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Herbst 2022 coolibri

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28 | Kunst Liegender

28 | Kunst Liegender Stier Foto: Franz Marc, Liegender Stier, 1913, Museum Folkwang, Essen DNA EINES MUSEUMS Die Geschichte des Folkwang Museum lässt sich nicht erzählen ohne den Expressionismus. Dem revolutionären Kunststil ist das Haus seit seinen Anfängen eng verbunden. Zum 100-jährigen Bestehen zeigt das Folkwang als zweite große Jubiläumsausstellung eine EXPRESSIONISTENSCHAU mit 250 Meisterwerken. Die Geschichte des Folkwang Museum lässt sich nicht erzählen ohne den Expressionismus. Dem revolutionären Kunststil ist das Haus seit seinen Anfängen eng verbunden. Zum 100-jährigen Bestehen zeigt das Folkwang als zweite große Jubiläumsausstellung eine Expressionistenschau mit 250 Meisterwerken. Als der junge Bankierssohn Karl Ernst Osthaus 1902 in Hagen das Folkwang Museum gründet, will er sich nicht bloß an schöner Kunst erfreuen. Sein Ziel ist es, einen „Stützpunkt künstlerischen Lebens im westlichen Industriebezirk“ zu schaffen, einen Ort, der imstande ist, „zu einer Verbesserung des öffentlichen Geschmacks beizutragen“. Den Namen entlehnt er der altnordischen Mythologie der Edda: Folkwang, Halle des Volkes. Das Haus soll sich schnell zu einem der wichtigsten Kunstmuseen Deutschlands entwickeln, in dem schon früh Werke von Vincent van Gogh, Paul Gaugin oder Edvard Munch gezeigt werden. Vor allem aber interessiert sich Osthaus, wie auch der spätere Museumsdirektor Ernst Gosebruch, für eine junge Kunstrichtung, die sich in Deutschland und Frankreich rasch verbreitet und ihren Schwerpunkt auf den subjektiven Aus- druck des Künstlers legt: den Expressionismus. Karl Ernst Osthaus pflegt zu Beginn des 20. Jahrhunderts enge Kontakte zu allen wichtigen Künstler:innen der neuen Strömung. Er kauft ihre Arbeiten und präsentiert sie – oft erstmals in einem Museum – der Öffentlichkeit. Ausstellungen von Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt- Rottluff und Erich Heckel aus der Künstlergruppe „Brücke“ werden ebenso gezeigt wie Werke vom „Blauen Reiter“ um Franz Marc, Wassily Kandinsky oder Alexej von Jawlensky. Als Osthaus 1921 stirbt, ersteht Ernst Gosebruch seine Sammlung und überführt sie ein Jahr später in das neue Museum Folkwang in Essen. Die Jubiläumsausstellung „Expressionisten am Folkwang. Entdeckt – Verfemt – Gefeiert“, zu sehen bis zum 8. Januar 2023, zeichnet die wechselvolle Geschichte des Hauses nach, von ihren Anfängen bis heute. Anhand von rund 250 Meisterwerken des Expressionismus beleuchtet sie die vielfältigen Verbindungen zwischen den Künstler:innen des Expressionismus und dem Museum Folkwang. Dafür vereint die Schau sowohl Werke aus dem eigenen Fundus als auch Leihgaben aus nationalen wie internationalen Sammlungen, unter anderem Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Gabriele Münter, Karl Schmidt-Rottluff, Wassily Kandinsky, Emil Nolde, Oskar Kokoschka und Egon Schiele. Schiele und Kokoschka waren bereits vor dem Ersten Weltkrieg im Folkwang präsent, weshalb sie nun in einem eigenen Kapitel gewürdigt werden. Gleiches gilt für das Werk der früh verstorbenen Künstlerin Paula Modersohn-Becker (1876–1907), von der 1913 eine Retrospektive zu sehen war, welche in Teilen rekonstruiert wird. Die chronologisch aufgebaute Schau thematisiert auch die Zeit des Nationalsozialismus, als dem Museum über 1400 größtenteils expressionistische Werke als „entartet“ entzogen wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem auch das Museumsgebäude zerstört wurde, ermöglicht durch Schenkungen, Ankäufe und Stiftungen, begann der Wiederaufbau der Sammlung. Im Zusammenspiel des heutigen Bestandes und den Objekten der einstigen Sammlung des Museums offenbart sich ein faszinierendes Spektrum des Expressionismus, der „Kunst des gesteigerten Ausdrucks“. bk Expressionisten am Folkwang. Entdeckt – Verfemt – Gefeiert: bis 8.1., Museum Folkwang, Essen

