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März 2017 - coolibri Dortmund

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D E P O T D O R T M U N

D E P O T D O R T M U N D C O O L I B R I L O K A L WINE TASTE Maker Faire - Die DASA-Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund verwandelt sich am 25. und 25. März zum zweiten Mal in ein kreatives Ideenlabor. Drei Teilnehmer aus der Stadt stellen ihre spannenden Projekte vor. 1.- 2. APRIL WWW.WINEANDTASTE.DE Das Wine and Taste Festival ist die moderne, urbane Wein-Messe, bei der Ihr in entspannter Atmosphäre tolle Weine entdecken könnt! Zahlreiche Weingüter mit hunderten Weinen Street Food Trucks für´s leibliche Wohl Spannende Mini-Wein-Seminare Vom Winzer beraten lassen + Eintritt: 12 € (zzgl. VVK-Gebühr Tageskasse 14 €) inkl. Verkostung und Bestellgutscheinen im Gesamtwert von 12 €! Samstag 1.4. 15.00-22.00 Sonntag 2.4. 12.00-19.00 DEPOT Immermannstr. 29 Dortmund Sven Neuhaus (43) kann sich in der Unendlichkeit verlieren. Schwarze Löcher ziehen ihn magisch an, der Flug zum Mars ist für ihn der nächste große Schritt für die Menschheit. „Seit der Mondlandung ist nicht viel passiert. Es wäre nur logisch“, sagt der Dortmunder. Die Besucher der Maker Faire möchte er mit seiner Begeisterung für das Außerirdische anstecken und Überzeugungsarbeit leisten. „Für uns alle wäre die Weltraumperspektive interessant. Die Astronauten verstehen auch erst, wie verletzlich unser kleiner Planet ist, wenn sie die Erde von außen betrachten“, betont Sven Neuhaus. Um mehr Menschen diese Möglichkeit zu geben, hat er sich der Planet Society angeschlossen. „Das ist eine weltweite Organisation, in der sich Privatleute zusammengetan haben, um die Forschung im All zu fördern. Ich bin ziemlich neu dabei.“ Den Software-Entwickler reizen die technischen Möglichkeiten rund um Raketen und Raumstationen. „Inzwischen können schon Schülergruppen und Studenten Satelliten ins All schicken und das eröffnet neue Kommunikationsoptionen. Künftig könnte dadurch auch in entlegenen Regionen Afrikas schnelles Internet verfügbar sein.“ Ein solcher Satellitensatz zum Selberbauen soll auf der Maker Faire die Aufmerksamkeit der Besucher einfangen. „Der Prototyp war bereits im Weltraum. Das Ausklappen der riesigen Sonnensegel ist gelungen.“ Über dieses Projekt möchte Sven Neuhaus mit den Menschen ins Gespräch kommen. „Im vergangenen Jahr war ich mit meinen Kindern selbst als Besucher dort und ich denke, das ist der richtige Ort für diese Themen.“ Foto: Justus Neuhaus Foto: Ulrike Fischer Ulrike Fischer (64) schenkt Lieblingsstücken ein neues Leben. Das Shirt mit Flecken oder der Rock mit Loch baumeln nach ihrer Verwandlung ganz lässig über der Schulter oder am Handgelenk. „Der Recyclinggedanke ist mir wichtig. Wenn ich sehe, unter welchen Bedingungen Kleidung hergestellt wird, dann sollte sie nicht nur kurzfristig in Gebrauch sein“, betont die Dortmunderin. Sie bringt Nadel und Faden sowie eine Menge Ideen mit auf die Maker Faire, um Textilien in Taschenform wieder eine tragende Rolle zu geben. Dabei sollen die Besucher selbst Hand anlegen. „Mich hat gereizt, bei den Menschen das Interesse zu wecken, praktische Dinge selbst herzustellen – und das aus gebrauchtem Material.“ Den Stoff und möglichst auch die Nähmaschine sollten die Teilnehmer mitbringen, damit sie vor Ort die erste Naht setzen können. „Verschiedene Schnitte und Muster liegen bereit und ich bringe auch fertige Exemplare mit“, verspricht Ulrike Fischer. Als freischaffende Künstlerin hat sie Erfahrung mit Gemeinschaftsprojekten im öffentlichen Raum. Den bunten Schriftzug Nordstadt gestaltete sie mit Bürgern und ließ im Kollektiv eine Riesen-Beton-Bank als Platz im Leben entstehen. „Mir ist es immer wichtig, dass möglichst viele Menschen mitwirken können.“ Die Anregung zum allgemeinen Taschenatelier lieferte eine Veranstaltung gegen Plastik und Tüte. „Da ist mir die Idee gekommen und die passt gut in mein Umweltprojekt: ein bisschen die Welt retten.“ Eine bis zwei Stunden müssen die Mitmacher einplanen. Dann lässt sich das neue Stück aus altem Stoff getrost nach Hause tragen. facebook.com/wineandtaste

C O O L I B R I L O K A L Macher Jan Bunse (30) ist begeistert vom Tomatenfisch. Der hat weder rotes Fleisch, noch ist er ein Gemüse. Vielmehr steht das fabelhafte Wasserwesen für die besonders ressourcenschonende Aquaponik. Die Kreuzung aus Aquakultur und Hydroponik lässt Fleisch und Pflanzen in einem System wachsen. „Die Ausscheidungen der Fische verarbeiten spezielle Würmer und Bakterien zu Nährstoffen für die Pflanzen“, sagt Jan Bunse. Er sieht in dieser Art der Symbiose eine Chance, die Nitratbelastung durch den Gemüseanbau beispielsweise in Holland zu senken und die Nahrungsmittelproduktion nachhaltiger zu gestalten. „Denn wir essen nun einmal gerne tierisches Eiweiß. Das ist aber ökologisch nicht sinnvoll, denn für ein Kilo Rindfleisch braucht das Tier acht Kilo Futter, das auf einer Fläche angebaut wird, auf der andere Nahrungsmittel wachsen könnten.“ Der Fisch ist dagegen mit einem Kilo Nahrung für ein Kilo Wachstum weitaus effizienter. „Die Züchter in Norwegen haben jedoch Probleme mit dem hohen Nährstoffeintrag durch ihre Aquakulturen. Deshalb wäre es besser, sie an Land zu betreiben“, sagt Jan Bunse. Als Mitglied der Urbanisten hat er die Aquaponik in Kooperation mit der Fachhochschule Südwestfalen in kleinem Maßstab erforscht und versucht derzeit, sauerländische Landwirte von der Technik zu überzeugen. „Auf der Maker Faire stellen wir das System als Wachstumsinsel für den Heimanwender vor. Das ist natürlich nichts für einen alleine, aber einer Gemeinschaft könnte so eine Anlage Teil eines Urban-Gardening-Projektes sein.“ Im großen Stil ist die Idee auch schon erprobt. Reis und Fisch gedeihen im Süden Chinas bereits seit mehr als 1000 Jahren gemeinsam. „Dort liegt der Ursprung des Karpfens“, berichtet Jan Bunse. Auf der Maker Faire ist der Tomatenfisch ein Goldfisch, der mit Kräutern eine Lebensgemeinschaft bildet. Dominique Schroller Foto: Die Urbanisten KÜNSTLERHAUS DORTMUND Ohne Netz und doppelten Boden Über die Uneindeutigkeit von Bildern 4. März - 9. April 2017 Sebastian Bartel Christof John Katharina Maderthaner Christoph Westermeier www.kh-do.de 19

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