“ Viele halten „Café Müller“ für das melancholischste, und in seiner Reduktion auf sechs Tänzer sowie im Verzicht auf Sprache, konzentrierteste aller Bausch-Stücke. Fast 40 Jahre nach der Uraufführung nimmt die Fabien Prioville Dance Company das Stück nun als Ausgangsbasis für eine eigene Produktion. Aber auch wenn „La Suite“ sich stark an den Charakteren von „Café Müller“ orientiert – es geht nicht darum, die Originalchoreografie nachzutanzen. Vielmehr erzählen die Protagonisten ihre eigenen Geschichten und transformieren das Vergangene ins Heute. „La Suite“ basiert auf der Fragestellung, was passieren könnte, wenn die Geschichte von „Cafe Müller“ weiterginge. Fabien Prioville, dessen künstlerischer Fokus stets auf dem Erforschen der inneren Gefühlswelt eines Menschen liegt, verhandelt dabei gleichzeitig seine eigene tänzerische Vergangenheit als ehemaliges Kompaniemitglied von Pina Bausch: Er war ab 1999 zehn Jahre lang Ensemblemitglied, 2010 gründete er dann seine eigene Kompanie. Die Geschichte in „La Suite“ wird in Form eines inszenierten Konzertes weitergeführt. Dafür versammelt Prioville international renommierte Tänzer, unter anderem vom Bayerischen Staatsballett und der Kompanie DV8, sowie bekannte Größen der Jazzmusik und versetzt sie in einen Raum – ganz ähnlich wie Pina Bauschs „Café Müller“. Die Rolle von Pina Bausch übernimmt die englische Jazz- Sängerin Emma Bonnici. Susanne Ruprecht „La Suite“: 29. (Uraufführung), 30.09.+1.10. (20 Uhr), 30.9. mit anschl. Publikumsgespräch, Düsseldorf; tanzhaus-nrw.de Foto: Mischa Lorenz DER ZAUBERER VON OZ nach L. Frank Baum Fassung: Peter Raffalt Premiere: Fr. 28. Okt. 2016 NATHAN DER WEISE von Gotthold Ephraim Lessing Premiere: Sa. 26. Nov. 2016 DIE HÖLLE / INFERNO Frei nach Dante Alighieri Premiere: Fr. 16. Dez. 2016 ≈[UNGEFÄHR GLEICH] von Jonas Hassen Khemiri Premiere: Sa. 21. Jan. 2017 DER GUTE MENSCH VON SEZUAN von Bertolt Brecht Musik Paul Dessau Premiere: Fr. 24. März 2017 WARTEN AUF GODOT von Samuel Beckett Premiere: Sa. 13. Mai 2017 SPECIALS Lesungen, Autor_innen, Talks, Intros, Diskussionen, und und und … www. wuppertaler-buehnen.de Tickets: 0202 563 7666 Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH

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