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Oktober 2016 - coolibri Düsseldorf

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K Ö L N K Ö L N C O M

K Ö L N K Ö L N C O M E D Y F E S T I V A L Das politische Deutschland mag von Berlin aus regiert werden. Die Hauptstadt des lustigen Deutschland aber liegt am Rhein. Bereits seit 1991 treffen sich die Humorarbeiter der Republik turnusmäßig in Köln. Und zwar alle. Diesmal ergänzt durch acht Ukulelen aus Brexit-Country. Wer nicht dabei ist, ist auch nicht lustig. Zum Lachen in den Keller „Alphapussy“ Carolin Kebekus Foto: Axl Klein „Wie ein großes Klassentreffen“ „500 bis 1000 Künstler in Deutschland“, schätzt Köln-Comedy-Geschäftsführer Ralf Günther, können davon leben, die Leute auf der Bühne zum Lachen zu bringen. Mehr als 200 treten in einer der rund 130 Shows in 18 Locations bei der 26. Auflage des Festivals auf, der Rest kommt zur Verleihung des Deutschen Comedypreises. „Das ist wie ein großes Klassentreffen.“ „Alphapussy“ und „Midlife Cowboy“ 20 Bei der Krönung zur Komik-Kapitale half das Fernsehen. „Dass RTL und der WDR hier ihren Sitz haben, ist sicherlich von Vorteil“, sagt Günther. „Und gleich nebenan das Ruhrgebiet zum Touren. Perfekt.“ Den Karneval erwähnt er gar nicht. Die Großen der Szene sind auch diesmal wieder da. Das gehört sich so, und überraschenderweise wohnen sowieso „die meisten in Köln“, wie Günther beim Versenden der Einladungen zum Comedypreis immer wieder feststellt. Zum Beispiel Carolin Kebekus, die ihr neues Programm „Alphapussy“ vorstellt und dabei gleich zweimal die Lanxess-Arena voll macht. Weitere Künstler im Programm: Johann König, Ralf Schmitz, Rainald Grebe und Friedemann Weise. Oder Kalkofe mit Wischmeyer im Doppelpack. Oder Bastian Pastewka, der gemeinsam mit Autor Chris Geletneky aus dessen Debütroman „Midlife Cowboy“ liest. Mit Überraschungseffekt Gute Witze leben von ihren Pointen, und die gibt’s selten ohne Überraschungseffekt. „Es ist wichtig für uns, die kommenden Stars jetzt schon zu haben“, sagt Günther. Das Comedymonster verlangt nach frischem Blut und findet es in Köln unter anderem beim „NightWash Talent Award mit Tahnee“ oder bei der „Zum Lachen in den Keller“-Reihe mit Salim Samatour, Felix Lobrecht und Kristian Kokol. Erfolgreicher denn je Nummer 26 ist schon jetzt das erfolgreichste Köln Comedy-Festival aller Zeiten. „Wir haben im Vorverkauf bisher mehr als 50 000 Tickets verkauft“, sagt Günther. „Das hatten wir noch nie.“ Er hat’s gut: Als Veranstalter kommt er überall rein. Auch in die Philharmonie, wenn das Ukulele Orchestra von Great Britain gastiert. „Das sind acht Musiker mit einer sensationellen Show“, sagt Günther. „Die wollten wir schon seit Jahren haben. Jetzt hat’s endlich geklappt.“ Sebastian Züger Köln Comedy Festival: 2.10–5.11; koelncomedy.de

K Ö L N G A N Z K Ö L N K u l t u r B u e r o - N i e d e r R h e i n . d e Paul Panzer 20.11. KREFELD - KönigPalast 08.11. KLEVE - Stadthalle Äthiopien in Köln: das Restaurant Fasika Der gute Klüngel Sie plagt chronisches Fernweh? Doch Ihre Urlaubskasse ist so leer wie ein Känguru-Beutel am Morgen? Dann hätten wir was für Sie: „Das lokale Reisebüro“ nennt es Reiseleiter Thomas Bönig. Oder, kurz und knapp: „Kulturklüngel.“ Die Idee ist so simpel wie genial: Wozu in die Ferne reisen, wenn das Ferne liegt so nah? Nämlich in der unmittelbaren Nachbarschaft. Wir zitieren die ersten Sätze der gerade frisch aufpolierten Website des Kulturklüngels: „Im Rheinland leben Menschen aus allen Teilen der Erde. Vom argentinischen Baseballprofi zum Xylophonspieler aus Zimbabwe. Wer fremde Kulturen kennenlernen möchte, muss sich also nicht in ein Flugzeug setzen.“ Stimmt, oder? Wie wär’s also mit einem Tagestrip nach Japan (8.10.), nach Persien (22.10.) oder nach Indien (28.10.)? Allein im September und Oktober können Sie mehrmals den Erdball umrunden, ohne eine einzige Bonusmeile zu verbraten. Dafür aber Kochen lernen in Peru (15.10.) und Thailand (22.10.), sich am „Tag der Offenen Moschee“ aufs Radl schwingen (3.10.) oder sich bei den „Kulinarischen Weltreisen“ rund um den Globus futtern. Im Schnitt zehn Touren unternehmen Thomas Bönig und sein Team im Monat. Die Hochsaison hat gerade begonnen. „Der Schwerpunkt unseres Geschäfts liegt im Winter“, sagt Bönig. „Im Sommer ist die Stadt in der Hand der Touristen. Danach kommen die Kölner, aber auch Aachener und Münsteraner zu uns, die Interesse an Reisen in exotische Länder haben.“ Übrigens: Gerade erschließt das lokale Reisebüro mit seinem „Reise-Ersatzprogramm, um das Fernweh in Schach zu halten“ verstärkt Düsseldorf. Der Kölner Kulturklüngel tourt seit 2008 durch die Stadt, Startschuss war damals die Baugenehmigung für die Zentralmoschee in Ehrenfeld. Binnen eines Jahres erschlossen die alternativen Stadtführer das indische, das ostafrikanische, das lateinamerikanische und das fernöstliche Köln. Wichtig bei allen Ausflügen: „Es muss authentisch sein“, sagt Bönig. Auch auf die Gefahr hin, dass es vor Ort zwischenmenschlich knirscht. „Es ist ungünstig, wenn man voller Vorurteile in eine Moscheeführung reingeht und alle beim dortigen Ansprechpartner abladen will. Das sprechen wir vorher an, dann reißen sich die Leute meistens zusammen.“ SZ kulturkluengel.de Foto: Kulturklüngel/Th. Boenig 2. 26.11. KREFELD - SWH Karten gibt’s in den beteiligten Lokalen sowie auf www.komische-nacht.de 21

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