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Januar 2017 - coolibri Düsseldorf

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K U L T U R N E W S

K U L T U R N E W S Satiriker an Bord Foto: Uli Kopka Im Taxi Das ErlebBar-Team Foto: Christoph Imber Foto: Berlin Verlag Die einen freuen sich schon, wenn sie 50 Exemplare eines Werkes loswerden, die anderen sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort – in diesem Fall Remscheid. ErlebBar-Betreiber und Remscheid-Fan Christoph Imber hat mal eben aus der Hüfte 1500 Exemplare seines Buches „378 Dinge, die man über Remscheid wissen muss“ verkauft und damit quasi einen bergischen Bestseller gelandet. Zusammengetragen hat der umtriebige Herausgeber lesens- und liebenswerte Geschichten über die Werkzeugstadt; der hier nicht ganz freiwillig gestrandete Rolf Steinberger begibt sich bei der Suche nach „378 Dingen, die man über Remscheid wissen muss“ auf eine spannende Reise quer durch die Seestadt auf dem Berge. Er trifft auf Brasseldiere, Hergelu’opene, Knösterer und seine große Liebe ... (378meter.de) Der Wuppertaler Schriftsteller Michael Zeller hat in den vergangenen Jahren in verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens mit Schülern im Deutschunterricht literarisch gearbeitet. Dabei ist eine ganze Reihe von sogenannten Schulhausromanen entstanden und als eigenständige Veröffentlichungen erschienen. Das freie Erzählen der Schülerinnen und Schüler einer achten Klasse geht dabei über drei Monate. Jede Woche findet im regulären Deutschunterricht eine doppelstündige Sitzung statt. Erfahrungsgemäß ist der Erzählstoff dann ausgeschöpft. Die Schüler sollen erleben können, wie ihr Erzählen über die Schule hinaus auch nach außen dringt, in die Öffentlichkeit ihrer Stadt. Aktuell arbeitet Michael Zeller am Friedrich-Bährens-Gymnasium in Schwerte. Hier lebte der Schriftsteller Ende der 90er Jahre und widmete der Stadt das Buch „Mein schöner Ort“ (michael-zeller.de). 50 Viel? Wenig? Ist ja alles relativ. Fakt ist: Die Kunststiftung NRW hat 2016 rund 150 000 Euro Fördergelder in Wuppertaler Kulturprojekte gesteckt. Neben zahlreichen Förderungen kleineren Umfangs erhielten drei Projekte die höchsten Zuschläge: Die Literaturbiennale wurde mit 45 000 Euro gefördert. Damit schreibt die Kunststiftung ihre von der ersten Stunde an intensive Förderung der Biennale nahtlos fort. Die Ausstellung „Terry Fox – Elemental Gestures“ im Von der Heydt-Museum erfuhr eine Förderung in Höhe von 60 000 Euro. Zugunsten der Pina Bausch Fellowship stellte die Kunststiftung für Stipendien 30 000 Euro zur Verfügung. Andreas Bialas, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, meint dazu: „Die vielgestaltige Stärkung der Wuppertaler Kunstszene durch die Kunststiftung ist Anlass zur Freude. Gleichwohl bestehen noch Spielraum und Möglichkeiten nach oben. Mut zu Qualität und Wagnis, ganz im Sinne der Stiftung, sind gefragt. Wuppertaler Kulturschaffende sind ausdrücklich aufgefordert, Anträge zu stellen.“ Sie können unterschiedlich sein wie Tag und Nacht. Der mürrische, wortkarge, den man besser gar nicht anspricht; der plappernde Show-Typ, der eigentlich auf die Bühne gehört und nicht: ins Taxi. So ziemlich alle Charaktere dürften ihm schon begegnet sein: Jochen Rausch, Wuppertaler Autor, Journalist und Musiker. Als Taxi-Vielfahrer hat er in den vergangenen sieben Jahren seine Gespräche mit über 200 Taxifahrern protokolliert, die am 12. Januar nun in „Im Taxi. Eine Deutschlandreise“ im Berlin Verlag Taschenbuch erscheinen. „Ich bin mit Professoren gefahren, mit ehemaligen Soldaten, mit Ärzten, mit gescheiterten Musikern oder Frauen, die von ihren Männern verlassen wurden und sich etwas dazu verdienen müssen“, sagt Jochen Rausch. Im Ton mal nachdenklich, mal heiter, aber immer unverstellt und dabei äußerst einfühlsam hat er die Geschichte seiner Protagonisten kunstvoll literarisch verdichtet (9 Euro). Zack! Wieder ein Jahr vorbei, und wieder hat die Talfahrt-Truppe ein Jahr lang fleißig Wuppertaler Geschichten gesammelt, um den ultimativen Jahresrückblick präsentieren zu können. Das geschieht bei Jens Neutag, Jürgen H. Scheugenpflug und Ulrich Rasch gewohnt satirisch; WSV und AfD bekommen ebenso Aufmerksamkeit wie auch Kamioka, Ikea und Dietmar Bell: „Seien Sie dabei, wenn Dietmar Bell offiziell in den Ruhestand verabschiedet wird und erleben Sie seinen Einzug in sein eigenes Seniorenzentrum: Das große Bell- Heim.“ Nicht nur im Dezember erinnert das Trio an ungewöhnliche Begebenheiten im Tal, sondern auch an fünf Terminen im Januar und gar einer Derniere Anfang Februar (talfahrt-wuppertal.de). JDD

