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Lust auf Familie - Tipps für Dortmund

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AUXILIUM RELOADED

AUXILIUM RELOADED DieKiste flimmertschon seitunzähligen Stunden: Sohnemann sitzt vor seinemLieblingscomputerspiel.Ist es Suchtoder nur Freizeitbeschäftigung? Undwie können Eltern das eine vom anderen unterscheiden? Dashat Irmine Estermann Magnus Hofmann gefragt. DerDiplom-Psychologeist Therapeut bei Auxilium Reloaded, einer Facheinrichtung, dieJugendlichen mit riskantem Medienverhalten hilft. Mehr als nur ein Spiel Weroft undlange zockt kann süchtig sein -muss aber nicht. Foto: Fotolia_REDPIXEL Wie definieren Sie riskantes Medienverhalten? Im Grunde bedeutet das, dass einMedium eine großeRolle beiproblematischemVerhalten spielt. Wenn zumBeispielwichtigeDinge im realen LebenkeinenPlatzmehrfindenund sich alles einemComputerspiel unterordnen muss. Wirarbeitenallerdingsso, dass wir dann gemeinsammit demBetroffenen eine Diagnose findenund nichtnachfestenDiagnosemerkmalen gehen. Menschen dieeinen riskanten Medienkonsum haben, ordnen vieleDinge desLebensdem eigenen Medienverhalten unterund nehmen damitnegativeKonsequenzeninKauf. Es gibtDiagnosekriterien, jedoch noch keine klar definierteKrankheit. Zudemwurdendiese nichtfür Kinderund Jugendlicheentwickelt, so dass siefür unsnur eine Orientierungshilfeseinkönnen.Bei unsererArbeitgehtesdarum,mit unserenBewohnerngemeinsam Strategien für ihre Schwierigkeitenzuentwickeln undsie somitwiederzurückindie Realität zu begleiten. Wiekann es passieren, dassein Computerspiel so eine übergeordnete Rolle im Leben einnimmt? Anfällig dafür sind klassischerweise Jugendliche, diebereits Schwierigkeiteninder Realität haben.Spielebietenihnen vieles,was sieinder realen Welt nichterreichenkönnen.Deshalb werden sieimmer wichtiger. Bisirgendwann alles Andere links liegengelassenwird. Manchmal sind es auch Konflikteinder Familieoderinder Schule,derer sienicht mehr Herrwerden. Dann flüchten siesichins Spiel. DieSpieleholen denSpieler am Anfang sehr freundlich ab undheißenden Neuankömmling willkommen: Es gibtzum Beispiel einTutorial, dasdie Regeln erklärt,das gibtesimrealen Lebennicht.Grundsätzlicher Unterschiedzur Realität ist, dass manvon vornherein schnellbelohnt undfür seineErfolge gefeiertwird, auch von anderenSpielern. Warumist es fürsie so schwer,das Spieleinfachauszumachen? Unsere Bewohner erzählen oft, dass siezwar gernemit demSpiel aufhörenwürden, es aber nichtkönnen.Sie haben nichts anderesmehr. Die Freundesindweg,zuHausegibteswenig InteresseanihremMedienverhalten.Inder Schule gibt‘skomischeFragen, weil manöfter malgeschwänzt hat. Zudemhaben sieden Eindruck,dasssichMitschülerumsie herumschneller undbesserentwickeln, bessereNoten schreiben,eine 14 Ausbildungfinden.,Freunde haben.Aus dieser Unsicherheit wirddann Angst. Siehaben keineLustmehrauf dieRealität.Ander Stelle setztunsere Arbeitan. Worauf müssen Eltern achten,wennsie vermuten,dassein Risikovorliegt? Das lässt sich pauschal nichtbeantworten.Wennjemand40Stundenpro Wocheein Computerspielspielt, dann istdas viel,mussaberkeine Sucht sein.Esist ok,solange dieRealität noch PlatzinseinemLeben hat. Für unsfängt es damitan, wenn dasSpiel demAlltagvorgezogenwirdund sich alles andere unterordnenmuss. Wenn alsodas InteresseanlangjährigenHobbysplötzlich verschwindetund sozialeKontakteeinschlafen. DieKörperhygiene lässt nach, häufige Übermüdungkann einHinweis sein genau wieein starkes Desinteresse an derSchule. Was können Eltern machen, wenn sie sich unsicher sind? Das Allerwichtigste ist, sich mitdem Spielauseinanderzusetzen undherauszufinden, warum es für dasKindwichtig ist, sich damitzubeschäftigen. Unsere Erfahrungenhaben gezeigt, dass Kindersichhäufig freuen, wenn Eltern einInteresse am Lieblingsspielhaben.Computerspielekönnenjaauch positive Aspektehaben: ZumBeispielkönnen siedurch gemeinsamesSpielen dieTeamfähigkeitfördern,ebensofördern manche dasstrategischeDenken unddie Reaktionsfähigkeit. Eltern solltenihren Kindern auch Alternativen zu demSpiel anbieten, wenn sieeineGefährdung sehen. Siekönnen auch einfachbei unsanrufen.Ich würde davon abraten, demKindden Computer zumBeispielwegzunehmen.Esgab bereitsFälle, wo es aus diesem GrundSuizidversuchegab. WaskönnenElternpräventiv machen? Ichpersönlich würde sagen, dass Kinderbis acht Jahrennur dosiertmit Medien umgehensollten.Sie sind dann in einerEntwicklungsphase, die vorallem über sozialeKontaktelaufen sollte. Da gehenaberdie Meinungenauseinander,dennjedes Kindentwickeltsichanders. Gutist es,früh Regeln aufzustellen.KeinSmartphone am Esstisch,abendswirdesganz ausgemacht,generellbegrenzte Zeiten für Medienkonsum.Die Eltern müssensichallerdingsauch selbst an dieseRegeln halten.

ADVERTORIAL 150 Jahre Bethel –20Jahre Bethel inDortmund Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel werden in diesem 150 Jahre alt. Das Motto „150 Jahre Bethel – Für Menschen da sein“ fasst alles zusammen, was Bethel ausmacht, wofür es 1867 gegründet wurde und wofür auch heute alle in Bethel arbeiten. Dahinter steht klar der christliche Auftrag zur Nächstenliebe. Die erste Einrichtung Bethels in Dortmund, die für Menschen mit Behinderung ein Wohnangebot und ein Beschäftigungsangebot unter einem Dach vereint, wurde 1997 – vor 20 Jahren - im Stadtteil Berghofen eröffnet. Heute unterhält der Stiftungsbereich Bethel.regional in Dortmund 16 stationäre und ambulante Einrichtungen und Dienste für Menschen mit geistigen Behinderungen, psychischen Erkrankungen und erworbenen Hirnschädigungen, weitere sind inPlanung. Im stationären Hospiz AmOstpark erfahren sterbende Menschen ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt. Im Ambulant oder Intensiv Betreuten Wohnen bietet Bethel.regional Menschen auch mit hohem oder besonderem Assistenzbedarf die Möglichkeit zum Wohnen in der eigenen Wohnung. In der Region Ruhrgebiet|Dortmund ist Bethel.regional über Dortmund hinaus inden Kreisen Unna, Recklinghausen, Münster und Warendorf und bald auch in Herne und Gelsenkirchen vertreten. Kontakt: Regionalleitung Ruhrgebiet|Dortmund Von-der-Tann-Straße 38, 44143 Dortmund Telefon: 0231 534250-116 www.bethel-regional.de 15

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