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Januar 2016 - coolibri Düsseldorf /Wuppertal

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T H E M A Einige

T H E M A Einige Jubiläen stehen 2016 bei Utopiastadt im alten Wuppertaler Bahnhof Mirke an. Außerdem sagt man nicht mehr „im Bahnhof“, sondern „am Bahnhof“, wie Utopist Christian Hampe betont. Utopiastadt wächst nämlich. Drei zentrale Figuren, Beate Barbara Blaschczok, Christian Hampe und Ralf Glörfeld, geben Ein- und Ausblicke. Bürgercampus Utopia Bahnhof trifft Trasse trifft Campus Foto „Der Roman beschreibt eine auf rationalen Gleichheitsgrundsätzen, Arbeitsamkeit und dem Streben nach Bildung basierende Gesellschaft mit demokratischen Grundzügen.“ So informiert Wikipedia über das 1516 erschienene Werk „Utopia“ von Thomas Morus. „Pflichtlektüre!“, wie Beate Barbara Blaschczok sagt. Sie ist Mitbegründerin von Utopiastadt in Wuppertal, wo man ebenso das 500-jährige Jubiläum von Morus‘ Werk 2016 im Blick hat, wie auch die Tatsache, dass der Auslöser für all das, was gerade passiert – nämlich das Statementmagazin Clownfisch – bereits Zehnjähriges feiert; im Mirker Bahnhof ist man wiederum seit fünf Jahren. Und: „2016 dürfte Jahr Null der Förderung sein“, so Mitbegründer Christian Hampe. Utopiastadt hat nämlich Landesmittel beantragt, um das marode Gebäude sanieren zu können. Utopiastadt für alle Auf die vielen tausend Benutzer der Nordbahntrasse, die unmittelbar über das Utopia-Gelände führt, muss das Ganze wirken, als würde sich ein Haufen Freaks mit einer improvisierten Gastronomie eine nette Zeit machen. 42 Dabei versteht sich Utopiastadt als kreativer Kluster, als „Initialzündung eines andauernden Kultur- und Gesellschaftskongresses“, wie es für die Website clownfisch.eu formuliert worden ist. „Utopiastadt ist die zentrale Anlaufstelle für kreative Stadtentwicklung aus der Breite des bürgerschaftlichen Engagements, für die Kulturund Kreativwirtschaft, und somit ein Stadtlabor für Utopien.“ Ralf Glörfeld zum Beispiel, tagsüber Ingenieur und derzeit Kassenwart des Fördervereins, verbringt sehr viel Zeit dort. „Ich habe hier einfach meinen Spaß. Es entspricht meinen Interessen - die Werkstätten, der Hacker- Space - und auch bautechnisch bin ich fasziniert.“ Der Bahnhof blickt immerhin auf eine über 130-jährige Geschichte zurück. Das zeigt sich vor allem im Erdgeschoss und dem dort beheimateten Café Hutmacher. Es hat seinen Charme, ja, kommt aber um eine Sanierung nicht drumrum, will man hier noch viele Jahre lang vernünftig arbeiten. Gearbeitet wird auch in den immerhin teilsanierten Räumen darüber. Hier findet sich Coworking Space neben Kaffeeküche und Kunstatelier neben Konferenzraum. Der alte Mirker Bahnhof wird somit zu einem großen Teil bewirtschaftet, in der warmen Jahreszeit kommt noch der ehemalige Bahnsteig hinzu, wo Platz für Außengastronomie, Fahrradwerkstatt und -verleih, Konzertbühne oder auch Supagolf ist. Jetzt lassen die Utopisten ihre Blicke aber noch viel weiter schweifen. Das aktuell große Thema lautet: Utopiastadt Campus. Ein M² Utopiastadt „Es gibt die einmalige Situation, dass auf rund 50.000 Quadratmetern Bahnhofsbrache ein integrativer Campus an der Schnittstelle von Sozialem, Kultur, Sport und Mikroökonomie entstehen kann.“ Dieser Erkenntnis folgte ein Aufruf, mit einer Spende von 100 Euro symbolisch einen Quadratmeter von Utopiastadt zu erwerben - 50 Euro für die Sanierung des Bahnhofs Mirke und 50 Euro für den Ankauf weiterer Flächen an der Nordbahntrasse. „Das wäre jetzt wirklich ein großer Wendepunkt“, so Christian Hampe, dem der Aspekt des ganzheitlichen Denkens besonders wichtig ist. „Es entstünde ein Standort, der praktisch und anschaulich in einer Art Reallabor zeigt, wie die oft auseinander dividierten Parameter von Gesellschaft – Kultur, Soziales, Wirtschaft – zwangsläufig ineinander greifen und nur so den Boden für eine nachhaltige und sozial sinnvolle Stadtgesellschaft bereiten.“ Womit man wieder bei dem Oberthema ist: Moderne Stadtentwicklung. Hierzu gibt es immer wieder Veranstaltungen in Utopiastadt; kürzlich zum Beispiel „Pop-Up: Die kreative Stadt von übermorgen“, wo es um „Das wäre jetzt wirklich ein großer Wendepunkt.“ Themen wie Urban Upcycling ging. Utopiastadt ist ja bereits anerkannter „Ort des Fortschritts“ und da ist die Frage natürlich erlaubt: „Kann Wuppertal ein Prototyp im Strukturwandel sein?“– eine Frage, der man hier schon 2012 nachging. Von der Theorie in die Praxis geht es im und am Bahnhof Mirke täglich; sei es in den Agenturund Atelierräumen, in den Werkstätten oder dem Stadtgarten. „Ein Teil der lokalen Urban-Gardening-Bewegung hat den Bahnhof aufgrund seiner idealen Lage am Rad- und Wanderweg Nordbahntrasse als Ausgangspunkt für ihre Aktivitäten in Wuppertal auserkoren. Angefangen bei einem Aktionstag zum Thema ‚Essbare Stadt‘ über Workshops bis hin zu einem barrierefreien offenen Garten reichen die Aktivitäten.“ Und genau darum gehe es, schließt Beate Barbara Blaschczok ab: „Die Menschen sollen und müssen Utopiastadt kennen und vor allem auch nutzen!“ Jörg Degenkolb-Degerli clownfisch.eu

