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September 2016 - coolibri Düsseldorf

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T H E M A Für Klima,

T H E M A Für Klima, Umwelt, Energie 25 Jahre ist es her, dass der Startschuss für das Wuppertal Institut fiel. Heute ist das Institut mit über 200 MitarbeiterInnen an den zwei Standorten Wuppertal und Berlin einer der international führenden Think Tanks und Forschungsorte zur Transformation. Das wird im September gefeiert. coolibri hat im Vorfeld mit dem Präsident Prof. Dr. Uwe Schneidewind gesprochen. Wie lässt sich beschreiben, welche Aufgaben das Wuppertal Institut hat? Klimawandel, knappe Ressourcen, schwindende Biodiversität – die Welt unterliegt einem dramatischen Wandel, den alle irgendwie spüren, der aber schwer fassbar ist. Die Wissenschaft hat ein neues Erdzeitalter ausgerufen: das Anthropozän, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren für die Prozesse auf der Erde geworden ist. Die Probleme wurden und werden in der Hauptsache in den Industrienationen wie Deutschland verursacht und hier müssen vor allem die Ursachen bewältigt werden. Das Wuppertal Institut entwirft dafür nachhaltige Konzepte, schlägt den verschiedenen politischen Ebenen Maßnahmen und Strategien vor – beispielsweise für einen effektiven Klimaschutz, für eine erfolgreiche Energiewende oder für bessere Ressourcennutzung. Es zeigt Unternehmen und Wirtschaftsbranchen, wie die Geschäftsmodelle der Zukunft aussehen können, wie sich z. B. die energieintensive Industrie umstellen muss, um die Ziele der CO2-Einsparung, die sich unser Land gesetzt hat, erfüllen zu können. Wie hat sich – ausgehend von dem Gründungsauftrag – der Aufgabenbereich in den vergangenen 25 Jahren entwickelt? Viele Ideen, die am Wuppertal Institut in den Anfangsjahren entwickelt wurden und damals visionär erschienen, haben inzwischen Fuß gefasst. Man denke nur an die Energiewende, die vor Fukushima unerreichbar schien. Aber auch der Blick auf die Ressourcen hat sichverschärft und dabei die Notwendigkeit, Produkte und Dienstleistungen in Gänze - von der Wiege bis zur Bahre - zu sehen, um beurteilen zu können, wie viel Umwelt sie verbrauchen. Deshalb geht es jetzt vielfach darum, alle diejenigen, die daran arbeiten, einen Wandel herbeizuführen, darin zu unterstützen und mit wissenschaftlicher Expertise herauszufinden, wie das am besten gelingen kann. Von Anfang an hat das Wuppertal Institut über Alternativen zu einer Wirtschaftsweise nachgedacht, die auf ungehemmtes Wachstum und damit ungezügelten Ressourcenverbrauch setzt. Dieses neue ‚Wohlstandsverständnis‘ wird inzwischen immer mehr gelebt, sei es individuell oder in Gruppen, Quartieren, Initiativen. Ansätze einer Sharing Economy und mit ihnen entstehen ganz neue Geschäftsmodelle. Stichworte sind Car Sharing, Food Sharing, Urban Gardening und vieles mehr. Auch auf der politischen Ebene und anderswo wird zunehmend wahrgenommen, dass kleine Veränderungen in den Lebensstilen manchmal sehr viel mehr zum Wandel beitragen können als aufwendige Kampagnen oder teure Investitionen (Beispiel: Lüftungsverhalten/Gebäudedämmung). Das gibt uns die Chance, uns noch intensiver und sehr viel konkreter mit dem Wohlstandswandel wissenschaftlich zu beschäftigen. Dabei arbeiten wir eng – vor allem in Wuppertal – mit den Akteuren vor Ort zusammen. Lässt sich ein konkretes Ziel oder eine Vision formulieren, was genau das Wuppertal Institut erreichen möchte? Uwe Schneidewind: Uns leitet, was auch international als nachhaltig verstanden wird: Unsere Wirtschaftsweise muss naturverträglicher werden, d. h. vor allem weitgehend dekarbonisiert werden, also ohne Klimagase auskommen. Dabei dürfen (technologische) Lösungen nicht zu weiteren Umweltbelastungen führen. Sie müssen auch dazu beitragen, Armut und Ungleichheit in der Welt abzubauen und sie sollten wirtschaftlich Sinn machen. Das scheint visionär, aber unser Jubiläumsslogan „Making Utopia possible – Welcome to Wuppertal“ möchte das in etwa ausdrücken. Der Utopie einer nachhaltigen Welt näher zu kommen ist möglich und wie, das kann man sich in Wuppertal ansehen. Wird der Geburtstag nur mit Fachleuten oder auch mit Bürgern gefeiert? Wir haben natürlich alle unsere Partner und Wegbegleiter aus den letzten 25 Jahren eingeladen, in der Wissenschaft, in Verbänden und Institutionen. Aber dazu gehören auch sehr viele Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger, besonders jene, die unseren Gästen an vielen Stationen im Arrenberg-Quartier demonstrieren, wie Bürgerengagement und nachhaltige Lösungen das Leben in der Stadt positiv verändern können. Der Arrenberg ist es nämlich, der am 8.9. neben der Historischen Stadthalle Schauplatz für Feierlichkeiten sein wird. Neben dem Festakt mit internationaler Kulisse wird die Stadt Wuppertal somit im Mittelpunkt stehen. Das Institut zeigt zusammen mit Partnern das starke Transformationspotenzial der Stadt. Initiativen und Macher aus den verschiedensten Bereichen – Stadtentwicklung & Strukturwandel, Kunst & Kultur, Energiewende & Bürgerbeteiligung – stellen am Nachmittag ihre Projekte und Initiativen den Jubiläumsgästen in dezentralen Veranstaltungen vor. So bekommen die internationalen Gäste beim Restaurant Day Einblicke ins Wohnumfeld, treffen auf Belakongo, die bergische Brass Band, die am Nachmittag durchs Viertel marschiert, und können den Iris Panknin Brothers und der Formation Choo Choo Panini lauschen. Der Tag endet mit einer großen Jubiläumsparty in der Villa Media für alle Jubiläumsgäste, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der internationalen Konferenzen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Wuppertal Instituts. JD 25jahre.wupperinst.org 24 Wuppertaler Glanzstück Foto: LarsLangemeier.de

