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Juni 2017 - coolibri Düsseldorf und Wuppertal

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THEMA Theater mit Hirn D

THEMA Theater mit Hirn D Ü S S E L D O R F Bekanntfür starke Bildermit Musik: subbotnik Foto: Rolf Arnold DiedreiTausendsassasvom Theaterkollektiv subbotnik habenwiederzugeschlagen-und diesmal geht es ansEingemachte. Basierend aufeinem 2015 erschienenen Text vonKarlOve Knausgaard erzählt das Trio die Geschichte einerGehirn-Operation,bei derder Patientbei vollem Bewusstsein ist. 14 „The Terrible Beauty of Brain Surgery“–so heißt derText, aufdem dasneue Stückvon Kornelius Heidebrecht, Oleg Zhukov undMartinKlöpfer „Keepthe wolf from thedoor“ basiert. DernorwegischeSchriftstellerKnausgaardbegleitete denenglischen Arzt Henry MarshnachAlbanien,umbei besagter OP dabeizusein. SeineErlebnisse hielterinseinemArtikel fest.„In dem Text gibtesviele Elemente,die wir spannend fanden“, erklärt Oleg Zhukov.Zum Beispiel der Moment,indem derPatient aufdie OP vorbereitetwirdund dann,bei vollem Bewusstsein, die Nachtmit aufgeschnittener Schädeldeckeverbringt.„Da istnur derMensch, derNachtssich selbst,seinen Ängsten,Gedanken undWünschenüberlassenist,ohnezuwissen, wieder morgigeTag ausgeht.“ OP und Poesie DieEindrücke,die derSchriftstellerschildert, übersetztsubbotnikingesprochenesWortund –natürlich –Musik. Begleitetvon Cembalo, Klavier,Theremin (eineArt elektrischeHarfe)und Gesang kreiert dasdeutsch-russisch-ukrainische Kollektiveinmal mehr einenpoetischen Theaterabend.„DerSchriftstellerbekommt die Gelegenheit, in dasmenschlicheHirnzuschauen underlebtesals eine ArtLandschaft, einen Ort“, erzähltZhukov. „Knausgaardbeschreibt diesen Ortals dasSchönste, daserjegesehen hat.“Gleichzeitigstellesichdie FragenachEthik undMoral: „Washat einAutor beieiner OP zu suchen?Wie weit geht manauf derSuche nacheinerGeschichte?“fragt Zhukov.subbotnikladen dieZuschauer ein, dieser Operationinder theatralischen Übersetzungbeizuwohnen,sichdiese Fragen selbst zu stellen. Im UnterschiedzuvorangegangenenProduktionenlag denKünstlern diesmalein Text vor, demsie durchaus kritisch gegenüberstehen.„Gerade aber dieseMischung aus Faszination, dieder Text in seiner eigentümlichen Poesie undliterarischen Kraftbietetund dieFrage nachIdentifikationmit derHauptfigur undder ethischen Vertretbarkeitdes Essays war derPunkt,der unsfaszinierte“,berichtet Zhukov. toc Keep thewolffromthe door:14.,20.+21.6. (20Uhr) FFT Juta, Düsseldorf; fft-duesseldorf.de

SZENE D Ü S S E L D O R F BarbaraKempnich,Bahnhofsmission Düsseldorf Rund ums Viertel DasSpezialgebiet desKünstlers Markus Ambachist es,sichmit Orten auseinanderzusetzen.Sie zu erforschen undMöglichkeitenaufzuzeigen. So auch beim Projekt„vonfremden ländern in eigenenstädten“. DasbietetabJuninicht nurspannende Rundgänge -esfungiertauchals Introfür ein großes künstlerisches Vorhaben im kommenden Jahr. Foto: MAP -Markus Ambach Projekte „Ein paar Leute, dieProblememachen, gibtesjaüberall“,sagtAmbach, wenn er über dassogenannte Maghreb-Viertel an derEllerstraße spricht. Selbiges hatteAnfang2016imZugeder Ermittlungenzur Kölner Silvesternacht negative medialeAufmerksamkeiterlangt.EngagierteAkteure und allerleifeine Orte findensichrundumden Hauptbahnhof aber zurGenüge. Undgenau daswollender Künstler, sein Team undmittlerweileeineganze „Akteursgemeinschaft“, bestehendaus Bewohnern, Kulturschaffenden undViertelliebhabern, zeigen. „Den Bahnhof alseine ArtKulturbogen entwickeln“ Kunstund Stadtnäher aneinander zu rücken,steht seit jeherauf AmbachsAgenda. 2016 führteerimZuge dessen Gespräche mitdem ehemaligenPlanungsdezernenten der Stadt, Gregor Bonin:„Wirhaben darüber nachgedacht,den Bahnhofals eine ArtKulturbogen zu entwickeln“,erzählter. DiePlänesindinzwischen konkret geworden:2018 wirdeinegroße Ausstellungmit demTitel „von fremdenländern in eigenen städten“ stattfinden, gerahmt vonKulturveranstaltungen derdortansässigenMitveranstalter tanzhaus NRW,FFT und Filmwerkstatt.Ort desGeschehens: einmal um denBahnhof herum. Eine öffentlicheForschungsphase findetbereits ab dem23. Juni statt, sozusagenals „Prolog“,soAmbach. „ImWesentlichen istesein Programm mit Stadtführungen.Bevor dieAusstellungstartet,zeigen wir denMenschen aus Düsseldorfihr eigenes Stadtviertel.“ Ausflügeins Rotlichtmilieu, „das keinesist“, so derKünstler, sind im Sommer ebenso geplantwie einTortenessen vorder griechischen Konditorei Byzantio aufder Bismarckstraße.StarkeFrauenwie BarbaraKempnich(Foto)gewährenam26. Juli einenEinblick in dieArbeitder Bahnhofsmission. Manuel Graf gibtaußerdemeinen Ausblickauf 2018.Dann lässt derKünstlerauf demBertha-von Suttner-PlatzProjektionenarabischerTempelentstehen.Für alle Führungenempfiehlt sich eine frühzeitigeAnmeldung. DieTeilnehmerzahl istbegrenzt. NaB; von fremden ländern in eigenen städten: 23.6.-9.8. Bahnhofsviertel, Düsseldorf; vonfremdenlaendern.de STURMFREIE BUDE DÜSSELDORF DEINE KREATIVE MEETINGLOCATION IN NRW MIETE DIR DEINEN KREATIVEN FREIRAUM FÜR: Workshops, Seminare, Tagungen, Konferenzen, PR-Events, Fotoshootings und/oder private Anlässe von 5 - 100 Personen. Mail: christina@budenfreunde.de Tel: 0157 / 377 36 176 15

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