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Oktober 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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T H E A T E R D O R T M

T H E A T E R D O R T M U N D Alle Macht dem Volke? Marlena Keil (Lefranc), Caroline Hanke (Boberlé), Sebastian Kuschmann (Carray), Uwe Schmieder (Gigart) Foto: Birgit Hupfeld Gibt es gute und schlechte Gewalt, oder rechtfertigt das Ziel jedes Mittel? Was bringt ein politisches System zu Fall und wie geht es danach weiter? Essentielle Fragen, um die es im Revolutionsdrama „Triumph der Freiheit #1“ geht. Agitationen, Verleumdungen und ständig wechselnde Koalitionen bestimmen den Umbau eines Staates. Aber vor allem die Überzeugungskraft Einzelner. Daher ist das Schauspielensemble von Regisseur Ed. Hauswirth auch dazu angehalten worden, Argumentationsketten lautstark im Plenum zu verhandeln. Die Vertreter von Adel, Klerus und des 3. Standes erproben ihre Durchsetzungsfähigkeit in der französischen Staatskrise. Als Folie dienen die Ereignisse des Jahres 1789, die die Französische Revolution eingeleitet haben. Das dreistündige Ringen um Grundwerte und eine Staatsverfassung macht klar: Freiheit ist ein hart erkämpftes Gut. Viele Dispute erinnern auch an Debatten im Bundestag oder verweisen auf aktuelle Diskussionen um den Erhalt Europas. Aus der Balance Wichtigstes Element der Inszenierung ist die Bühne von Susanne Priebs: Eine quadratische, bewegliche Plattform, die auf riesigen Federn aufgebockt ist. „Die Welt ist aus den Fugen geraten“ sagt der König und betritt zögernd die wackelige Plattform. Als die Adeligen Dumont Brézé und Madame De Lacanaux den Abgeordneten der Nationalversammlung gegenüberstehen, gerät die Balance fast gänzlich außer Kontrolle. Das Austarieren der Kräfte innerhalb der vielen Machtansprüche ist eine große Kunst, sie entscheidet über Krieg und Frieden. Und so bezieht Ed. Hauswirth auch noch das an den Bühnenrändern aufgereihte Publikum mit ein, mal als Volksstimme, mal als Richter über Lüge oder Wahrheit. Mittendrin der Dortmunder Sprechchor, der beeindruckend die Nöte der Bevölkerung schildert. Trotz der im Text von Joël Pommerat fehlenden szenischen Angebote überzeugt er als Lehrstück über die Geburt der Demokratie, die Inszenierung ist leidenschaftlich und kraftvoll. In Videosequenzen schaut der König dem Verfall seines Reiches zu, am Ende steht er verloren mit dem Satz allein: „Das schaffen wir schon“. Ariane Schön 9.+27.10., Megastore, Dortmund; theaterdo.de BOCHUM Premieren im Oktober 1.10. Nalu und das Polymeer (R: Martina van Boxen), Theater Unten; 7.10. Kula – nach Europa (R: Robert Schuster), Kammerspiele; 22.10. Tartuffe (R: Hermann Schmidt-Rahmer), Schauspielhaus; 26.10. Mädchen wie die (R: Franziska Rieckhoff), Theater Unten; 29.10. Die Verwandlung (R: Jan-Christoph Gockel), Kammerspiele CASTROP-RAUXEL 9.10. Passagier 23 (R: Lothar Maninger), Stadthalle WLT; 23.10. Der kleine Wassermann (R: Tankred Schleinschock), Studio WLT DORTMUND 6.10. Truck Tracks Ruhr #4 – Album Dortmund (R: Rimini Protokoll), Vorplatz Magastore; 8.10. Sunset Boulevard (R: Gil Mehmert), Opernhaus; 21.10. Das Interview (R: Maximilian Lindemann), Megastore; 21.10. Heimliche Helden (R: Julia Schubert), Megastore; 23.10. Die schwarze Flotte (R: Kay Voges), Megastore; 29.10. Faust II – Erlösung (Ch: Xin Peng Wang), Opernhaus DUISBURG 28.10. Mozartiana, Konzert für Orchester, The Concert (Ch: George Balanchine, Martin Schläpfer, Jerome Robbins), Theater Duisburg ESSEN 1.10. Das Prinzip Jago (R: Volker Lösch) Grillo-Theater; 2.10. Ichglaube- 46

