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Januar 2022 - coolibri

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SPECIAL Umarme einen Hai

SPECIAL Umarme einen Hai DasJahr hat365 Tage, undimSchaltjahrkommtnoch einerobendrauf.Esgibtjedoch Kalender, diesich nichtnur um die blanken Zahlenund ihrendazugehörigenWochentag kümmern. So wieder,der dieGedenk-und Aktionstageauflistet. Statt Silvester könntendann alle zum Beispiel auch den „Bitte-nicht-stören-Tag“ feiern.Welchekuriosen Tage es noch gibt,Alexandra vonBraunschweighat sieaufgelistet. Es istalles andere als leicht,indiesemkuriosen Kalender-Kuddelmuddel denÜberblick zu behalten.Denndie Zahl derEinträgegehtlockerindie Tausende.Nochvielschwieriger istessogar,zwischenWichtigem undUnwichtigem, zwischen Ernstgemeintem undgewolltWitzigemzuunterscheiden. Klar,am22.10.solltedas noch funktionieren. An diesem Tagbegehenvier großeOrganisationenweltweit den„Tagdes Stotterns“.Zielder American Speech-Language-HearingAssociation (ASLHA),der European League of StutteringAssociations(ELSA), derInternational Fluency Associaton (IFA) undder InternationalStutteringAssociation (ISA)ist es,gedankliche Hürdenabzubauen undeinekörperlicheBeeinträchtigung, dieviele Betroffene als echteHemmschwelleimpersönlichen Kontakt mitanderenempfinden, in denFokus derÖffentlichkeit zu rücken.Jahr für Jahr gebendie Verbände fürden Tagdes Stotternsein neuesLeitmotto vor. Auch in Deutschland wirdder AktionstagregelmäßigzugroßenAufklärungskampagnen genutzt. Einkleines bisschen anders siehtdas am 3.5. aus.Denndie Zahl derjenigen, dieschon einmal etwasvom „Tag derTeppichfalte“ gehört haben, dürfte eher geringausfallen.Wie so vieleKuriositäten undMerkwürdigkeitenauf derWelthat auch der„LumpyRug Day“seine UrsprüngeimLand derunbegrenztenMöglichkeiten. 48 DerUS-amerikanischeBibliothekarRobertBirch soll denAktionstagins Lebengerufen undauf den3.5. terminierthaben.Und warum? Aufdiese FragegibtesverschiedeneAntworten.Klarscheint allein, dass Birch die Teppichfaltekeineswegsglorifizieren, sondernsie vielmehr im übertragenenSinneins Zentrumder Aufmerksamkeitrückenwollte. Wereinesolche sein Eigennennt,der hatwahrscheinlichetwas „unterden Teppich gekehrt“, dasbesser sichtbar gebliebenwäre. Ähnlich wieRobertBirch hatsichauch dasamerikanischeEhepaar Ruth undThomas Roydaran gemacht,den vielleicht etwaseintönigen Alltag durchein paar Feier- undAktionstage aufzupeppen. Insgesamt 80 Kalendereinträgesollenessein, dieauf dieInitiativeder Roys zurückgehen. Denvielleichtverrücktesten Aktionstag feiern sieselbstnochJahr für Jahr am 26.4. Am „Umarme-einen-Australier-Tag“setzen siesichfür echte Völkerverständigungund einenAustausch derKulturenein.Wer nun selbst keinenAustralier nebenanwohnenhat,kann ja vielleicht einfacheine E-Mail an einenbislang wildfremden Downunderverschicken.Vielleicht entwickelt sich daraus ja tatsächlich eine echte Freundschaft. Und werdabeiausgerechnetdie LiebeseinesLebensfindensollte, derhätte dann künftigamselbenTag noch einenzweiten Anlass zumFeiern. Der26.4. ist nämlich ganz offiziellauch der„Remember-your-first-Kiss-Day“. Ob so vieleGedenktagewirklicheinen ernsthaftenSinnergeben,hat sich

