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Mai 2016 - coolibri Düsseldorf

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T H E M A V E R S C H I

T H E M A V E R S C H I E D E N E O R T E Gemeinsame Heimat Literatur Blickt man auf die Themen der Wuppertaler Literatur Biennale, mutet es fast wie eine Trilogie an. Auf „Freiheit“ 2012 und „Unterwegs nach Europa“ 2014 folgt ab 24. Mai „Utopie Heimat“. An insgesamt zwölf Tagen steht Wuppertal wieder ganz im Zeichen der Literatur. Große Namen und Nachwuchsautoren geben sich dabei wortreich die Klinke in die Hand. Wuppertaler Literatur Biennale: 24. Mai bis 4. Juni , verschiedene Orte, Wuppertal Popkulturelles mit Andreas Spechtl Foto: Veranstalter „Als die Entsćheidung für ‚Utopie Heimat‘ als Motto der Wuppertaler Literatur Biennale fiel, gab es noćh keine Flüćhtlingsströme und keine hektisćhen Diskussionen darüber, wem welćhe Heimat gehört und wem nićht“, sagt der Wuppertaler Kulturdezernent Matthias Noćke. „Die Entwićklung rund um die Flüćhtlingskrise in Deutsćhland gibt der Wuppertaler Literatur Biennale allerdings hohe Aktualität.“ So wundert es aućh nićht, dass sićh einige der gut 150 Einsendungen zur Teilnahme an der Biennale-Aussćhreibung mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Der mit 3000 Euro dotierte Literaturpreis ist begehrt und aus dem gesamten deutsćhspraćhigen Raum haben sićh Autoren beteiligt. Verliehen wird der Preis am 29. Mai im Café Ada. Der Hauptpreis geht 2016 an Stefan Ferdinand Etgeton für seine Gesćhićhte „Gestern die Welt gestern“. Die Förderpreise von je 1000 Euro haben Yannić Han Biao Federer für „Frank ist tot“ und Helene Bukowski für „Als das Wasser kam“ gewonnen. Die Preisträger werden zur Verleihung anreisen, ihre Texte finden sićh zudem in der aktuellen Ausgabe der Literaturzeitsćhrift Karussell 24 wieder, die zur Biennale ersćheinen wird. Dort sind sie unter anderem von namhaften Kollegen umgeben: „Überhundert Autoren sind unserer Einladunggefolgt und haben das Themaaus untersćhiedlićhsten Blićkwinkeln beleućhtet“, heißt es aus der Karussell-Redaktion. Mit Lesungen, Gespräćhen und Musik wird die neue Karussell-Ausgabe am 27.5. im Café Ada vorgestellt. Orte für Worte Die erwähnten Veranstaltungen sind nur zwei in einem über 30 Punkte umfassenden Programm, das Wuppertal vom 24. Mai bis 4. Juni ins literarisćhe Lićht rüćkt. Zur Eröffnung geht es im Barmer Bahnhof gleićh hoćhkarätig zu: Unter dem Titel „Pop, Politik und Paranoia“ liest Frank Witzel aus „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durćh einen manisćh-depressiven Teenager im Sommer 1969“. Witzel, der 2015 für diesen Roman den Deutsćhen Bućhpreis verliehen bekommen hat, gelingt es laut Ankündigung, „in dieser groß angelegten Rekonstruktion des nur in Ahnungen noćh existenten alten Westens, ein Spiegelkabinett der Gesćhićhte im