K U N S T W U P P E R T A L Hip, bunt, urban Pulsierende Kunst Pop-up-Shows gehören ebenso zum Themenkatalog wie alles andere rund um die zeitgenössische Kunst. Quasi selbst aufgepoppt ist die Galerie Droste im vergangenen Herbst in Wuppertal. Aus einem leer stehenden und unscheinbaren Gebäude erwuchs an der Katernberger Straße 100 im Briller Viertel nach aufwendiger Sanierung ein wahrer Eyecatcher. „Hier ist jeder willkommen!“ Galerist Patrick Droste ist ein angenehm unaufgeregter Mensch, obwohl er ein alles andere als unaufregendes Leben führt. Der Mittdreißiger lebt häufig aus dem Koffer, ist europaweit in Sachen Kunst unterwegs: ist Sammler, Berater, Händler, Manager. Die Etage über der neuen Galerie ist die Schaltzentrale, geleitet wird die Galerie von Katharina Galladé – Patrick Droste selbst pendelt, wenn er nicht gerade im Ausland ist, zwischen Wuppertal und Soest, seinem Rückzugsort. Als Fan der Hip-Hop-Kultur liegt der Schwerpunkt des Ausstellung-Programms ganz klar auf zeitgenössischen Künstlern, die ihre Wurzeln in der urbanen Kunstszene haben. Und nicht nur bezogen auf die Kunst ist Urbanität für ihn ein großes Thema: „Deshalb mag ich auch Wuppertal so. Die Stadt ist im Grunde dabei, sich neu zu erfinden. Vieles ist in Bewegung, es entsteht viel Neues.“ Die offene, hell strahlende Galerie ist da nur ein Beispiel mehr, jedoch: Abgesehen von den bislang zwei Vernissagen mit internationalem Publikum verirren sich ansonsten eher weniger Besucher dorthin. Dazu meint der Kosmopolit: „Bloß keine Berührungsängste! Hier ist jeder willkommen.“ Um auf mehreren Wegen auf die Galerie aufmerksam zu machen und um die vielen Quadratmeter zu bespielen, plant Patrick Droste ab 2017 auch ausgesuchte Side- Events. Auch da spielt die Hip- Hop-Kultur demnächst wieder eine große Rolle, wenn der Essener Fotograf Sascha Kraus sein Buch „Forthright – Stronger than a Weapon“ vorstellen wird. Vorher läutet aber ab 18. März die nächste Ausstellung das Show-Jahr ein: Graffiti- und Street- Art-Künstler Hendrik Beikirch stellt in Wuppertal aus. Auch das natürlich wieder ganz nach dem Geschmack des Galeristen. Vier internationale Ausstellungen wird es insgesamt im nächsten Jahr zu sehen geben; die Galerie Droste ist definitiv angekommen und mischt eifrig in der Wuppertaler Kunstszene mit. JDD galeriedroste.de Foto: Lino Fingerhut Finde heraus, was in Dir steckt! Training for life by training on stage! Fähigkeiten fürs Leben erwerben durch Gesang, Tanz, Schauspiel und Performance Komm zu unseren Schnupperterminen und finde heraus, was Du kannst und wie wir Dir helfen können! STAGE ACADEMY [JAS] heißt alle jungen Talente zwischen 3 und 18, die die Bühne lieben, willkommen. Auf Basis der drei elementaren Grundfertigkeiten Tanz, Gesang und Schauspiel sowie deren Zusammenführung in der Performance, gewinnst Du an Kreativität, Konzentration und Selbstbewusstsein. Viel Spaß macht es außerdem! Im Januar startet das neue Trimester und wir bieten Schnuppertermine. Für weitere Informationen hierzu und unserem Konzept, bitte gerne anrufen oder unsere Web-Seite besuchen! STAGE ACADEMY [JAS] Düsseldorf und Mönchengladbach 0800-723 86 81, www.jas-stage.academy/duesseldorf 0800-497 68 43, www.jas-stage.academy/moenchengladbach 51

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