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Februar 2017 - coolibri Recklinghausen, Gelsenkirchen, Herne

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C O O L I B R I L O K A

C O O L I B R I L O K A L U r a U f f ü h r U n g Sophi a , der Tod Und ich n a c h d e m r o m a n v o n T h e e S U h l m a n n Matinee 12. Februar 2017 Premiere 3. März 2017 Vorstellungen 11., 22. März 2017 Grillo-Theater Kunst gehört nie einem allein Tickets T 02 01 81 22-200 www.schauspiel-essen.de Das neue Museum Jerke liegt am Kirchplatz mitten in der Krim Foto: Inga Pöting Kurze Str. 9 | Düsseldorf-Altstadt 08.02.17 15.03.17 29.03.17 ROCK DAS TUBE 2.0 - REIHE 21.02. THE GRAVELTONES 03.03. MAXINE KAZIS 09.03. TURBOBIER 10.03. PILZ 11.03. PYOGENESIS 14.03. WENDJA R E C K L I N G H A U S E N Polnische Kunst sammelte Dr. Werner Jerke schon als Student. Seiner Wahl-Heimat Recklinghausen hat der gebürtige Schlesier jetzt ein eigenes Museum geschenkt. Im Gespräch verrät er, wieso es in dem Bauwerk mit der provokanten Architektur keine Beschriftungen gibt und woher die Motivation rührt, ein eigenes Museum zu finanzieren. 18 23.03. NAVARONE 24.03. MAINFELT 31.03. NICK YUME 02.04. DOUBLE CRUSH SYNDROME 03.04. FENCES 15.04. FIGHTBALL 21.04. GARDEN GANG | GEN N | XSLF (UK) 23.04. WHY SL KNOW PLUG aka MONEYBOY ALLES IST DESIGNER TOURNEE 2017 27.04. JAN SIEVERS 05.05. B-TIGHT 06.05. THE SEWER RATS 11.05. KING 12.05. ZANDER SCHLOSS & PASCAL BRIGGS LIVE tube.tickets.de Herr Jerke, Ihr Museum sticht architektonisch hervor – wer hat das Gebäude entworfen? Die Idee stammt von mir, ein Architekt hat den Entwurf aufs Papier gebracht. Das Gebäude soll sich im positiven Sinne abheben. Ein Museum für moderne Kunst muss provozieren. Woher die Idee, selbst ein Museum zu bauen? Ich habe schon Kunstwerke in die ganze Welt geschickt, unter anderem ins MOMA in New York. Als Sammler ist man verpflichtet, die Kunst der Öffentlichkeit zu zeigen. Kunst gehört nie einem allein. Wir verwalten sie nur. Es ist der Traum jedes Sammlers, irgendwann einmal ein eigenes Museum zu haben. Zusammen mit dem Ikonenmuseum hat Recklinghausen jetzt zwei exotische Museen – das ist auch überregional interessant. Sie haben Ende April eröffnet – wie läuft es bisher? In den ersten drei Monaten sind mehr als 1000 Besucher gekommen. Das ist sehr gut für ein kleines Museum, das nur freitags und samstags geöffnet hat. Auch die Führungen, die ich gebe, sind bis auf weiteres ausgebucht. Das Geld, das über Eintritt und Führungen hereinkommt, fließt in die Jerke Art Foundation. Darüber werden Sonderausstellungen finanziert. Den Museumsbau haben sie komplett privat finanziert... Stimmt, Zuschüsse von Stadt oder Land gab es nicht. Ich bin hauptberuflich Augenarzt. Ich hätte von meinem Geld auch Häuser auf Mallorca kaufen können. Aber ich wollte lieber das Museum. Es ist ein kleines Museum, aber ich kann hier wirkliche Qualität zeigen. Keine Massenware, sondern sehr gute Künstler.