T H E M A Kopf eines Heranwaćhsenden zu errićhten.“ Ein weiterer großer Name lautet Jenny Erpenbeck. Am 25.5. liest sie im Barmer Bahnhof aus „Gehen, ging, gegangen“. Mit dieser Gesćhićhte stand sie im vergangenen Jahr auf der Shortlist des Deutsćhen Bućhpreises. Namhaft geht es mit Katharina Hacker und Sasa Stanisic am gleićhen Abend noćh zwei Mal zu – das allerdings zur gleićhen Uhrzeit. Wenn man an der Biennale irgendetwas nićht so gelungen finden kann, dann sind es sićher diese Dopplungen, die es Protagonisten und aućh Publikum nićht leićhter maćhen. Am 26.5. finden ebenfalls wieder drei Veranstaltungen parallel statt – wenn aućh untersćhiedlićhster Natur: Eine Lesung plus Konzert von Konrad Beikircher; eine Lesung mit Ulrich Peltzer; der Themen-Slam „Utopie-Poetry“ mit u. a. dem Deutsćhen Meister Jan-Philipp Zymny. Prosa, Pop und Poesie Sćhriftsteller Michael Zeller hat für das Biennale-Programmheft einen Text zur ukrainisćhen Literatur der Gegenwart verfasst. Dieser mündet in die kurze Vorstellung zweier Biennale-Teilnehmer, deren Veranstaltungen Mićhael Zeller moderieren wird. „Juri Andrućhowytsćh ist seit 2003 dem deutsćhen Lesepublikum ein Begriff. Mit dem Essayband ‚Das letzte Territorium‘ legte er damals die geistig-politisćhe Vermessung einer Region vor, der hierzulande weitgehend unbekannten Ukraine.“ Am 27.5. liest er im Begegnungszentrum der Caritas aus „Lexikon der intimen Städte“. Und dann ist da noćh Serhij Zhadan. Er liest im Sommerloćh aus seinem aktuellen Prosaband „Mesopotamien“; außerdem tritt er im Ansćhluss mit seiner Ska-Band Sobaky v kosmosi auf. Musikalisćh wird es aućh bei der Veranstaltung mit Andreas Spechtl im Klub auf der Gathe zugehen. Am 3. Juni erzählt und spielt der Sänger der Band Ja, Panik. Im Gespräćh mit Pophistoriker Uwe Sćhütte gibt er Einblićke in seine Texte. Popkulturell geht es aber sćhon zwei Stunden vorher am gleićhen Ort zu: Jochen Rausch liest aus „Im Taxi – Eine Deutsćhlandreise“, Charles Petersohn vertont mit sphärisćhen Sounds. Und noćh eine Veranstaltung fällt sićher in den Bereićh Popkultur: Am 30. Mai liest in Utopiastadt Selim Özdogan aus „Wieso Heimat, ićh wohne hier zur Miete“. Die im Rahmen von 1 Live Klubbing stattfindende Lesung wird von Mike Litt moderiert. Utopie Heimat Neben vielen weiteren, eher klassisćhen Leseformaten mit Norbert Scheuer, Helim Yusiv, Matthias Nawrat, Navid Kermani, Reinhard Jirgl, Durs Grünbein und Andreas Maier beinhaltet das Programm aućh noćh Filme des Medienprojektes, einen lyrisćhen Dialog zwisćhen Marcel Beyer und Lutz Seiler und einen Film über Hanna Marron von Anne Linsel. Außerdem Dialog-Szenen der GEDOK im Opernhaus, eine Lesung mit Aussićht aus der 19. Etage des Sparkassen-Turms, Blićke auf das volkstümlićhe Genre Heimatroman, eine Musik-Wort-Veranstaltung mit Namen wie Nina Hoger und Ron Williams, sowie eine multimediale Ausstellung der Armin-T.-Wegner- Gesellsćhaft. Und dann ist da noćh etwas, das aućh noćh mal sehr nah am Thema „Utopie Heimat“ spielt: Der in Wuppertal lebende Theaterregisseur, Autor und Musiker Torsten Krug, der aućh mit Katrina Sćhulz die „Literatur auf der Insel“ am 3.6. moderieren wird – zu Gast im Café Ada ist dann Marića Bodrožić–, ist am 29.5. Teil einer szenisćhen Lesung im Theater am Engelsgarten. „Seit Oktober 2015 sind syrisćhe Flüćhtlinge einmal im Monat der Einladung der Wuppertaler Bühnen und der Initiative ‚In unserer Mitte‘ gefolgt, um mit den Autoren Christiane Gibieć, Dieter Jandt, Torsten Krug, Dorothea Müller, Sibyl Quinke und Hermann Sćhulz zu arbeiten“, heißt es dazu. „In dieser Sćhreibwerkstatt bekamen sie Gelegenheit, ihre Gesćhićhten von ihrer Heimat, von Vertreibung, Flućht und vom Aufenthalt in Deutsćhland aufzuzeićhnen. Entstanden ist über die Monate ein Panorama erzählter Sćhićksale und bewegender Zeugnisse.“ Im Ansćhluss an die szenisćhe Lesung diskutieren auf dem Podium die sećhs Autoren gemeinsam mit Vertretern aus dem Kreis der syrisćhen Flüćhtlinge und Helge Lindh (Integrationsrat der Stadt Wuppertal). Jörg Degenkolb-Degerli Jubiläums-Mai-Angebot ghd eclipse Styler statt 245,- jetzt: 180.- E Nur im Mai und solange der Vorrat reicht. Calvinstraße 21 42103 Wuppertal frisuren-roentgen@web.de wellness für´s haar mit: ghd Sassoon Sebastian Wella 5.-8. Mai 2016 Schloss Lüntenbeck Workshops, Kinderwerkstatt, Modenschau Öffnungszeiten: 11–18 Uhr Eintritt: 5 €, Dauerkarte: 8 €, Kinder bis 12 Jahre frei Anfahrt und Parken: www.schloss-luentenbeck.de Schloss Lüntenbeck 25

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