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November 2018 - coolibri Düsseldorf

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THEMA B E R G I S C H E

THEMA B E R G I S C H E S L A N D Rund um diealteBundesbahndirektion in Wuppertal soll einOutlet-Center entstehen. Outlet oder nicht? DerWettlaufumein Outlet-CenterimBergischenLandist zu einem zähen Marathon zwischen Wuppertal undRemscheid geworden. Während in Remscheid-Lennepder Baubeginn für dasDesigner-Outlet-Center (DOC)weiterhin aufsich warten lässt,sindäußerlichebenfalls keineFortschritte beim Bau desFactory-Outlet-Centers(FOC) am Wuppertaler DöppersberginElberfeld erkennbar. Wasist da los? Undwas wurdeeigentlichaus dem Solinger Projekt „MyUrbanOutlet“und Duisburgs Plänen? Im BergischenLandbehaken sich dieNachbarn. Aufregerist dieFrage, werals erstes dasRennenumdie Ansiedlungeines Outlet-Centers vorder Haustür macht.Sprich, wessen Investoren-Projekt rund um eindorfgroßesEinkaufszentrumvollerBilliganbieterdie KaufkraftimEinzugsgebiet an sich ziehen kann.Während dieClees-UnternehmensgruppeamWuppertaler Döppersberg ihr FOCbaut, soll in Remscheid einDOC desInvestors McArthurGlenimStadtteil Lennep entstehen. Eigentlich hätte dasFOC in Wuppertalbereits im Spätsommer2017 eröffnen sollen.Die Eröffnung 8 desRemscheider FOCwar malfür Frühjar2016geplant.Immer wieder kameszuVerzögerungen. Aktuell gehendie Remscheider davonaus,dassihr Center,dessen Baubeginnimmer noch aufsichwartenlässt,2020die Tore öffnet.Und Wuppertal? Zwar istdortder Baustart schonerfolgt,aberwirklich waszusehen gabesnochnicht.Und derweilkönnen wederdie Stadtverwaltungen, noch dieInvestorengenau sagen, wann es denn mirden Center-Ansied-