Anzeige coolinarisch | 29 GASTRO-NEWS Bochum Eine spektakuläre Neueröffnung auf Samtpfoten bahnt sich auf der Huestraße an. In einem bisher nicht gastronomisch genutzten Ladenlokal kündigt sich eine Filiale der Kette Katzentempel an. Elfmal gibt es diese Katzencafés bereits in Deutschland, Bochum soll die erste Heimat für die „Tempeltiger“ in NRW werden. Konzept: Sechs Katzen leben permanent in diesem Bistro, das vegane Speisen anbietet. Die Münchner Gründer erhoffen sich den „Miau-Effekt“. Der architektonisch auffällige Pavillon an der Bochumer Viktoriastraße 22 war seit den 50er-Jahren oft Imbiss. Der Erstbetreiber soll in den 50ern den Schaschlik-Spieß in Bochum eingeführt haben. Zuletzt hatte der Lieferservice Taco Flex von Tim Weiske Heimat gefunden, ist aber nicht glücklich geworden. Deshalb zog das Restaurant nun mit seiner Kompetenz in Sachen Taco, Burrito, Burger, Chili con Carne um. Die Taco-Distributoren residieren jetzt am Südring 25. Und weil Weiske ein fertiges Konzept für ein weiteres Lokal in der Schublade hatte, ist es direkt ein Doppelrestaurant Taco Flex und Grünemeyer’s geworden. Bei letzterem stehen Bowls im Fokus, mit frischen, hochwertigen Zutaten. Bald gibt es auch einen netten Freisitz. Und was kommt in den Pavillon? Vermutlich was mit Craftbier. Dortmund Ein zweites JIA nach dem Stammladen in Hörde machen Dorna und Alexander von Kleist im Kaiserstraßenviertel (Hausnummer 14) auf. Es ist ein Ableger in Sachen Bao. Baos sind das beliebteste Streetfood Asiens, Teigtaschen gefüllt mit beispielsweise Schweinefleisch, Garnelen, Rindfleisch mit Rotkraut oder auch mit veganem Hack mit Rotkraut oder einem Gemüsemix. Überhaupt trendet asiatische Küche wie wild in Dortmund. Fast wöchentlich sind Neueröffnungen ambitionierter Vertreter meist panasiatischer Fusionskonzepte zu vermelden. In den Startlöchern an der Olpe steht nun : Oishinbo. Motto: „Japanese Fusion Kitchen & Cocktail Bar“. Das Berliner (Prenzlauer Berg) Original (gegründet 2019) sieht sehr schick aus, der Name ist der eines berühmten Serien-Comics, eines japanischen Mangas des Gourmet-Subgenres „gurume manga“. Neu und groß und schick ist an der Kuckelke der lange gesuchte Boomerang-Nachfolger Ong Bui. Ong bedeutet „Herr“. Sushi und vietnamesische Küche treffen sich auf der recht opulenten Karte. Chef ist Manh Thuong Bui, dessen Bruder die Küche wuppt. Essen Spannende Personalie in der Rüttenscheider Rottisserie Du Sommelier von Thomas Friedrich: Nach 18 (!) Jahren verlässt Küchenchef Andre Kauke das Restaurant. Nachfolger wird Hans Robert Lange Rodriguez, der hier im Hause bis 2015 seine Kochausbildung meisterte. Der Sohn einer bolivianischen Mutter und eines deutschen Vaters kocht mit südamerikanisch-spanischen Einflüssen, die dem französisch-westfälischen Küchenstil von Friedrich sicherlich spannende Nuancen hinzufügen. Zuletzt war Lange Rodriguez hoch bewertet im Restaurant Am Kamin in Mülheim an der Ruhr tätig. Davor in Nelson Müllers Schote und zum Studium am Basque Culinary Center in Bilbao, dem Hotspot für innovative Kochkunst. Oberhausen Man muss es deutlich sagen: Zum Kotzen. Die Rooftop-Bar Sternwerk des Arthotels Ana am Saporishja-Platz in der Innenstadt schloss dauerhaft, da zum wiederholten Male Vandalen sich nächtlich Zugang verschafft haben, um dort ihrem idiotischen Treiben zu frönen. Dabei wurden neben anderem destruktiven Aktionismus sogar Gläser vom Dach geworfen. Da die Möglichkeiten zur Sicherung ausgeschöpft seien, zog das Hotel die Konsequenzen. tt

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