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Juli 2016 - coolibri Düsseldorf

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K I N O Independence

K I N O Independence Day: Wiederkehr | Start: 14.7. Foto: © 2016 Twentieth Century Fox Star Trek Beyond | Start: 21.7. Foto: Kimberley French, Paramount Pictures 2016 Noch einmal mit Gefühl Vor genau 20 Jahren trat „Independence Day“ eine bis heute nicht versiegende Begeisterungswelle für filmisch exzessiv inszenierte Weltzerstörung los. Seitdem darf das Kinopublikum sich jeden Sommer auf eine neue Apokalypse freuen, in der Städte zerfallen, Gebäude kollabieren und möglichst viele Dinge explodieren. Das erinnert an Kinder, die vor Freude quiekend Bauklotzstapel umwerfen. Und weil es anscheinend keine einzige neue Idee mehr gibt, entschloss man sich zu einer seltsam spät kommenden Fortsetzung, zerrte Teile des alten Casts ans Set, drehte die Pegler für Explosionen noch ein bisschen höher und serviert die bildgewaltige Wiederkehr der bösen Aliens, die noch mal die Invasion wagen. Nötig ist das eigentlich nicht, schaden tut’s aber auch nicht. Hauptsache es kracht! USA 2016, R: Roland Emmerich D: Liam Hemsworth, Jeff Goldblum, Bill Pullman, Jessie Usher Popcorn statt Philosophie Tonnenweise Action, flapsige Sprüche, brummende Motorräder, heiße Jungschauspieler und schönste Sachbeschädigung im Großformat – klingt nach dem nächsten hirnbefreiten Teil der Fast & Furious-Reihe, ist aber die dritte Runde auf dem vor einigen Jahren neu aufgelegten Star Trek-Rodeo. Zufall ist der Vergleich nicht, schließlich sitzt F&F-Regisseur Justin Lin an den Hebeln. Der steuert das Raumschiff Enterprise nun mit sicheren Manövern in die Fahrgewässer anderer funktionierender, aber generischer Actionfilme und orientiert sich mehr am großen Weltall-Widersacher Star Wars, als an den Punkten, die Star Trek einst so besonders und einzigartig machten. Das war nämlich nicht die Action, sondern die Philosophie. Heute gibt’s dann halt nur noch Popcorn anstatt Utopien. USA 2016, R: Justin Lin D: Chris Pine, Simon Pegg, Sofia Boutella, Zoe Saldana, Idris Elba The Neon Demon | Start: 23.6. Foto: © Koch Films GmbH Deutschland. Dein Selbstporträt | Start: 14.7. Foto: © 2016 Warner Bros. Ent. Versaute Albträume Wer neben dem männerdominierten Actionsommerkino eine kunstvolle Alternative sucht, sollte sich an Nicolas Winding Refns „The Neon Demon“ versuchen. Refn sollte man seit dem stylischen Streifen „Drive“ auf dem Radar haben, jetzt kehrt er mit einer hyperstilisierten, neontriefenden Story rund um die Modebranche in Los Angeles zurück auf die Leinwand. Die wurde von Kritikern schon heiß diskutiert, manch einer wirft ihr absolute Inhaltslosigkeit vor, andere lobhudeln die exzessive Ästhetik. Tatsächlich ist „The Neon Demon“ ein verdrehter, schockierender, verwirrender und wahnwitziger Trip, der sich ansieht wie der neuste Horror-Werbeclip von Benetton oder ein versauter Albtraum der Lady Gaga höchstpersönlich. Das kann man nervtötend oder genial finden, aber nicht normal. USA, DK, FRA 2016, R: Nicolas Winding Refn D: Elle Fanning, Jena Malone, Bella Heathcote, Abbey Lee, Keanu Reeves 44 99 Minuten Deutschland Kurz nach der EM dürften Patriotismus und Deutschlandliebe ja mal wieder kurz auf einem Hoch sein – passend, dass keine Woche später Sönke Wortmanns ganz besonderes Deutschlandporträt auf die Leinwände kommt. Um dessen Besonderheit zu erklären, müssen wir mal eben gut ein Jahr zurückspulen. Damals sah man überall den Aufruf, am 20. Juni einen Schnipsel seines Alltages einzufangen. Zeigen sollte der, was uns bewegt, was uns motiviert, was uns passiert. Nun, ein Jahr später, hat Herr Wortmann Wort gehalten und all die Alltagsfetzen zu einem 99 Minüter zusammengeflickt, der in mal kurzen, mal längeren Episoden ein so noch nie zuvor gesehenes Selbstporträt Deutschlands malt. Vom Mann in der Eistonne bis zur Farbpulver werfenden Jugendmeute auf’m Elektrofestival – so 2015! DE 2016, R: Sönke Wortmann