C O O L I B R I L O K A L Haben Sie die Dauerausstellung selbst gestaltet? Ja, ich habe die Bilder selbst aufgehängt. Denn schließlich habe ich meine Sammlung subjektiv zusammengetragen. Was ich subjektiv gekauft habe, möchte ich auch subjektiv zeigen. Dabei wird es Wechsel geben – ich habe weitere Kunstwerke im Depot und damit die Möglichkeit, die Dauerausstellung immer wieder zu verändern. Bei Sonderausstellungen ist die Hängung natürlich dem Künstler überlassen. Welche polnische Kunst zeigen Sie im Museum? Es geht um die polnische Avantgarde und insgesamt um historische Umbruchszeiten, die sich in der Kunst zeigen. Soziale und politische Veränderungen sind ein Barometer für die Kunst: Künstler sind sensibel und nehmen ihre jeweilige Zeit auf. „Künstler sind sensibel und nehmen ihre jeweilige Zeit auf.“ Um welche Zeiten handelt es sich genau? Zunächst um die 1920er Jahre, damals ist Polen als unabhängiger Staat entstanden. Künstler studierten zu der Zeit etwa in Berlin, München, St. Petersburg und Moskau. Für mich war die Gruppe aus Russland interessant. Rund um Kasimir Malewitsch, ein nach Russland ausgewanderter Pole und Hauptvertreter der russischen Avantgarde, entstand damals eine Gruppe, die den Konstruktivismus hervorgebracht hat. Ein wichtiges Bild aus dieser Zeit ist das „Zerbrochene Viereck“. Der Maler dieses Bildes, Wladyslaw Strzeminski, war ein Schüler von Malewitsch, der nach Polen kam und dort mit seiner Frau ein Museum der Moderne gründete. Das „Zerbrochene Viereck“ bricht mit der Richtung von Malewitsch. Viele Kunsthistoriker sagen, dass es wahrscheinlich das erste Bild einer Gegenbewegung ist – Strzeminski zerbricht hier das „Schwarze Quadrat“ von Malewitsch (eine Ikone der Malerei des 20. Jahrhunderts, Anm. d. Red.). Welche Umbrüche zeigen sich noch in der polnischen Kunst? Anfang der 1950er stirbt Stalin, damit zerbricht der Sozialismus in der Kunst. Diese Kunst, die man auch aus der DDR kennt – immer lachende Arbeiter und so weiter – verschwand und viele Ostblock-Künstler begannen mit abstrakter Kunst. Dazu gehören die Arbeiten von Wojciech Fangor, der eigens für das Museum Jerke ein Fenster gestaltet hat. Er ist kürzlich im Alter von 93 Jahren gestorben. Das Fenster war fast seine letzte Arbeit. Die dritte Periode, die ich im Museum zeige, ist die Zeit des Falls des Kommunismus. Der Kapitalismus kommt nach Polen, damals entstanden sehr kritische Bilder. Wieso haben die Bilder in Ihrem Museum keine Beschriftungen? Darauf habe ich gezielt verzichtet. Jeder kann eine Mappe mit in die Ausstellung nehmen und nachsehen, welches Bild von welchem Künstler ist. Ich habe keine Schilder gemacht, weil ich eins beobachtet habe: Wenn Besucher in ein Museum kommen, schauen sie erst auf das Schild. Wenn dort zum Beispiel „Picasso“ steht, dann ist das Bild gut. Ich habe mir gedacht: Soll sich der Besucher doch lieber zuerst mit dem Bild auseinandersetzen – und dann schauen, von wem es ist. Inga Pöting Finde heraus, was in Dir steckt! Training for life by training on stage! Alter 3-18 J. Bereichere Dein Leben durch Tanz, Gesang, Schauspiel und Performance! 4x in NRW: Bochum, Düsseldorf, Essen und Mönchengladbach! STAGE ACADEMY [JAS] heißt alle jungen Talente zwischen 3 und 18 Jahren willkommen! Vereinbare einen Schnuppertermin und finde heraus, was Du kannst! STAGE ACADEMY [JAS] 0711 8825 7664 www.jas-stage.academy kontakt@jas-stage.academy 22.02.17 Düsseldorf ISS Dome 03.03.17 Köln LANXESS arena 07.03.17 Köln Gloria 27.03.17 Köln Palladium 07.04.17 Düsseldorf Mitsubishi Electric Halle 13.04.17 Düsseldorf Mitsubishi Electric Halle 08.05.17 Köln Gürzenich 25.05.17 Düsseldorf Mitsubishi Electric Halle 01.06.17 Oberhausen KöPi-Arena 27.06.17 Köln LANXESS arena 02.09.17 Gelsenkirchen VELTINS-Arena 14.10.17 Köln LANXESS arena Dr. Werner Jerke Museum Jerke: Johannes- Janssen-Straße 7, Recklinghausen, Öffnungszeiten: Fr 14–18, Sa 11–15 Uhr, Führungen nach Vereinbarung museumjerke.com 09.12.17 Köln LANXESS arena Karten an den bekannten CTS-VVK-Stellen. CTS Ticket Hotline: 01806-570000 20 Cent/Anruf, Mobilfunkpreise max. 60 Cent/Anruf Im Internet: www.eventim.de 19

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