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Januar 2017 - coolibri Ruhrgebiet

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K I N O La La Land |

K I N O La La Land | Start: 12.1. „Ein Hoch auf Foto: Studiocanal GmbH/ Dale Robinette die Törichten, die träumen“ „La La Land“ erzählt die Geschichten von Mia, die von der Schauspielkarriere in Hollywood träumt, während sie als Barista Kaffee an die Stars verteilt, und Sebastian, einem leidenschaftlichen Jazzmusiker, der sein Geld als Barpianist verdient. Beide hegen große Träume in einer Stadt, die vor großen Träumen zu platzen droht. Natürlich finden und verlieben sie sich, genauso natürlich lässt das Leben sie mit so viel Glück nicht einfach so davonkommen. In einer Zeit, in der 80 Prozent aller Filme nur noch mit dullem Blaugraufilter daherkommen und der Löwenanteil der Geschichten nur düstere Neuauflagen alten Stoffes sind, weht der Musicalfilm „La La Land“ wie eine frische, farbenfrohe Brise durch die Kinosäle. Und mal ehrlich: Solch einen Wind kann die Welt gerade mehr als gut gebrauchen – sehen die Aussichten für 2017 doch alles andere als ermunternd aus. „La La Land“ schafft es, durch all den dustren Mock einen gleißenden Pfeil zu schießen. Lässt man ihn ins eigene Herz treffen und sträubt sich 42 nicht vor ein bisschen Romantik, Tanzeinlagen und Musicalnummern, darf man sich inspiriert und motiviert fühlen. „La La Land“ überwältigt mit diesen positiven, manchmal leicht kitschigen, aber immer klischeefreien Gefühlen, ohne dabei den Bezug zur manchmal harschen Realität zu verlieren – trotz aller Verträumtheit. Aber Schmalz beiseite: Neben einer wunderschönen Message ist „La La Land“ auch ein verdammt gut gemachter Film. Jede Kamerafahrt steckt voller Dynamik und Einfallsreichtum , jede Einstellung gleicht einem Gemälde, jeder Dialog strotzt vor Charme, Witz und Scharfsinn. Dazu mischen sich die genauso bezaubernden wie einnehmenden Schauspielleistungen von Emma Stone und Ryan Gosling, die nicht nur durch ihre unwiderstehliche Leinwandchemie überzeugen, sondern vor allem durch nuancierte , eindringliche Darstellungen ihrer Charaktere. Dass sie dazu auch noch fabulös und mit einer angenehmen Natürlichkeit singen und tanzen, ohne dabei wie bis zur Perfektion getrimmte Musicalstarlets zu wirken, ist fast schon ein Fassüberfüller. Regisseur Damien Chazelle zeigt hier, ähnlich wie bei seinem Oscar-prämierten Vorgänger „Whiplash“, ein meisterliches Händchen und eine ansteckende Passion für Musik, die er organisch in seinen visuell brillanten Erzählstil einfließen lässt. „La La Land“ ist eine Zelebration von Farbe und Gefühl, ein Hoch auf die Jagd nach den eigenen Träumen und ein schmerzliches Liebeslied an das Leben und an L.A., die Stadt in der Sterne so hell leuchten, wie Wünsche, die in Flammen aufgehen. „La La Land“ ist kunterbunt, bittersüß, ein heller Moment und der vielleicht jetzt schon schönste Film des Jahres. USA 2016, R: Damien Chazelle, D: Emma Stone, Ryan Gosling coolibri verlost Tickets und CDs auf coolibri.de Lukas Vering

K I N O AB 22. DEZEMBER IM KINO Hell or High Water | Start: 12.1. Foto: Lorey Sebastian, Paramount Pictures Wer ist wild im Westen? Die Brüder Tanner und Toby leben in einem Land und in einer Zeit, in der ihre Zukunft so perspektiven- und aussichtsreich ist wie die endlosen, platten, dörren Ebenen von Texas selbst. Sie sind murmelnde, vor sich hin brütende und dann und wann über die Stränge schlagende Cowboys, die in einem Westen leben, der lange schon nicht mehr wild ist. Bankräuber werden sie, um die Familienranch vor der Zwangsversteigerung zu retten und den Nachkommen die Chance zu schenken, die sie nie hatten. „Hell or High Water“ ist ein spannungsvoller, emotionaler, brillant gespielter und verdammt gut geschriebener Neo-Western, dessen Plot, Charaktere und Stimmung genauso tiefenamerikanisch sind, wie sie desillusioniert vom großen Traum des Westens sind. Regisseur David Mackenzie inszeniert rund um simplen Plot und starke Protagonisten einen Film, der einem den Staub der Südstaaten auf die Zunge weht. Große Kunst! USA 2016, R: David Mackenzie D: Chris Pine, Ben Foster, Jeff Bridges, Gil Birmingham „EINE GLANZLEISTUNG VON TOM FORD“ T H E I N D E P E N D E N T „EIN FILM, DER UNTER DIE HAUT GEHT“ C O L L I D E R „EIN ÄUSSERST CLEVERER, HÖCHST EMOTIONALER THRILLER“ T H E D A I L Y M A I L „EINE EXPLOSIVE GESCHICHTE VON LIEBE, GEWALT UND RACHE“ V A R I E T Y Manchester By The Sea | Start: 19.1. Foto: © Universal Pictures, Claire Folger, K Period Media Sprung in tiefe Fahrgewässer In „Manchester By The Sea“ lässt Ben Afflecks kleiner Bruder Casey seine Schauspielmuskeln spielen. Er portraitiert einen einzelgängerischen Handwerker, der sich nach dem Tod seines Bruders um dessen Sohn kümmern soll. Dafür zieht er zurück in seine Heimat, eine Hafenstadt an der US-Ostküste, genannt Manchester by the Sea. Es folgen Zusammentreffen mit der Ex-Frau, Konfrontationen mit der Vergangenheit, emotionale Berg- und Talfahrten, und die großen Fragen nach Sinn und Ziel des Lebens. Dank außerordentlicher Schauspielleistungen und mutiger Sprünge in die tiefsten Fahrgewässer dramatischer Emotionen darf „Manchester By The Sea“ ohne Scheu als seltene Perle bezeichnet werden. Rührend, ehrlich und mit der genau richtigen Prise Humor ausgestattet, kommt der Film daher und dürfte selbst dem hartgesottensten Seebär ein Tränchen entlocken. Kein Wunder, dass die Macher sich schon mal die Regale für diverse Filmpreise freiräumen... USA 2016, R: Kenneth Lonergan D: Casey Affleck, Michelle Williams, Kyle Chandler, Lucas Hedges AMY ADAMS JAKE GYLLENHAAL D R E H B U C H T O M F O R D MICHAEL SHANNON AARON TAYLOR-JOHNSON R E G I E T O M F O R D 43

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