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Januar 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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C L U B B I N G 12.1.

C L U B B I N G 12.1. GOETHEBUNKER, ESSEN: 120-MINUTEN-LOL MIT WESTBAM Geheimtipps entdecken Kai Suffa-Friedel ist DJ und Musiker, seit sechs Jahren organisiert er Partys und Konzerte. Die alternative Szene im Ruhrgebiet findet er nicht schlecht – aber es ginge noch einiges mehr. Dazu brauche es nicht nur ambitionierte Veranstalter, sondern auch ein Publikum, das offen ist für alternative Kultur. Du hast verschiedene Partys in Essen veranstaltet. Was läuft am besten? Die Flat Field, die mit Wave, Post-Punk und B-Seiten-Indie vor allem für Konzertgänger gedacht war, lief über fünf Jahre wirklich sehr gut. Die Pearl, eine Synth- und Italodisco-Party im Hotel Shanghai ist gefloppt – und das obwohl international gehypte Bookings präsentiert wurden, die in anderen Städten problemlos funktionierten. Dann habe ich mit der LOL angefangen, der 120-Minuten-Party im Goethebunker. Die lief von Anfang an super. Foto: coolibri Was ist das Geheimnis? Die LOL ist günstig, weil wir selbst auflegen. Sie war von Anfang an als witzige, schnelle Party gedacht, mit viel zu schnellen Übergängen und einem deutlichen Augenzwinkern. Das sieht man auch am Namen und am Artwork, die auf eine leicht verblödete Jugend- und Internetkultur verweisen. Das einzige Mal, dass es weniger gut lief, war mit der Snuff Crew – das war ein relativ teures Booking, der Eintritt hat deshalb mehr gekostet. Da ging auf der Veranstaltungsseite ein Shitstorm los, das sei Wucher. Ist das im Pott ein grundsätzliches Problem? Ich habe manchmal schon das Gefühl, dass hier eine andere Mentalität herrscht als in anderen Städten, wo man bereit ist, „Die Städte müssten sich stärker für alternative Kultur einsetzen.“ für alternative Kultur Geld auszugeben. Natürlich kann man sich mit weniger zufrieden geben – aber dann muss man sich auch nicht wundern, wenn die Szene irgendwann ausstirbt. Woanders ist der Wille, Shows oder Partys mit interessanten Künstlern zu besuchen, höher – und dadurch gibt es viel mehr Angebot. Was müsste sich konkret ändern, damit die Szene stärker wird? Die Städte müssten sich mehr für alternative Kultur einsetzen. Da wird oft überhaupt nicht mitgedacht und kleine, aber elementar wichtige Orte wie das JZ Papestraße in Essen werden aus fadenscheinigen Gründen dicht gemacht. Ein anderes Beispiel ist die Bärendelle, die die Stadt Essen nicht für eine kulturelle Nutzung öffnen will. Aber es müsste auch insgesamt selbstverständlicher werden, auszugehen und Neues zu entdecken. Wenn du Bands und DJs buchst, sind das oft Geheimtipps der Szene. Das wird nicht immer sofort angenommen. Man hat mir mal gesagt, ich hätte ein ganz schön teures Hobby. Aber mir ging es eben immer darum, dass ich sagen kann, ich hab was in meiner Stadt gemacht, ich habe was zur Kultur beigetragen. Ich will, dass hier was Cooles abgeht, das wünsch' ich mir einfach für die Stadt und die Region Ruhrgebiet. Inga Pöting 9.1. OMA DORIS, DORTMUND 9.1. ALTE SCHLEIFEREI, DUISBURG 16.1. KÖ-PI-ARENA, OBERHAUSEN Hassliebe Oma Doris und die Enkelkinder der Neunziger verband schon immer eine Hassliebe. Eigentlich liebt die alte Dame Party-Eskapaden, doch bei Coco Jambo verfällt sie in klassische Oma-Manieren – man kann es ihr nicht verübeln. Wenn Bravohits, Trash und Boygroupswag das Tanzlokal erschüttern, will so mancher „Macht den Lärm aus!“ rufen. Wer schlau ist, bringt sich wie Oma einen Gehstock als Waffe mit. 48 Foto: ét voila Selbsteinweisung Dieses DJ-Event nennt sich geradeheraus Klapse und ermutigt die Nachtwelt zur Selbsteinweisung. Im Arzt-, Pardon, Plattenkoffer von Chef- DJ Dr. Creep wartet eine ganze Bandbreite feinster Medizin mit den Inhaltsstoffen Coldwave, Minimal, Dark Electro, Goth, Angstpop, Darkwave und Postpunk. Die Hausapotheke kann also zu Hause bleiben, die Kopfschmerztabletten braucht man ja eh erst am nächsten Morgen. Foto: Alte Schleiferei Hallenspielplatz Das Titania Festival macht gleich bei seiner ersten Ausgabe klar, dass es bei den ganz Großen mitspielen will: Mit den DJs Fedde Le Grand und Showtek (Foto) kommen zwei Weltstars der Electronic Dance Music zum Hallen-Event, das den Winter überdauern und die Vorfreude auf Open Airs im Sommer erwachen lässt. Zugesagt haben bisher außerdem Frdy (Parookaville) und Dave Replay (Bootshaus). Foto: Titania Festival

