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Juli 2017 - coolibri Hamm, Unna, Hagen

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HAMM, UNNA, HAGEN W E T

HAMM, UNNA, HAGEN W E T T E R Einschöner Rücken kann auch entzücken –was beiMenschen zutreffen mag, istbei Häusern eher seltener derFall. Schließlichgehtder ersteBlickhier zur Front. Und da diesemanchmal rechtschauerlich daherkommt, wirdinWetterdie Verschönerung der Fassaden unterstützt. DieFassadeder Kaiserstraße 71 vor-... ...und nach derVerschönerung. Fotos: Kroos+Schlemper Wetter macht sich zurecht Als Teil desHaus-und Hofflächenprogramms, welchesvon Bund undLandunterstütztwird, fördert dieStadt Wetter beiden Häusernim „Umbaugebiet“ dieVerschönerung derFassaden. Das Gebiet umfasst dieuntereKaiserstraßesowie dieKönig- undBahnhofstraße. DieFördermaßnahmeläuftseitAugust2015und endet erst zum31. Dezember 2019.Zielist es,dass Stadtbildgestalterisch aufzuwerten. Dabeigeht es nichtnur um prachtvolleAltenbauten,wie die zuständige Quartiersmanagerin Andrea Moises erklärt:„Jede Form vonFassade wirdgefördert. Es geht nichtvorrangig um denkmalgeschützte Immobilien.“ FürVermieter seiesoft nichtlohnenswert,inFassadenzuinvestieren,denn dies seienunrentierlicheKosten. Sprich,sie 24 können nichtauf dieMiete umgelegt werden. Wobeidafür erst malMieternötig wären. „Es gibtinWettererheblicheLeerstände,geradein denunteren Etagen,wosonst Geschäfte wären.“Dieskönnte einGrund sein,warum es bei über 30 Beratungsgesprächen„nur“ zu 14 Förderanträgen kam. „Wennjemandwenig Einnahmenhat,kann er dieRenovierung nichtgegenfinanzieren.“ HoheTeilnahmequote Dabeihat Wetter eine ziemlich hohe Teilnahmequotevon 13 bis15Prozent.„Das isteigentlich eine Traumquote,inanderen Städtenwärendrei bisfünf Prozentschon sehr gut.Wir nähernuns den15Prozent vonden rund 120Gebäuden, die für dieFörderung infrage kommen.“ DieGesamtförderung beträgt maximal 50 Prozentder Kosten undnicht mehr als30Europro Quadratmeter. WobeidiesimEinzelfall etwasabweichen kann.Interessierte Eigentümer müssendreiAngebote vonMaler-und Lackierer-Firmen einholen, dievon Moises geprüft werden,denndie 30 Euro proQuadratmeter gibtesnicht automatisch. DieArchitektin weistdaraufhin,dassdies keinProgramm zurenergetischen Sanierung ist, sondernebenzur Verschönerungder Fassade.„DieIdeeist,den Straßenzugzuverschönern,das Stadtgebietzuheben.“ Darüber hinaus seieineFörderung vonHofflächen möglich. Moises fügt an:„EinSchaukel für denInnenhof ist vielleicht auch noch drin.“ Paul Tschierske

HAMM, UNNA, HAGEN L Ü N E N Lünen wehrt sich weiter DerStreitumeinegeplanteforensischeKlinikfür psychischkrankeStraftäter in Lünen schwelt weiter. Während dieVerantwortlichen desLandes-Gesundheitsministeriumsauf denPlänen beharren, denKomplex aufeinem Filetstückinunmittelbarer Nähe zurInnenstadtentstehen zu lassen, kämpfen zwei Bürgerinitiativen unddie Mehrheitdes Ratesgenau dagegen. Inzwischen hatdie politische Mehrheitbeschlossen,dassdie Verwaltung Beschwerde gegendas Urteil aus Gelsenkirchen einlegensoll. Das dortigeVerwaltungsgericht hatteam 28. März dieKlage gegendas Land abgewiesen unddamitbestätigt, dass dieStandortauswahlinallen Punkten korrekt war. Das bezweifeltRechtsanwaltThomas Tyczewskiallerdings. Er hatteim Prozessdie Position Lünens vertreten undkritisiert, dass derRichter bei seiner Entscheidungden gesamten Komplexdes Lärmschutzes nichtberücksichtigthabe. Da dasausgewählteGelände an einGewerbegebiet grenzt, in demmehrere Firmen einenerheblichen Geräuschpegelverursachen,ist es aus Sichtdes Juristennicht vertretbar,ein so wichtigesKriterium unbeachtetzulassen. AufdiesenAspektsollsichdie Beschwerde derStadt nungründen. Thomas Tyczewskiräumt ihr gute Erfolgsaussichtenein undhat mitseinerArgumentation auch diemeisten Ratsmitglieder überzeugt. Bürgermeister Jürgen Kleine-Fraunsgibtsichebenfalls zuversichtlich. „Die Beschwerde schütztdavor,dassdas Land weiterhin ohne Rücksprachemit unsanseinemKurs festhält. Neben derKlärungder vomVerwaltungsgericht Gelsenkirchen bemängelten Lärmschutzfragen erhalten wir So wünscht sich dieStadt dieLageder Forensik so unserengesetzlich garantierten Anspruch aufrecht, dieInteressender StadtLünen beider Gestaltung derViktoriaflächeaktiv einzubringen.“Nun istdas Oberverwaltungsgericht in MünsteramZug.Esmussineinem schriftlichen Verfahrenentscheiden,obesdie Beschwerde zulässt. Das könnte sich rund anderthalb Jahre hinziehen.Sollten dieRichter denEinwändender Stadtfolgen, kämeeszueiner erneuten Gerichtsverhandlung. Zeit hatLünen in jedemFall bereitsgewonnen unddas fraglicheGelände vorsorglich für dieInternationale GartenausstellungMetropole Ruhr 2027 angemeldet. Dominique Schroller Foto: Planungsbüro DTPLandschaftsarchitekten/SSR Schulten Stadt- udn Raumentwickelung/Stadt Lünen

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