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Rund um den Baldeneysee und Kettwig No 01

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N A B U N a t u r p u r

N A B U N a t u r p u r Gewässer im Vogelschutzgebiet Foto: Gottfried Czepluch; Am östlichen Ende des Baldeneysees liegt das Natur- und Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen. Seit über 80 Jahren wird dort der Lebensraum für viele Vogelarten erhalten. Besucher können abseits des üblichen Freizeittrubels, Tier und Natur genießen und zahlreiche spannende Beobachtungen machen. Das Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen sei „morgens ein sehr stimmungsvoller Ort“, meint Volker Meyer, der zusammen mit weiteren ehrenamtlichen Helfern die internationalen Wasservogelzählungen durchführt. Diese finden im Winterhalbjahr monatlich statt und gelten bundesweit als die ältesten und umfangreichsten Vogelmonitoringprogramme. Doch darüber hinaus hält er sich auch in seiner Freizeit zur Vogelbeobachtung dort auf. Warum das so lohnenswert ist, verrät Meyer noch. Das „NSG Heisinger Bogen“ wurde bereits in den Klettern im Ruhrgebiet! Gutschein Schnupperklettern ‚2 für 1‘ Teilnahme für eine zweite Person gratis! Gutschein zum Klettergeburtstag freier Eintritt für das Geburtstagskind! Kletterzentrum Bochum Essen Bochum Essen Kletterzentrum Mülheim Mülheim Infos und Buchung unter www.neoliet.de Infos und Buchung unter www.neoliet.de 28

N A B U 1930er-Jahren zusammen mit dem Baldeneysee angelegt und erstreckt sich auf einer Fläche von circa neun Hektar. Warum ein solcher Schutzraum damals wie heute notwendig ist, erklärt Volker Meyer wie folgt: „Durch die weiterhin zunehmende, intensive Nutzung der Landschaft sind viele Vogelarten bedroht. Das heißt: Ihnen fehlen Nistmöglichkeiten oder die Landschaftsveränderungen sind so gravierend, dass sie nicht ausreichend Nahrung finden und daher verschwinden.“ Die jahrzehntelange Etablierung eines solchen Raums macht sich natürlich auch am Baldeneysee bemerkbar: „Am Baldeneysee, der – am Rande eines Ballungsraumes – intensiv für Freizeitaktivitäten genutzt wird, gäbe es ohne die Unterschutzstellung des Heisinger Bogens sicherlich keine Graureiher- und Kormorankolonie.“ Letztgenannter Vogel war hierzulande fast schon ausgerottet, doch durch die konsequente Unterschutzstellung haben sich die Bestände erholt. Manchmal zum Ärger der Fischer und Angler, aber dafür hat man in Essen eine Lösung gefunden: Während der Anzucht werden die Fischteiche vom Fischereiverein für sechs Wochen mit Netzen bespannt, teilt der Naturschutzbund Ruhr auf seiner Website mit. „Das Vogelschutzgebiet ist morgens ein stimmungsvoller Ort.“ Doch zurück zu den Vögelbeständen: Als Besonderheit des Schutzgebiets hebt der Ornithologe eine ausreichend ruhige Oase hervor, in der die Vögel ihrem Brutgeschäft nachgehen können, das aber gleichzeitig für Besucher gut einsehbar ist: „Der Schutz dieses Orts ist allgemein akzeptiert. Ich habe nie unerlaubtes Eindringen – weder see- noch landseits – festgestellt.“ Und obwohl Volker Meyer das Gebiet und seine Bewohner kennt, gibt es trotzdem noch Neues zu entdecken: „Überraschend war die Sichtung eines Flussuferläufers auf dem Zug im Frühjahr, denn der Vogel brütet nicht am Baldeneysee. Schön ist die Etablierung des Kormoranschlafplatzes, wo in den letzten Jahren auch erfolgreich gebrütet wurde, sowie die weiterhin stabile Brutkolonie der Graureiher.“ Immer wieder schön sei aber die Stimmung am Morgen, „insbesondere wenn sich Nebel auf dem See lichtet“. Mitmachen Der Naturschutzbund Ruhr sucht regelmäßig nach ehrenamtlichen Helfern jeden Alters, die unterstützend mitwirken. Wer sich also für Natur und Tier begeistern kann, findet auf der Website dazu zahlreiche Hinweise. Beispielsweise werden für den Heisinger Bogen in den Wintermonaten Helfer für die Wasservogelzählungen gesucht. Hierfür sollte man aber nicht nur über ein Fernglas und wetterfeste Kleidung verfügen, sondern auch ein Frühaufsteher sein. Aber die Liste über Mitmach-Bereiche beim NABU Ruhr ist lang: vom aktiven Betreuen und Koordinieren über das Aufnehmen und Auswerten von Fledermausrufen bis hin zur Bestandsauffassung verschiedener Arten. sr nabu-ruhr.de Tipps für den Besuch Morgens (und im Winter) ist die Chance größer, einen Eisvogel zu sehen. Im Frühjahr und im Frühsommer kann man das Brutgeschäft der Graureiher und Kormorane beobachten. Und im Winter können sogenannte Wintergäste wie zum Beispiel Tafelenten und Schnatterenten studiert werden. Foto: Gottfried Czepluch; 29

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