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Januar 2019 - coolibri Düsseldorf, Wuppertal

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THEMA Der Strom liegt

THEMA Der Strom liegt auf der Straße SolarradweginErftstadt beiKöln Foto: Solmove Die Bundesregierung hatesnicht eiligmit demKlimaschutz,alsomüssensichandere kümmern.Ein PotsdamerUnternehmenhat Deutschlands ersten Solarradweg entwickelt, der mittels PhotovoltaikStrom aus Sonnenlichterzeugt. Vorkurzem wurdedie 90 Meterlange TeststreckeinErftstadtbei Köln eröffnet. Fürihren Erfindererstder Anfang –erdenkt längst in größeren Dimensionen. Zehn Jahreist es her, dass Donald Müller-Judex durchs Allgäu reiste,auf derSuchenacheinem Haus,auf dessen DachereineSolaranlageinstallieren wollte. Er fand keines,alleDächerwarenbereits miteiner solchenbelegt. Drei Tage lang kurvte er über sonnenbeschienene,einsame Straßenund hatteplötzlichdie zündende Idee: „Warumnicht dieStraßen nutzen?“ 16 Donald Müller-Judex,Ingenieur undMaschinenbauer, istein Mann mitVisionen. Zwei Start-ups haterschon gegründet, darunter einBezahlsystem fürMobiltelefone, womiterseinerZeit zu weit voraus war.Einmal mehr begann er zu tüfteln, investierteUnmengen an Kapitalund gründete 2014 seinedritteFirma„Solmove“. Im Verbundmit Partnern wiedem ForschungszentrumJülich undder RWTH Aachen entwickelte dasUnternehmen Solarmodulefür diehorizontale Photovoltaik. VierJahre später erfolgte der Praxistest: Am 12.November2018wurde im Beiseinvon Bundesumweltministerin Svenja SchulzeinErftstadt dererste Solarradwegdes Landeseingeweiht. Eine Premiere in doppelter Hinsicht:Nie zuvorwurde hierzulande Solarstromauf öffentlichen Wegenerzeugt. 90 MeterLänge misst dasPilotprojekt, dessen flexible Module aus extrem belastbaren, rutschundbruchfesten Glasfliesenbestehen: befahrbarselbstvon LKWs,Lärm absorbierend, schmutzabweisenddank Noppenstruktur und Stromproduzierend durch Umwandlungvon Lichtenergie in Elektrizität –„Sonnerein, Strom raus“. In Erftstadtwirdder Stromins öffentliche Netz eingespeist: rund 16 000 Kilowattstunden proJahr, wasdem Verbrauch vonvierHaushaltenàvier Personen entspricht.Auch beiEis und Glätte bleibt dieStreckebefahrbar;zum Abtauen kann siebeheizt werden.Das kostet zwar erstmalEnergie,„istabertrotzdemgünstiger als ein Winterdienst mitFahrzeugen“,soder Ingenieur. Platzierbar wieein Rollrasen Einzelne Solarstraßen gibtesauch in Frankreichund denNiederlanden, aber anders als dorthat dievon Solmoveentwickelte Technologieeinen entscheidendenVorteil:Der Solarteppich lässt sich wieein Rollrasenverlegen, er wirdeinfach aufden Asphaltgeklebt.Man muss keineStraßen aufreißen, sondernnutztbereits versiegelteFlächen, vondenen es ohnehinzu vielegibt. Da bietesichein riesiges Potenzial: „Soviele Flächenliegenbrach,Messegelände, Gewerbegebiete, Sportarenen, Parkplätze, Bahngleise,die Seitenstreifen vonAutobahnen.“ Nichtzuunterschätzen seizudem dieAkzeptanz in derBevölkerung,imGegensatzetwazu Windrädern: erneuerbare Energien gerne, „but notinmybackyard“, heißtesjaoft.Ein Solarwegunterscheidet sich optischkaumvon herkömmlichen Straßen, auch dasFahrgefühlist ziemlich identisch. Also allesganzeinfach? Stromtankeder Zukunft Theoretisch ja,praktisch nein.Zum einenist die Technik noch extrem teuer. Zumanderen fehlt derpolitischeWille: „Wir lebenineiner Zeit,in derwir wissen,was zu tunist,und es nicht tun.“Pikanterweise liegtder ErftstädterSolarwegnicht weit entfernt vomHambacherForst. „Saubere Energien lassensichauch erzeugen, ohne dieLandschaftzuverschandeln,Wälder abzuholzen undnatürliche Flächenzuzerstören“, sagt derSolmove-Gründer in Richtung RWE.Der Radweg am Niederrheinist einPrototypintelligenter Solarstraßen,die einesTages noch mehr können sollen: Denkbar sei, dass sie sich selbst beleuchten, dass sieVerkehrsströme messen undAmpelschaltungenregulieren. Donald Müller-Judexplant aber längstingrößerenKategorien, sein übergeordnetes Ziel giltder Elektro-Mobilität:Der erzeugte StromsollE-AutosinZukunftinduktiv,alsoohneKabel,während derFahrtaufladen.20Millionen elektrische Fahrzeugekönntedas deutsche Straßennetz (ohneAutobahnen)mit Stromversorgen, hatererrechnet.Auch andere Länder forschen an dieser Lösung.Solmove möchte daranteilhaben;Kooperationen mitausländischenUnternehmen existieren bereits. Klimaschutz istkeine nationale, sonderneineglobale Aufgabe: „Am liebsten würdenwir dieganze Welt pflastern.“ Berit Kriegs; solmove.com

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