C L U B B I N G 31.12., RUHRGEBIET Silvester im Revier FOREIGNER 08.08. Köln, Open Air am Tanzbrunnen Foto: FZW Dortmund LIVING PLANET TOUR MIT DIRK STEFFENS 14.02. Essen, Lichtburg | 16.02. Düsseldorf, Savoy Theater 20.02. Köln, Hochschule für Musik und Tanz © Debora Mittelstaedt Die einen nervt’s, die anderen freut’s: Silvester kommt im Paket mit hohen Erwartungen. Wer noch ratlos ist, wo 2015 verabschiedet werden soll, findet hier einige wasserdichte Tipps. Mit einer Ladung Kultur beginnt der Abend im Bochumer Schauspielhaus, denn bevor mit DJs und Live-Musik gefeiert wird, gibt’s eine Vorstellung von Erich Kästners Komödie „Drei Männer im Schnee“. Die Trompete verzichtet derweil ausnahmsweise auf Rebellion und freut sich stattdessen auf „Königskinder und Silvester“. Wer das Höhenfeuerwerk am liebsten aus der Höhe bestaunt, feiert im View.im Dortmunder U. 70 Meter über dem Erdboden werden zu Buffet und Sekt HipHop, Charts und House serviert. Im nahegelegenen FZW setzt man dagegen auf Bier statt Böller und garniert die Party auf drei Floors mit Currywurst und Silvesterpunsch. Die schwarze Szene trifft sich am Silvesterabend bei der „Düsterdisco“ im Zentrum Altenberg in Oberhausen, wo EBM, Wave, Indie und 80s auf der Playlist stehen, oder aber im Inner Circle in Mülheim beim „Serious Dark Special“. Im Essener Goethebunker gehört die letzte Nacht des Jahres dem „Silvesterrave“ mit Residents und Freunden. Im Hotel Shanghai dagegen setzt man auf große Namen: Hier kommen Moonbootica zur Jahresabschluss-Sause. Und im Duisburger Grammatikoff machen Kevin Lietz & Thorrissey mit einem wilden Mix aus Pop, Indie und HipHop auch Skeptiker glücklich. BOY 12.03. Krefeld, Kulturfabrik © Johannes Boventer SERDAR SOMUNCU & BAND 02.03. Krefeld, Kulturfabrik 07.03. Leverkusen, Scala Club 12.03. Bochum, Zeche FLER 13.03. Köln, Underground DO-BO VILLA, DORTMUND 29.1. PELMKE, HAGEN ANDY MCKEE 24.02. Düsseldorf, Club im Capitol HEATHER NOVA 21.02. Krefeld, Friedenskirche Foto: DO-BO Villa Foto: Dirk Bruchmann Villenparty Der Mad Club ist Geschichte, die Nachfolgerin heißt DO-BO Villa. Auch im neuen Club bleibt‘s elektrolastig, jedoch setzt man eher auf die Liebe zum Detail als auf große DJ-Bookings. Folgerichtig gehört der Januar ganz den Resident DJs. Jedes Wochenende laden sie The MC, Andreas Lauber, Smokie B, Marks van Klev (Foto) und kND zum Freitagsgewitter und samstags zur Party We are Villa ein. Bandsalat Die alten Mixtapes verstauben seit Jahren in der Ecke des CD-Regals, aber zum Wegschmeißen konntet ihr euch bisher nicht durchringen? Welch Glücksfall – das Pelmke will sie haben. Bei der Mixtape Party wird die Playlist mit Hilfe von tanzaffinen Analog-Nerds vor Ort erstellt. Jeder darf seine Lieblingstapes von damals in den Kassettenrekorder einlegen – aber bitteschön schon an die richtige Stelle gespult! GAELFORCE DANCE 15.01. Düsseldorf, Capitol | 19.01. Essen, Colosseum INGMAR STADELMANN 21.01. Essen, Zeche Carl | 21.02. Oberhausen, Ebertbad 25.02. Bochum, Bahnhof Langendreer 18.03. Dortmund, Fritz-Henßler-Haus ...und 50.000 weitere Veranstaltungen Tickets auf www.ADticket.de

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