S Z E N E D O R T M U N D Hochzeit 2016? Wir sind Spezialisten für Brautfrisuren und beraten Sie gerne zum Styling für den schönsten Tag im Leben. Besuchen Sie uns auch auf der Hochzeitsmesse in der Wuppertaler Stadthalle am 31.1.2015! Calvinstraße 21 42103 Wuppertal frisuren-roentgen@web.de wellness für´s haar mit: ghd Sassoon Sebastian Wella Kommt aus Ki- EXODUS: Techno im Team Hengelo-Hardcore: Angerfist Im Alten Testament bezeichnet „Exodus“ den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Anno 2016 zieht niemand aus, sondern die Creme de la Creme der Hardcore-Techno-Szene in die Dortmunder Westfalenhalle ein. Nach dem durchschlagenden Erfolg des Syndicate-Festivals mit 20 000 Besuchern im vergangenen Herbst an gleichem Ort, setzen die Macher von i-motion und ihr niederländischer Kooperationspartner Art of Dance noch einen drauf und präsentieren erstmals EXODUS – Superior Hardcore. Die musikalische Bandbreite reicht dabei von Terror über Frenchcore und Industrial bis hin zu Future Hardcore. Alles in einer Nacht auf einem einzigen Floor. Das Besondere am neuen Format: die Aufteilung der DJs in Teams. Insgesamt 32 Künstler übernehmen am 6. Februar die Regie an den Reglern, aufgeteilt in Vierergruppen. Angeführt wird das Line-Up von den sogenannten „Grand Masters“, die als Hauptact gegen 1 Uhr für Alarm sorgen werden. Zum Premium-Team gehören die beiden Jungs von Angerfist, die ukrainische Grand Dame Miss K8, Outblast und Dyprax. Mehr All Stars geht eigentlich nicht. Die weiteren Teams der Nacht, die jeweils zwischen einer und eineinhalb Stunden das Mischpult in der Westfalenhalle übernehmen, hören zum Beispiel auf den Titel „Ancient Rulers“ (u. a. Charly Lownoise & Mental Theo), „Core Crusaders“ (mit dabei: Neophyte) und „High Speed Sanctuary“ (Destructive Tendencies und mehr). Der Floor für eine rauschende Hardcore-Nacht, die um 20 Uhr beginnt und erst um 7 Uhr ihr Ende finden soll, ist also bereitet. Und die Veranstalter sind optimistisch, dass ihr Konzept Anklang findet: Bis zu 8 000 EXODUS-Besucher werden bei der Premiere erwartet. spa Foto: Veranstalter Foto: Veranstalter Veranstaltungstermine im Ausgabe Februar 2016 bis zum 15.01. • 12.00 Uhr terminator@coolibri.de Fax 0234/937 37-97 EXODUS – Superior Hardcore: 6.2. Westfalenhalle 1, Dortmund; nature-one.de 43

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