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Mai 2017 - coolibri Essen

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ESSEN E S S E N I N N E

ESSEN E S S E N I N N E N S T A D T E S S E N Bald könntensicheinige Garderobenleeren. 100 Kitas bedroht Das Ruhrbistumhat zunehmendSchwierigkeiten, dieKostenfür seine269 Kindertagesstättenzuschultern.Beschlossen istbereits,dass derBetrieb in zehn Einrichtungen biszum Sommer2018ausläuft.InEssen sind dieKitas St. Elisabethander Frohnhauser Straßesowie St. Michaelander Michaelstraßebetroffen.Langfristigkönntenjedochweitere 100Einrichtungenvon einerSchließungbedroht sein.„Welche dasseinwerden, dazu gibtesnochkeine konkreten Pläne.Bei diesem Schritt sind wir noch garnicht.DochunsereSituationist prekär und dasgehtauch anderenTrägernso“,betontSarahMayerals Kommunikationsbeauftragtedes Kita-ZweckverbandesimBistumEssen.Die finanzielleSchieflage resultiertdaraus,dassbei mehr als80Prozent derEinrichtungen,die Personal- undSachkostendie Erträgeaus deröffentlichen Finanzierung unddem gesetzlich festgeschriebenen Trägeranteil deutlich übersteigen.Zur Finanzierung desTrägeranteils stehtdem Kita-Zweckverbandaus KirchensteuermittelneinejährlicheFörderung in Höhevon rund 19,5 Millionen Euro zurVerfügung. Durch diezugeringbemessenenKindpauschalen ist derTrägeranteil lautZweckverbanddeutlich gestiegen. Eine qualifizierteBetreuungsei jedoch langfristignur möglich,wenndie Kommunen dieHälfte desTrägeranteils mitübernähmen.Es gebe bereitsentsprechende Gespräche,das Ergebnis ist allerdings ungewiss. ds Foto: Zweckverband Katholische Tageseinrichtungenfür Kinder imBistum Essen Nachhaltig undmobil dieStadt entdecken. Quirlige Flitzer Stattmit demAbgas-ausdünstenden Touribus lässt sich dieGrüneHauptstadt Europasnamens Essenauch umweltfreundlicher entdecken.Mit demSegwaynämlich!Die leicht futuristisch angehauchten Mobilitätsgarantenbewegensich durchintuitiveGewichtsverlagerung deseigenen Körpers undwerdenper Elektromotor angetrieben. AngebotenwerdenEntdeckungstourenzuden grünsten Spotsder City,die manimstromlinienförmigenSegway-Rudelansteuern kann.Die zweistündige Tour etwa startetmitteninder Innenstadt am Kennedyplatzund führt über das Thyssen-Krupp-Quartierund denKrupp-Park bis zurGrünen MitteamLimbecker Platz. Diedreistündige Tour startetderweil in EssenBorbeck undführt über denRadschnellweg Ruhr vorbei am Niederfeldseeund anderengrünen Flecken bisins urbaneSüdviertelmit Aalto Theaterund Philharmonie.AlleTourenwerdenvon Guides geführt,deren Vorträgeund Tippsübereinen Lautsprecher am Segwayverfolgtwerdenkönnen. Vorabgibtesnatürlich Einweisungen in dieFahrweiseund Funktionalität desCity-Flitzers.Übrigens:Einen Führerschein(mind. Mofa)muss auch ein Segwayfahrer vorzeigen können. vul Foto: WESTHEIDE Tours &Events Produzierendes Gewerbelegtzu. Spitzenreiter Essenist derSpitzenreiter unterden Ruhrgebietsstädten,wennesumdie Anzahl derMenschengeht, dieeiner sozialversicherungspflichtigenBeschäftigungnachgehen.238 374SV-Beschäftigte in Essen verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit im Juni 2016 – 2,1 Prozent mehr alsimVorjahreszeitraum. Damithat Essenseine Stellungals größterArbeitsplatzstandort im Ruhrgebiet weiter gefestigt, so die EssenerWirtschaftsförderung,die dieZahlen nunausgewertet hat. Mehr alsdie Hälfteder Menschen pendeltindie Stadt, um zu ihrer Arbeitstelle zu kommen.Auch hier stiegdie Zahl von2015auf 2016,und zwar um 2827 Einpendler. Vergleichsweisewenig Menschen pendeln aus derStadt heraus. Weit überNRW-Durchschnitt 82 Prozentder sozialversicherungspflichtigen ArbeitnehmerinEssen sind im Dienstleistungssektor beschäftigt, 17 Prozentverzeichnet das ProduzierendeGewerbeund legt damit5Prozent im VergleichzuJuni 2015 zu.Auch für Akademiker scheintdie Stadtimmer interessanter zu werden: In diesem Bereichstiegen dieBeschäftigtenzahlen vonJuni 2015 aufJuni 2016 um 5,3Prozent.Insgesamt haben 17 Prozent derBeschäftigteneinen akademischen Abschluss,damitliegt dieStadt weit über dem NRW-Durchschnitt. ei Foto: Christoph Fein, EWG NächsteTermine: 2-Stunden-Tour: 30.4.,28.5.,18.6.,9.7. 3-Stunden-Tour: 3.5.,23.5.,29.6.,20.7. 20

