Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region
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März 2016 - coolibri Ruhrgebiet

C O O L I N A R I S C H

C O O L I N A R I S C H E S S E N Tolles Tapita Manchmal kommen noch Leute in das recht kleine Restaurant in Heisingen und wollen Tapas essen. Doch Dirk Hüttenmeyr, Patron und Chefkoch seit 2014, und sein wendiger Servicechef André Moré (RÜ-Fans altbekannt, etwa aus dem Plan B), haben anderes im Sinn als spanische Häppchen. Dirk Hüttenmeyr mag es marktfrisch. Foto: Tapita Hüttenmeyr bereitet in der klitzekleinen Küche als Solist eine marktfrische Küche, die vor allem mit mediterranen Akzenten beeindruckt. Das bildet sich schon in einer kleinen, wöchentlich wechselnden Karte ab, die Raffinesse verspricht, ohne sich in Chichi zu versteigen. Hüttenmeyr arbeitet sich an guten Produkten ab und versteht sich offenbar gut darin, diese in den Mittelpunkt zu rücken. Etwa bei der Vorspeise: Der „Ziegenfrischkäse unter der Nusskruste / Babyleaf“ (10,90 Euro) ist nicht einfach ein guter Käse, sondern ein tatsächlich richtig gut gereiftes Stück, das cremig-lässig mit den Nussaromen korrespondiert. Das Prachtstückchen liegt dabei auf dem toll angemachten jungen Pflücksalat, der ebenfalls mit sanften Nussaromen auftritt. 22 Es folgt – statt stattlicher Gerichte rund um Hirschrückenfilet, Maispoulardenbrust oder Forellenfilet als Konkurrenz – ein Teller mit „Ravioli mit Scampi und Jakobsmuschel gefüllt / Kräuterrahm“ (13,90 Euro), der ebenfalls von der Vorliebe für gute Produkte berichtet. Denn was sich in den zahlreichen Teigtaschen befindet, ist nicht ein undefinierter Brei aus den Meeresfrüchten, sondern ein durchaus sensorisch wahrnehmbarer Inhalt. Geschmacklich auszumachen sind so die speziellen Aromen, hier eine Mischung aus nussigen und frisch-salzigen Nuancen, die vom ansprechenden nicht nullachtfuffzehn Kräuterrahm schön flankiert werden. Edle Nudeln, ganz zweifellos. Dazu reicht der stets zur kulinarischen Plauderei aufgelegte André gute Weinempfehlungen oder auch das Bochumer Fiege Pils – hat doch der Chefkoch seine Ausbildung einstmals im Stammhaus Fiege begonnen. Ein Fazit: Ein sehr engagiert und liebevoll geführtes kleines Haus, dessen Stärke auch die kurzen Wege zwischen Gast, Service und Küche sind, neben einer sehr inspirierten Frischeküche mit nettem Preis-Leistungs-Verhältnis. Tapita: Petzelsberg 10, Essen, Mi–So 17–23.30 Uhr, 0201-49027361; tapita.de Tom Thelen

C O O L I N A R I S C H D O R T M U N D Über 900 feineWeine aus den schönsten Regionen erwarten Sie am Rheinufer! Dabei sein! 33,Düsseldorf bis 18 Uhr . Nico Arvanitis im Eléa Ein Grieche ohne Gyros Wer einmal bei Nico Arvanitis in seinem ehemaligen und gut beleumundeten Lokal Mediterranos in Oespel gegessen hat, erinnert sich sicherlich an die dicken, toll gebratenen Oktopus-Arme. Kein Gummi, saftiger Geschmack. Jetzt ist der Mann – und seine Frau Jolanta – wieder da und serviert im Eléa auf der Saarlandstraße, einem schönen unprätentiösen Eckladen (Ex-Staufeneck), wieder mediterrane, griechisch orientierte Frischeküche. Auf dem Bürgersteig sind mit beträchtlichem Renovier-Aufwand noch einige neue Plätze für den Sommer entstanden, ansonsten ist das Lokal für knapp 40 Gäste eher gemütlich und übersichtlich sortiert. Im Fokus seiner im Namen der Olive (Eléa heißt die Frucht, wie auch der Baum, wie auch die hier verwendete Ölmarke aus Lakonia) stehenden Küche finden sich vor allem die Mezedes, die griechischen Vorspeisen. Tolle Beispiele sind der frische Auberginen-Salat, die besagten traumhaften Kraken-Teile oder auch die kleinen, exzellent ausgesuchten Oliven. Man kann so langweilige Oliven servieren, Nico tut das nicht. Foto: Michael Alisch BIO-VEGANE SONDERFLÄCHE BIO FAIR REGIONAL Heldenmarkt MESSE FÜR NACHHALTIGEN KONSUM Von der durchaus zahlreichen benachbarten Konkurrenz hier im Saarlandstraßen-Kiez grenzt sich der Gastronom deutlich ab: kein Gyrosspieß, kein Akropolis-Fleischbergteller nirgends. Stattdessen kredenzt Nico feste große Garnelen, perfekten Pulpo und für die Fleischesser auch mal australisches Rind und klassisches Lammkarree. Und das dennoch zu moderaten Preisen (Vorspeisen 3 bis 7,50 Euro, Hauptgerichte ab 13 Euro). Gute Produkte, seien es eine aromatische Steinpilz-Pasta oder mit grünem Spargel und Parmesan veredelter Serrano-Schinken, müssen auch keinen hellenischen Reisepass vorzeigen, um hier auf der Karte zu stehen. Das ist richtige Küche, gutes Kochen, kein Fast Food. Auf zum Griechen!tt Eléa, Saarlandstraße 12, Dortmund, 0231-58982525, Di–So ab 17 Uhr; elea-dortmund.de 19./20. MÄRZ Jahrhunderthalle Bochum www.heldenmarkt.de 23

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