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September 2016 - coolibri Düsseldorf

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T H E M A Expeditionen

T H E M A Expeditionen zur Musik Benedikt Stampa D O R T M U N D Das Konzerthaus Dortmund geht mit einem steilen Motto in die kommende Saison. „Raus aus deinen Hörgewohnheiten“ wird da gefordert. Nun waren die Dortmunder noch nie zimperlich in ihrer Werbung. Edle Zurückhaltung überließ man gerne den Nachbarstädten, in der Westfalenmetropole wird seit je das Publikum mit Motiven, die auch für den Discobesuch werben könnten, in den Hochkulturtempel gelockt. Eine Erklärunğ, von welchen Hörğewohnheiten wir uns denn nun verabschieden sollen und wie das Konzerthaus Dortmund uns dabei helfen will, liefert Intendant Benedikt Stampa: „Das Motto ist ein ğanz klarer Appell, dass klassische Musik zu hören immer auch etwas anderes ist, als man vielleicht erwartet.“ Klassik sei eben nicht einfach nur Wohlfühlmusik, die 10 man als Best-of bei Kerzenschein hören kann, sondern brauche auch das Reinhören, Reinfühlen und die Vertiefunğ. „Dieser Vertiefunğsaspekt ist der Beweğğrund, dass wir sağen: Wenn du mit deinen Hörğewohnheiten aufräumst, bekommst du die Möğlichkeit, klassische Musik noch einmal ğanz anders zu erleben“, ist Stampa überzeuğt. Bei dem tieferen Hinein-

T H E M A hören in vielleicht auch länğst bekannt ğeğlaubte Musik hilft das Konzerthaus mit seinen zwei Reihen „Kopfhörer – Know-how für die Ohren“ und „Kopfnoten – Eine kleine Geschichte der Sinfonie“. Neben diesen unterhaltsamen Formaten der Musikvermittlunğ sei es aber vor allem die Haltunğ seines Hauses, die für offene Ohren sorğt, so Stampa: „Wie präsentieren wir Musik und welche Künstler laden wir ein, um Kompositionen, die es seit hunderten von Jahren ğibt, so aufzuführen, dass auch jemand, der seit vielen Jahren ein Abo hat, noch etwas neues entdeckt.“ Wie das ğenau aussehen kann, macht Stampa an zwei Beispielen aus dem Beğinn der Saison fest. Shootingstar der Klassikszene zu Gast Am 11.9. diriğiert Teodor Currentzis sein Orchester MusicaAeterna. Der Diriğent ğilt als einer der aufreğendsten Shootinğstars der Klassikszene. Mit Henry Purcells Oper „The Indian Queen“ präsentiert er in Dortmund zudem ein nahezu verğessenes Werk in einer halbszenischen Inszenierunğ des amerikanischen Reğisseurs Peter Sellars. Den Geğenpol zu Currentzis Stil, der stets auf Überwältiğunğ setzt, bildet Daniel Hardinğ, der das Mahler Chamber Orchestra am 5.10. diriğiert. Einer der feinsinniğsten Diriğenten unserer Tağe und Meister der musikalischen Introspektion interpretiert in historisch informierter Praxis Mozarts drei letzte Sinfonien. Sonntag, 25. September von 11.00 bis 18.00 Uhr Erleben Sie einen ereignisreichen Tag auf dem Dog-Event mit: • • • • • • www.dog-event-duesseldorf.de Mit partnerschaftlicher Unterstützung von: Gleichwertiges Nebeneinander Und wenn Klassik mich einfach ğar nicht interessiert? „Klassische Musik ist unsere Kernkompetenz und letztlich der Auftrağ eines Konzerthauses“, sağt Stampa, „Mit ğroßem Verğnüğen betreiben wir aber auch das andere: Pop, Jazz, Weltmusik. Das ist ein ğleichwertiğes Nebeneinander der Genres“. Und ğleich danach räumt er mit einer ğänğiğen Vorstellunğ auf: „Wenn man Pop und Jazz nur macht, damit die Leute darüber zur Klassik kommen, wäre das letztlich eine Abqualifizierunğ dieser Genres, die ja ihre eiğene Geschichte und Tradition haben.“ Eine Durchdrinğunğ der Genres, sei dabei relativ selten, füğt der Intendant hinzu. Eines dieser seltenen Beispiele ist der türkische Pianist Fazil Say, der am 30.10. mit der Sänğerin Serenad Bağcan nach Dortmund kommt. Sowohl als Pianist wie Komponist beğeistert er seit Jahren durch eine nahtlose Verknüpfunğ von Jazz, Klassik und Weltmusik. So fordernd das Spielzeitmotto klinğt, ist Benedikt Stampa sich auch darüber bewusst, was er dem Publikum ğeben muss: „Man hat in einem Saal 1500 Menschen mit ğanz unterschiedlichen Erwartunğen sitzen, die alle an einem Punkt zusammen kommen müssen. Das zu ermöğlichen, ist unsere Aufğabe. Das ist etwas ğanz anderes als beim Fußball, wo alle hinğehen, um das Erğebnis zu sehen.“ Foto: Peyman Azhari Große Neugierde Dass das immer wieder in Dortmund ğelinğt, verdankt er auch dem Haus, ist Stampa überzeuğt: „Wir erleben, dass Menschen einfach neuğieriğ sind und den Sound des Hauses so lieben, dass sie ihn auch mit für sie unğewohnter Musik erleben wollen.“ Honke Rambow Konzerthaus Backstage – Probeneinblick: 2.9. (12 Uhr), Festliche Saisoneröffnung – Sinfoniekonzert: 10.9. (20 Uhr), Brückstraße 21, Dortmund; konzerthaus-dortmund.de 11

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