THEMA keine Auskunft über dasProjekt gebenwolle.Hüben wie drüben heißtesersteinmal abwarten! KeinenNeubauauf dergrünen Wiese, sonderneineReaktivierungvon vorhandenenHandelsflächen erhoffte sich auch dieStadt Solingenvon ihremOutlet-Projekt. Diein dieJahregekommenen Clemens-Galerien am Mühlenplatzsollten zumcity-integrierten Outlet-Center„MyUrbanOutlet“ umgestaltetwerden.Sojedenfalls war es 2015 vonder BerlinerGruppeCRInvestmentManagement, der damaligenEigentümerin der„SunriseProperties“,zuwelcher dasCentergehörte,kommuniziertworden. DasInnenstadt-Outletsolltedas untervielenLeerständen leidendeCenterwiederauf Kurs bringen. Kurzum wurdeein tragfähigesKonzept präsentiert, das mitbegleitendenSanierungsmaßnahmen hätte umgesetztwerdensollen. 10 Millionen Euro sollte dasUmrüstender Einzelhandelsimmobiliekosten. Doch bevorGeld in dieHandgenommenwurde,kündigtedie Eigentümerin allen Mietern, dienicht mehr inszukünftige Konzeptgepassthätten. Nur, um dann zu verkünden, dass man mangelsVermarktbarkeitdes Standortesdas Center weiterverkauft habe. Diejetzige Eigentümerin,die Schweizer Real Estate PortfolioConsultingAG, undder Projektvermarkter Dr.JochenStahl investierenderzeit in denUmbaudes Centers. Das soll 2019 neueröffnen–aber nicht mehr alsOutlet-Center. lungenvorwärtsgeht. Zünglein an derWaage wirdschließlich sein,was denn dasVerwaltungsgericht Düsseldorfund dasOberverwaltungsgericht in Münsterentscheiden werden.Die StadtRemscheid hatKlage gegendas WuppertalerBauvorhaben eingereicht, andererseits liegengegendas Remscheider Center gleich 13 Klagen vor. Neben Anwohnernund Geschäftsleutenklagt hier auch dieStadt Wuppertal. Da dieMühlen derJustizerfahrungsgemäß manchmal rechtlangsam mahlen,kann noch einige Zeit vergehen,bis sich in Sachen Outlet-Center etwasvoranbewegt.„EinZustand,der bereitsseitMonaten anhält. Wirklich wasNeuesgibt'szur Situationnicht,wir müssenabwarten, wasdie Gerichte entscheiden“, sagt Viola Juric, Stadtsprecherin Remscheids. Um dieBürgerauf demLaufenden zu halten,was dasVerfahrenangeht, hat manvon Seiteder Stadtschon längereineeigeneWebpräsenzzur Causa Outlet-Centerauf www.remscheid.deeingerichtet. Derzeitgehen Stadtund Investor davonaus,dass2020der Baudes Centersstarten wird. Wird's bisEnde des Jahresdoch noch was? In Wuppertal hatman hingegenden für Ende 2018 vorgesehenen Eröffnungstermin bisauf Weiteres verschoben,wie es vomInvestorheißt. Denn durch denanhaltendenRechtsstreitsei keine Planungssicherheit gegeben. Zu Meldungen in denvergangenen Monaten, dass manimRathaus dasOutlet-Projektlängstabgeschrieben hätte,bezog manauf Anfrage keine Stellung.Wuppertals Pressestelle verwiesdarauf, dass es sich um einprivatesBauvorhaben handle undman aufSeitender Verwaltung Auch dieseNachbarnscheiterten bereits Ebenfalls mitdem Bergischen Land als Einzugsgebietfür diepotenzielle Käuferschaftsollteauch in Duisburg ein Outlet-Centerentstehen.GleichzweiAnsiedlungsversuchefür solche Bauten scheitertenkrachendinden vergangenen Jahren.Auf insgesamt 120000 Quadratmetern in Duisburg-Hambornund -Marxloh wollte dieniederländische Douvil GmbH einProjekt mit140 ShopsnamensDuisburger Outlet Villagerealisieren.125 MillionenEurosollten in denBau fließen,indem auch dieRhein-Ruhr-Hallehätte aufgehen sollen. Foto:LinaNiermann Fürdas Center,das seit 2011 im Gesprächwar,hättendie Häuserder SiedlungZinkhüttenplatzabgerissenwerdenmüssen, 400Menschenhätten ihre Wohnungenverloren.Das Center sollte eigentlich 2013 bereitsinTeileneröffnet werden,abernachdem derInvestorden Baustart über mehrere Jahre immer wieder aufschob,wurde dasProjekt 2016 vonDuisburger Stadtrat endgültigbeerdigt. Weitaus längerhielt diePolitik hingegenanden Plänenfest, diedie spanische Neinver-Gruppe,diegrößteOutlet-Center-EntwicklergesellschaftEuropas, über Jahre fürDuisburg verfolgte. Aufdem ehemaligenGüterbahnhofsgelände aufdem im Jahr 2010 dieLoveparadestattfand,bei der21 Menschen starben,sollteauf 30 Hektarn Fläche einDesignerOutletCentergebautwerden. Im Februar2017gab derRat derStadt Duisburg grünes Lichtfür denCenter-Bau. DieBürgerinitiative „JazuDuisburg –keinDOC“, dievon demDüsseldorfer ArchitektenWalterBrune medial starkunterstützt wurde,erreichtejedoch einenBürgerentscheid.Über200 000 Duisburger stimmten dabeiab. Letztlich votierten51,09 Prozent gegenund 48,91Prozent fürden Bau desDesignerOutletCenters.Die knappe Mehrheit reichteaberaus,umdie Pläneder Neinver-GruppeamEndenochzuverhindern. Fabian Paffendorf 9

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