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Juli 2021 - coolibri

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T H E M A Den richtigen

T H E M A Den richtigen Abdruck hinterlassen Fotos (3): Christian Ohm Dass dieUmwelt geschontwerden muss,sollte so langsam beijede:rWeltmitbewohner:in angekommen sein. Dass es wichtigist, auf Mitmenschen zu achten und ihnen daszugönnen, wasihnenzusteht,ebenso. Doch in einigenBereichen istdas längst kein Standardund noch wenigereineSelbstverständlichkeit. Besondersbei Kleidungwirdzuhäufig Schmu betrieben. Christian Ohm und seine Frau setzenein Zeichen hinsichtlich Sneakern–und zwar mit demersteneuropaweiten Storemit ausschließlich nachhaltigen und fair hergestellten Tretern. Christopher Filipecki hatmit dem Storemanager von„Sneakers Unplugged“ gesprochen. Circa150 PaarSchuhebefindensichindem kleinen, schicken KölnerLädchen.Christian undseine Frau Reya haben ihn selbst eingerichtet –natürlich so gut es geht aus recyceltem Material.Seitletztem Sommer ist derShop online,einige Warenkonnten schon in kleinenPartnergeschäftenandie Kund:innen gebracht werden.Dochnun istseitwenigen Wochen daseigeneGeschäftfertig. Eigentlich kommt dasEhepaar aus Düsseldorf, siehtaberinKölneinfach größeresPotenzial beim Zielpublikum. Undauf dieTatsache, dass es auch in Weltmetropolen wieLondon, Paris oder Berlin keinen vergleichbarenShop gibt, dersichsospezialisiert, sind beideziemlichstolz. Einmutiger Schritt in einerschwierigenZeit. Doch gerade dasAnfassen derSchuheist vonBedeutung,so Christian.Dennwer weiß schon,wie sich dasnächste Paar, dasman an denFüßenträgt,wohlanfühlt, wenn es aus MaisabfällenoderKaktuslederhergestellt wurde undApplikationenaus Ananasblattfasernbesitzt? EinErlebnis, wovon mansichselbst einBildmachensollte. Alle drei RohstoffesindhochimTrend,was nachhaltigeSchuheangeht. DieWenigsten wissenwohl, dass daraus überhauptSchuhegeformt werden können. Doch Christian kenntsichhervorragend in seinem Metier aus.Alleseine Paare sind chemiefrei, 80 Prozent 8 Bei"Sneakers Unplugged"spielen Styleund Nachhaltigkeit eine gleichwertigeRolle. sogarvegan.Erkennt vonall seinen angebotenenModellenaus 13 unterschiedlichen Marken –zweiweitere plus Kinderschuhekommendemnächst dazu –nicht nurdas Material,sondern auch dieSitze derLabels unddie Produktionsländer. So kommen einige Marken aus Schweden,Kalifornien oder Spanien,die zwei StartupsEkn undGenesis sogaraus Deutschland; dieProduktionhingegen findetinPortugal, Vietnam undChinastatt,aberstets in zertifiziertenFabriken,indenen die Mitarbeiter:innen in einemsicherenUmfeld im Vergleichzuden typischengroßenNamen teilsdas Fünffacheverdienen undrecyceltesWasserverwendet wird.Transportiert wirdübrigensper Zugund nichtper SchiffoderFlugzeug. Wernun an ökologische, reformhausartige undgleichzeitigarg altbackeneLatschendenkt,kann seineVorurteilenachwenigen SekundenüberBordwerfen. „Wir sehenden Zugang im Stil“,soder Inhaber.Dennjedes noch so umweltfreundlichePaarSchuh findet höchstensineiner überschaubar großen Szeneseine:n Kund:in, solange es einfachnicht trendy aussieht.„Sneakers Unplugged“möchteaberdie breite Masseansprechenund eine Alternativefür Studierende, Hipster, Businessleuteund Ökologisch-Bewusstesein. Qualitativtut sich im Ver-

T H E M A gleich zu großen Marken nichtviel, denn selbstverständlichdurchlaufen dieSchuheebensoBelastbarkeitstests wieübliche Treter.Welches Material sich aufDauer durchsetzt, zeigtdie Zeit.„WirstehenamAnfangeiner kleinenRevolution“,sagtChristian scherzhaft unddochmit ernster, zukunftsorientierterMessage. Er hofft, dass in einigenJahrenLäden wieseinerkeine Seltenheit mehr sind.Verrückterweiseunterscheidet sich sogar derPreis kaum vonanderen aktuellen Modellen dergängigenBrands– denn wasdie fair gehandeltenSchuhemehranMaterialien,Produktionskosten undTransportwegenkosten, kosten sieumsoweniger an Werbung undMarketing. Christian stehtmit denGründer:innen stetsimKontakt. „Den Labels geht es darum, etwasGutes für dieWeltzutun undnicht einfach nurKohle zu machen“, weiß er –und werkann schon gegenein dermaßen wohltuendesKonzept sein,das nichteinfachauf GreenWashing macht,sondern tatsächlich Greenist? Denn Nachhaltigkeitist mehr alsvegan.Nachhaltigkeitzieht sich durch sämtlicheStationen,die derSchuh vomRohstoff biszuden Endverbraucher:innendurchläuft. Christian undReyastehenhinterihren Produkten. Schuhe,die mangerne trägt undseinenKolleg:innen, Freund:innenwie Kindern weiterzeigt. Christian&Reya Ohm 26.06.-17.10.21 Studio 54: Night Magic Dortmunder U Die glamouröse Geschichte der berühmtesten New Yorker Discothek aller Zeiten. Diversity und sexuelle Toleranz treffen auf Stars, Styles und Dekadenz im1970er Discobeat. Jetzt Tickets sichern! studio54.dortmunder-u.de Anton Perich (American, born Croatia, 1945). Karen Bjornson at Studio 54, 1978. Gelatin silver photograph, 20 x24in. (50.8 x61cm). Courtesy of the artist. ©Anton Perich EINE AUSSTELLUNG VON: PRÄSENTIERT VON: GEFÖRDERT VON:

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