SPECIAL Der26.4. isteinem romantischen Gedanken gewidmet: MansollsichanseinenerstenKusserinnern. Marilee G. Adamswahrscheinlich niegefragt.Weildie Amerikanerin aber ansonstenein durchausneugieriges Wesenwar,hat siefür den14.3. den „Stell-eine-Frage-Tag“ins Lebengerufen.Das Datumhat sieübrigensmit Bedachtgewählt, denn an diesem TagimJahr 1879 erblicktekeinGeringererals AlbertEinsteindas Lichtder Welt. Undder hatjasinngemäß mal gesagt,dassder Mensch niemals aufhörensollte, nach mehr Erkenntnis zu streben. Richtigernsthaft geht es auch am 8.9. zu,andem dieUnescoJahrfür Jahr denWeltalphabetisierungs-Tag feiert.Die Gründe füreinen solchen Aktionstagliegenleider immer noch aufder Hand.Mehrals 860Millionen Menschen weltweit können nichtrichtig lesenund schreiben. Auch in Deutschlandist dieZahlbeeindruckendhochund eine Mahnunganalle, Bildungfür jedermann möglich underreichbar zu machen. Ebenfalls aufdie Unesco geht derInternationaleTag derToleranzzurück, derseitBeginndiesesJahrtausends regelmäßigam16.11.begangen wird.Ineiner Zeit,inder gewalttätigeAuseinandersetzungenzwischen Menschen,Völkernund Religionen leider viel zu häufig undfastschon alltäglich sind,sollmit demToleranz-Tagein Gegenpol geschaffen werden. EinMomentder Rückbesinnungauf diewahrenWerte derMenschlichkeit. AufRücksichtnahme, aufSolidaritätund aufgegenseitige Akzeptanz. Selbst,wenndie Meinungenund Weltanschauungeneinmal komplett auseinanderlaufen. Rücksichtnahme hatteauch derAmerikaner Francis PesekimSinn,als er für den11.7. den„Cheer-up-the-lonelyDay“ins Lebengerufen hat. Möglichkeiten,die Einsamen unteruns einkleines bisschen aufzumuntern, gibt es laut Pesekreichlich. EinkurzerBesuch im Seniorenheim,eineStunde unentgeltlicheArbeitin derObdachlosen-Unterkunft kann seiner AnsichtnachsehrvielGutes bewirken.Zum einenfür dieplötzlich bedachtenEinsamen. Zumanderen auch für dasGewissendes Helfers. Zu denLebewesen, dieetwas mehr Aufmerksamkeit gebrauchen können, zählen nichtnur für diverse Tierschutzorganisationen auch dieHaie. Noch immer kämpfen dieRäuberder Meeregegendas bösartigeImage an,das ihnen einschlägige Horrorfilm-Klassikerverpassthaben,und dasBoulevardblätterauf derganzenWeltregelmäßigzureißerischen Überschriften veranlasst.InWirklichkeit, so dieTierschützer,haben es Haie wirklich schwer.Und deshalb wirdregelmäßigamerstenSonntag im Dezember der„Hug-a-Shark Day“ begangen.Das mitder Umarmungsollteman dabei allerdingsvielleichtdochnicht wörtlich nehmen. Bleibt derAusblickauf daskommendeJahr. Schon am 1.1. haben wir alle wiederdie Gelegenheit, diebestehendenVerhältnisse einmal komplett umzukehren.Am„Z-Day“sollenall diejenigen zu ihremRecht kommen, diesonst immer ganz hinten im Alphabet versauern. Besuchen wir doch alsoeinfachmal dieZebrasimZoo,trinken dazu Zitronenteeund hören zur Feierdes Tagesein Album vonZZTop. Am ersten SonntagimDezemberist „Umarne-einen_Hai-Tag“. Fotos (2): Pixabay 49

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