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Lust auf Familie - Tipps für Dortmund

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ALTERNDE GESELLSCHAFTEN

ALTERNDE GESELLSCHAFTEN Altern als Chance 26 Schlaglöcher für Kinder. ? www.schutzgemeinschaft-fluglaerm.de HöhereLebenserwartung und sinkendeGeburtenzahlen, der demografischeWandelbeschäftigtschonlänger diedeutsche Politikund Gesellschaft.Die TU Dortmund bietet einen Masterstudiengangan, der sich speziell mitFragestellungen alternder Gesellschaften auseinandersetzt. „EgalwelcheZahlen mannimmt,wir altern undwir altern schnell“,sagtDr. MartinaBrandt, Professorin am Lehrstuhl für Sozialstruktur undSoziologiealternder Gesellschaftenander TU Dortmund.Ein vonder BundesregierunginAuftraggegebenesGutachten aus demJahr 2011 geht etwa davonaus,dass2060bereits jederdritteDeutscheüber65Jahre altsein wird. „Wir sprechen in demZusammenhang auch vom‚3-fachen Altern‘“, erklärt Brandt.Essteigenicht nurdie absoluteZahl ältererMenschen, sondernebensoihr relativer Anteil bezogenauf dieGesamtbevölkerung. Zusätzlich habesichdie Anzahl Hochaltriger,alsoMenschenab80Jahren oder älter, in denletzten Jahrenbesonders stark erhöht.Das alles stellt eine Gesellschaftvor neue Herausforderungen. Der demografische Wandel ist keine Katastrophe DieDozentinwarnt aber vorSchwarzmalerei:„Ichsageimmer,esgibtkein schlechtes Wetter,esgibtnur schlechteKleidung. Wirhaben es in der Hand,uns gut aufdie sich vollziehendenVeränderungen vorzubereiten. Ersteinmal istesdocheinetolle Entwicklung, dass wir alleimmer älter werden.“ ZurzeitentstündeneineVielzahlvon Angeboteninder Familienpflege,der Quartiersarbeitund im Bereichdes Ehrenamts. „Einschränkendmussman aber sagen, dass wir im Moment noch derdemografischenEntwicklunghinterherlaufen.“ Umso wichtigersei es jungeMenschenzuFachleutenindiesemGebietauszubilden.Menschen, diesich mitden sozialen,ökonomischen undgesundheitlichen Folgen desdemografischen Wandelsbeschäftigen undsichFragenstellen wie: WiemüssensichGesundheitssystemeverändern?Wie kann dieArbeits-und Erwerbsfähigkeitauch im hohenAlter sichergestellt werden?Und wiemüssenNetzwerke beschaffen sein,damitauch ältere Menschen weiter am sozialen Lebenteilhaben können?Der Masterstudiengang„Alternde Gesellschaften“ an derTU-Dortmundsetzt genau an dieser Stelle an.Erist etwasBesonderes: Deutschlandweitgibtesweniger als einDutzendsozio-gerontologischer Studiengänge.„In derCommunity derGerontologen sind wir bekannt, in derÖffentlichkeitwohleherweniger“, meintdie Institutsleiterin. Studienwunsch Gerontologie Doch wiekommt manals junger Mensch darauf,Gerontologiezustudieren? „Vielleichtliegt es daran, dass icheinen Großteil meiner Kindheitbei meiner Omaverbracht habe, weil meineMutterberufstätig war“, meintder Student BastianRuess lächelnd. „Ich verbringe einfachgerne Zeit mitälterenMenschen.“Der 26-Jährige istinder Fachschaft aktiv, dieerstseit demWintersemester2015besteht.„Unswar aufgefallen,dasszwischen

ALTERNDE GESELLSCHAFTEN Jannick Meyer undBastian Ruess(v. l.)von derFachschaft deneinzelnen Jahrgängengar keinKontakt bestand, daswollten wir gerne ändern.“ DieFachschaftleistet Öffentlichkeitsarbeit, hilft beiProblemenund organisiert AusflügezuTagungenund Kongressen.„Unsgehtes vorallem darum, denZusammenhalt untereinanderzustärken.“ Senioren und das Internet Der27-jährige Jannick Meyerschreibtgeradeseine Masterthesis über das Internetnutzungsverhaltenvon Senioren in Europa.„Das Internet wird auch für ältere Menschen zunehmendwichtiger,egalobBehördenangelegenheitenzuklärensindoderEinkäufeerledigtwerdenmüssen. Außerdemwirdesimmer mehr zumKommunikationsmittel zwischen denGenerationen,wennz.B.Großelternmit ihren EnkelnüberSkype Kontakt halten.“Der Student wertet statistischerhobeneDaten aus,umherauszufinden, wieältereMenscheninEuropamit demInternetumgehen undobes Unterschiede zwischen deneinzelnen Länderngibt. BastianRuess interessiertsichhingegenbesonders fürden BereichWissensmanagement. „InvielenUnternehmen liegtder Altersdurchschnitt derArbeitnehmerbei Ende 40.Mir geht es speziell um dieFrage,wie mandas Wissen dieser Menschen in Unternehmenhaltenkann,wennsie selbst einmal in Rente gehen.“Das Problemhättenmittlerweilenicht nurgroße,sondern auch mittlere undkleineBetriebeerkannt. „Esgibtjetzt vermehrt Mentorenprogramme, in denenältereArbeitnehmerihr Erfahrungswissenandie Jüngerenweitergeben.“ Berufsaussichten DerStudiengang„Alternde Gesellschaften“ qualifiziert für ganz unterschiedlicheBerufsfelder: Ob Leitungsposition in einemSeniorenheim, ein Posten in derPersonalabteilungoderReferentenstellen beiEinrichtungen undVerbänden,die Möglichkeitenfür Absolventensindauch außerhalb derForschung vielfältig. „Wir organisierengeradeein Seminar,bei dem Ehemalige vonihrerBerufspraxis berichten. EinAbsolvent arbeitetjetzt z. B. im BereichQuartiersmanagement.Erbeschäftigtsichdamit, wieStadtviertelauch für Ältereattraktiv gestaltetwerdenkönnen“, erzähltBastian Ruess. „Insgesamt glaubeich,dasswir als Sozialwissenschaftler schon gut aufgestelltsind.“ Aufdem Sommerfest derTU-Dortmund am 6. Juli wirddie Fachschaft wiedermit einemCrêpes-Stand vorOrt sein undneben kostengünstigen Köstlichkeiten auch ausführliche Infos an alle Interessierten verteilen. Lina Niermann Foto: Lina Niermann Premium-Asphalt für Airlines. Eine halbeMilliarde Euro Sie können sich wehren. Mitder Schutzgemeinschaft Fluglärm Dortmund / Kreis Unna e.V. haben die Dortmunder bisher "investiert". Bürgerinnen und Bürger www. schutzgemeinschaft-fluglaerm.de 27

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