K I N O Legend of Tarzan | Start: 28.7. Tarzan, das Testosterontier Foto: Jonathan Olley © 2014 Warner Bros., Ratpac-Dune Entertainment Paradiesische Sommertage unter Palmen Und das nächste Remake bitte! Diesmal trifft es Tarzan, den von Affen großgezogenen Dschungeljungen (nicht verwechseln mit Mogli aus dem Dschungelbuch!). In dieser Inkarnation gespielt vom Schweden Alexander Skarsgård, der den Urwald vor Jahren verließ, Jane zum Eheweib nahm und nun als Botschafter in die alte Heimat reist. Dort wartet (natürlich) ein fieser Komplott, inszeniert vom Bösewicht Captain Léon Rom, (natürlich) gespielt von Christoph Waltz. Auffällig testosteronlastig kommt die Geschichte daher, mit massig spektakulärer Action, düsterem Tonfall und lächerlich gut durchtrainierten Bauchmuskeln. Die sollen vermutlich das weibliche Publikum davon ablenken, dass die Frau im Film mal wieder nur die Jungfrau in Nöten ist... USA 2016, R: David Yates D: Alexander Skarsgård, Margot Robbie, Christoph Waltz MEIN PARADIES. UNTER PALMEN. Erleben Sie Urlaub mit Südseefeeling im wohl schönsten und größten karibischen Palmenparadies Deutschlands mit mehr als 500 echten Südseepalmen. Das beeindruckende 1.750 m 2 Cabrio-Panoramadach öffnet sich bei Sonnenschein und garantiert unvergessliche Urlaubsstunden in einer einmaligen tropischen Atmosphäre mit zahlreichen Saunen, Whirlpools und Gesundheitsbecken. THERMEN & BADEWELT EUSKIRCHEN Thermenallee 1, 53879 Euskirchen, www.badewelt-euskirchen.de BFG – Big Friendly Giant | Start: 21.7. Foto: Foto: © 2016 Constantin Film Verleih GmbH Der Riese, mein Freund Steven Spielberg hat so ziemlich alles in seiner Karriere erprobt, von Sci-Fi über Abenteuer bis hin zum Kriegsdrama. Eines seiner schönsten Werke bleibt natürlich der eigentlich an Kinder gerichtete Film „E.T.“. Mit der Verfilmung des Kinderbuches „BFG“ („Sophiechen und der Riese“) kehrt der Meisterregisseur also auf wohlbekanntes Terrain zurück. Statt einer knuffigen Alienpuppe soll diesmal ein CGI-Riese unsere Herzen stehlen. Dieser große, freundliche Gigant entführt die schlaflose Sophie aus dem Kinderheim und geht mit ihr auf fantastische Reise. Die ist atemberaubend anzusehen, manchmal kitschig, aber immer herzergreifend. Wer sich und seinem Nachwuchs diesen Sommer mal was Gutes will, löst sich Tickets für diese emotionale, technisch beeindruckende Traumreise. USA 2016, R: Steven Spielberg D: Ruby Barnhill, Mark Rylance, Bill Hader, Jemaine Clement, Rebecca Hall 45

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