S Z E N E H A U S D E R J U G E N D „AM SAMSTAG ZUM SHOPPEN INS CENTRO UND DANN MIT DEN MÄDELS AUF DIE PROMENADE!“ Special Guest: I Am Jerry Stehen, fallen, tanzen Letztes Jahr wurde in Solingen die Premiere gefeiert, dieses Jahr geht das „Pow Wow You“-Festival in die zweite Runde. Anfang September werden wieder Livemusik, Theater und Party vereint: Performances, Bands und DJs für ein vielseitiges Programm sorgen. Am 3.9. verwandelt sich das Haus der Jugend in ein buntes Festivalgelände. Drinnen und draußen wird das „Pow Wow You“ mit drei Bühnen und 30 Acts zelebriert. Den Anfang machen um 14 Uhr The Cuckoo aus Solingen. Die Indierock-Band stellt auf der „Union Stage“ Songs aus ihrem Debütalbum vor. Neben weiteren regionalen Bands heizen dem Publikum gleich zwei Headliner ein: Konvoy und I am Jerry. Beide Bands haben sich diesen Sommer schon auf großen Festivals (u.a. Juicy Beats, Southside, Bochum Total) aufgewärmt. Konvoy kombinieren elektronische Elemente mit roughen Beats und deutschen Hip-Hop-Rhymes. I am Jerry vereinen dagegen treibende Gitarrenriffs mit Pop-Melodien und Synthies. Dem Motto der Bühne „Beats, Vibes & Distortion“ wird also alle Ehre gemacht: Genres werden vereint und Grenzen gesprengt. Zwischen Bäumen und Blumen Auf der „Performance Stage“ dreht sich alles um Bewegung. Es werden verschiedene Tanzstile, Performances und Schauspiel gezeigt. Wer lieber zusieht, als sich selbst zu bewegen, ist hier richtig. Die dritte Bühne des Festivals befindet sich im Garten. Auf der „Vom Stehen und Fallen“-Stage gibt’s neben Bäumen und Blumen einen Song-Slam mit Unplugged-Musik aus allen Sparten. Am Ende darf das Publikum mitentscheiden, wer den besten Track geliefert hat. Antiheld – die Headliner der Bühne – sind zwar nicht Teil des Contests, schließen aber außer der Reihe ihre Verstärker an. Die Zuschauer erwartet Punk-Pop mit dichten Gitarrenwänden. Wer zwischendurch durstig oder hungrig wird, kann die Energiereserven im Street-Food-Bereich und den zwei Bars auffüllen. Es gibt Getränke, Grillwurst, Burger und vegane Kleinigkeiten. Ab 22 Uhr kann dann auf der After-Show-Party „Ring The Alarm“ weitergefeiert werden. Big Up Tunes und Lil Souljah liefern bis 1 Uhr Reggae, Dancehall und Hip-Hop. pi Pow Wow You Festival: 3.9., Haus der Jugend, Solingen; powwowyou.de Foto: Christoph Voy Die Bus- und Bahn- Flatrate für junge Leute Jederzeit entspannt zur Ausbildungsstelle, zum Sport oder zur Party fahren. Hol dir jetzt das besonders günstige YoungTicketPLUS! www.wsw-online.de/youngticketplus terry-fox-ausstellung.de VON DER HEYDT-MUSEUM WUPPERTAL 11.9.2016 - 19.2.2017 TERRY FOX ELEMENTAL GESTURES Ermöglicht durch: Kunst- und Museumsverein Wuppertal 25

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