T H E A T E R B O C H U M COMING SOON ADVERTORIAL APASSIONATA Glanzvolle Momente bei APASSIONATA: Die neue Show „Cinema of Dreams“ lässt das Publikum in die fantastische Welt eines Kinos eintauchen. Einzigartige Leinwandprojektionen, liebevoll gestaltete Kostüme und energiegeladene Tanzchoreografien umrahmen die Darbietungen traumhafter Pferde. Hohe Schule, Freiheitsdressur, actionreiches Stuntreiten und fröhliche Comedy verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk, das Groß und Klein begeistert! 03.12.2016, Westfalenhalle, Dortmund Weitere Infos Tickets und Terminen finden Sie unter www.apassionata.de Annelore Sarbach (Katrin), Damir Avdic (Marc) Familienaufstellung Zu Beginn ist alles noch ganz lustig: Die Geschichte über einen Sohnemann aus gut situiertem Elternhaus, der nicht erwachsen werden möchte, im verbalen Schlagabtausch mit seinen Eltern.. Der Müßiggänger in „Wunschkinder“ heißt Marc, überzeugend gespielt von Damir Avdic. Dieser ist mit Selma zusammen, die sich um ihre psychisch kranke Mutter kümmert und mit diversen Jobs ihre Existenz sichern muss. Als Selma schwanger wird, kompliziert sich die Angelegenheit und von da an, wird Anselm Webers Inszenierung zu einem emotionalen Wirbelsturm. In einem hermetisch abgeriegelten, leeren Bühnenraum sitzen die sechs Darsteller hinter der Spielplattform und warten auf ihren Auftritt. Durch Thomas Osterhoffs atmosphärische Musik geleitet, treten die Spieler auf und ab. Schauspiel in seiner Reinform ohne Ablenkung durch Requisiten oder Mobiliar. Das (überbe)sorgte Elternpaar Bettine und Gerd (Katharina Linder, Matthias Redlhammer) versucht mit verschiedenen Strategien, das Leben ihres Sohns zu steuern. Bettine steht dabei zwischen mütterlicher Fürsorge und Verlustängsten und tritt zudem noch mit ihrer Schwester Katrin in Konkurrenz, die immer irgendwie cooler war (toll: Annelore Sarbach). Die Rolle des Vaters bleibt in Lutz Hübners und Sarah Nemitz Text etwas einseitig. Gerd überspielt seine widerstreitenden Gefühle mit kessen Sprüchen und einer Prise väterlicher Autorität. Sarah Grunert als Selma und Maja Beckmann als ihre Mutter sind grandios. In einer übergroßen Strickjacke verschwindend, zeigt Maja Beckmann die innere Verzweiflung einer kranken Frau, die ihre Mutterpflichten nicht erfüllen kann, während Sarah Grunerts Selma aus der schweren Krise gestärkt hervorgeht. Eine theatrale Familienaufstellung über das verwobene Netz von Verantwortung, Freiheitsdrang und Abhängigkeit. enaira 5., 17., 22.10., Kammerspiele, Schauspielhaus, Bochum; schauspielhausbochum.de Foto: Thomas Aurin BÜLENT CEYLAN Die Welt geht am Stock, die Menschen sind dringend auf humoristische Behandlung angewiesen und die bekommen sie in gewohnt hoher Dosis bei Bülent Ceylans neuem Programm: „KRONK“. 11.11.2016, Grugahalle, Essen 04.02.2017, Westfalenhalle, Dortmund Tickets an allen bekannten VVK-Stellen und unter www.eventim.de Weitere Infos unter www.p-promotion.info JP KRAEMER LIVE Mit „PS: ICH LIEBE EUCH“ startet JP KRAEMER erstmals mit seiner eigenen Liveshow durch. Folge JP für einen Abend in seine Welt, in der sich alles rund ums Auto dreht. Denn diese kennt er in all ihren Facetten. 06.04.17 Lanxess Arena, Köln 07.04.17 König-Pilsener-Arena, Oberhausen 05.05.17 Westfalenhalle 1, Dortmund (DVD-Aufzeichnung) Tickethotline 01806 - 570017* (*0,20 €/Anruf aus dem dt. Festnetz; max. 0,60 €/Anruf aus den dt. Mobilfunknetzen) & an allen bekannten Vorverkaufsstellen ST. PETERSBURG FESTIVAL BALLETT Märchenhafte Ballett-Kunst für Groß und Klein nach der Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Getanzt vom St. Petersburg Festival Ballett, eine der renommiertesten russischen Ballett Kompanien weltweit. 15.12.2016 Colosseum, Essen 20.12.2016 Theater am Marientor , Duisburg, 21.12.2016 Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf 20.01.2016 FORUM, Leverkusen Tickets unter www.eventim.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen aneineneinzigengott (R: Sascha Flocken), Box; 8.10. Norma von Vincenzo Bellini (R: Tobias Hoheisel, Imogen Kogge), Aalto-Musiktheater; 22.10. Parsifal (R: Gustav Rueb), Grillo GELSENKIRCHEN 8.10 Prosperos Insel (Ch: Bridget Breiner), MiR; 28.10. Ingolf wohnt (R: Daniel Kötter, Hannes Seidl), MiR HAGEN 1.10. Die Hochzeit des Figaro (R: Annette Wolf), Theater Hagen; 2.10. Frerk, Du Zwerg! (R: Jeremias H. Vondrlik), Lutz; 29.10. Zigeuner-Boxer (R: Rike Reiniger), Lutz MÜLHEIM 6.10. Polizei (R: Jo Fabian), Theater an der Ruhr MOERS 26.10. Dieter hört die Signale (R: Patrick Dollas, Matthias Heße, Marissa Möller), Schlosstheater ....weitere Termine auf coolibri.de Chamisso-Tage an der Ruhr 3 Tage • 15 Chamisso-Preisträger*innen • 9.–11.11.2016 Zsuzsa Bánk, Artur Becker, Abd Alltif Belfellah, Gino Chiellino, György Dalos, Sherko Fatah, Ilir Ferra, Marjana Gaponenko, Que Du Luu, Sudabeh Mohafez, Matthias Nawrat, Zafer Şenocak, Michael Stavarič, Nelja Veremeij, Vladimir Vertlib www.chamisso.ruhr 47

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