ESSEN Das Wort zum Sonntag Aufihreverkaufsoffenen Sonntage müssen die Essener vorerst verzichten. DasVerwaltungsgericht Gelsenkirchen hatdie geplantenverkaufsoffenen Sonntage in einem Beschlussvom 13. März gekippt. Wieesletztendlich um die sonntäglichen Shopping-Termine bestellt ist, muss dasGericht späterentscheiden. Marco Wilms hatmit Händlern in den Stadtteilen Borbeck und Werden über das Verbot gesprochen. BORBECK Nicole Gettler(49), MartinaMaas (60), jeweils Inhaberinnen undNachbarinnen Café Fleischlos & Stoffe Maas „Eswäre schön, wenn weiterhin verkaufsoffene Sonntage stattfindenkönnten. In Verbindung mitEventswärensie etwasBesonderesund die LeutehättenihrenSpaßdaran.Ambestenwäre es,wennsie wechselndinverschiedenen Stadtteilen stattfänden,damitdie Essenerauch mal andere Teileder Stadtkennenlernen.“ JoachimDörner(53), Inhaber Juwelier Kley „Ich bindazwiegespalten. Einerseits habeich eh eine Sechs-Tage-Wocheund binsonntags auch gernemal zuhause. Andererseits istdas auch eine guteWerbung für uns. Dererste Schritt war ja schon, dass in ganz Essendie verkaufsoffenen Sonntage zusammengelegtwurden, wodurchzuletztschon wenigerKundenkamen. Diekomplette Anschaffungist da nurder folgende Schritt.“ BirgitWirsdörfer(56), Inhaberin Second Hand & More „Ich finde dasnicht schlimm.Der Mensch kann vonmontags bissamstags, vonmorgens bis abends einkaufen,sodassman dieSonntage dafür nichtbraucht. Wasallerdingsschön wäre, sind Stadteilfeste,wie Weinfeste oder ähnliches,die auch Leutevon außerhalb nachBorbeck ziehen.“ WERDEN Stefanie Schilson (58), Angestellte Kröber & Co „Ich finde dasüberhauptnicht gut.Sonntags sind ganz andere Kunden unterwegsals unter derWoche,die entwederdirekt waskaufen, oder diesichauch einfachnur informieren, um dann an einemanderen Tagwiederzukommen undetwas zu kaufen.Generellist daseinegute Werbungfür dieGeschäfte. Werden kann sich präsentieren unddie Leutehaben dieZeitund Ruhe, sich alles anzuschauen.“ Dieter Freund (60), im Vorstand desWerdenerWerberings Stöbener Haushaltswaren „Verdi will Arbeitnehmerschützen,erreicht aber denGegenteiligenEffekt, weil siedie Leutezum Onlinekauftreiben,oderdafür sorgen,dassalle insAusland fahren, wo dieGeschäfteimmer geöffnet sind.DamitzerstörtVerdi letztendlich die Arbeitsplätzevor Ort. Wir, als Finanziers von Events,wie demWeihnachtsmarktoderdem Stoffmarkt,wollenauch davonprofitieren können, dass dieMenschendafür vonAußerhalb kommen.Mittlerweilehaben wir auch schon hunderte Unterschriften hier in Werden gesammelt, um dagegenvorzugehen.“ Claudia Soller (54), Inhaberin Blumen Werden „Jeder sollte seinen Ladenauflassen, wieer meint. Füruns lohnensichverkaufsoffene Sonntage nichtso. Fürden Stadtteilselbersind sieallerdingsnachhaltig, da wenigerdie Einheimischen,als Leutevon außerhalb kommen. Deshalb sollte auch jederdie Möglichkeithaben, beiEvents, wiedem Stoffmarkt aufzulassen. Derargumentierte Schutz derArbeitnehmer zähltindieserSituationauch nicht, weil zumeistdie Einzelhändler selbst im Ladenstehen undnicht derenAngestellte.“ 21 Fotos [6]: Marco Wilms

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