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Februar 2017 - coolibri Dortmund

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C O O L I B R I L O K A

C O O L I B R I L O K A L Ein Grundstein für Demokratie Seit August 2016 ist Dr. Astrid Blome Leiterin des Instituts für Zeitungsforschung. Im Gespräch mit dem coolibri spricht sie über Ihren persönlichen Bezug zum Medium, aktuelle Herausforderungen und die Besonderheit der Dortmunder Einrichtung. Dr. Astrid Blome (Mitte) mit Jörg Stüdemann und Dr. Johannes Borbach-Jaene Foto: Thomas Kampmann Können Sie sich erinnern, wann Sie ihr erstes Zeitungs-Abo hatten? So lange ich denken kann, wurde in meiner Familie Zeitung gelesen. Zeitungen, Wochenzeitungen oder Magazine waren immer ein Teil des Alltags. Was hat sie persönlich dazu gebracht, Zeitung zu lesen? Abgesehen davon, dass es selbstverständlich war, geht es mir hauptsächlich darum, mich zu informieren. Zeitungen bringen Hintergründe, Struktur, Einordnung und Interpretation der Nachrichten und verschiedene Sichtweisen. Das andere ist: Zeitung lesen ist eine ganz bestimmte Kultur, die zur Strukturierung des Tages dazu gehört, oder gerade auch an den Wochenenden oder im Urlaub regelrecht zelebriert wird. Verändert sich die Lektüre? Die Lektüre verändert sich insofern, als man neben den Printzeitungen auch die elektronischen Ausgaben nutzt. Aus meiner Heimatstadt Bremen lese ich zum Beispiel das E-Paper und lasse mir keine Printausgabe schicken. Man hat heute mehr Möglichkeiten zu kombinieren. Wie werden aktuellen Debatten in ihrem Bereich verarbeitet? Die klassische Zeitungswissenschaft gibt es nicht mehr. Heute beschäftigt sich die Kommunikations- und Medienwissenschaft natürlich auch mit aktuellen Fragen und Entwicklungen, zum Beispiel: Wie verändert sich der Journalismus, wenn er zum cross-medialen Journalismus wird, oder wie agieren Journalisten früher und heute in ihrer Vermittlerrolle? Und im November veranstalten wir als Institut unsere diesjährige Fachtagung zum Thema Glaubwürdigkeit der Medien, da werden Journalisten und Wissenschaftler sprechen. Welche Entwicklungen sind darüber hinaus interessant? Glaubwürdigkeit ist ein Thema, andere sind: Wie verändert sich der Journalismus durch die völlig neuen Herausforderungen und Strukturen (Newsroom, Newsdesk), oder welche Strategien entwickeln die bestehenden Medien, wenn sie der Konkurrenz neuer Medien ausgesetzt sind? 22 Sie sind seit August 2016 in Dortmund: Was schätzen Sie an der Einrichtung am meisten? Das Institut für Zeitungsforschung kannte ich als feste Größe, schon lange bevor ich hier hergekommen bin. Was mir jetzt noch viel stärker bewusst geworden ist und was ich sehr schätze, sind der Ansatz und die Struktur des Instituts: Es ist Forschungsstelle, Archiv, Fachbibliothek und Treffpunkt zugleich. Die Bestände an Literatur und Quellen sind fantastisch. Und was ich sehr zu schätzen gelernt habe, sind das Wissen und die Erfahrungen der Mitarbeiterinnen und Kolleginnen und ihre Einstellung: wie sie mit unsere Besuchern umgehen und versuchen, für jede Frage, für jedes Problem eine Lösung zu finden. Ist es schon Zeit wehmütig auf die Zeitung zu blicken? Da ich Zeitungen immer noch nutze, hält sich die Wehmut in Grenzen. Ich finde die Gesamtentwicklung bedauerlich, denn Zeitungen sind für mich immer ein Grundstein für Demokratie, für Meinungsaustausch, für Anschlusskommunikation und vieles mehr gewesen. Der Medienwandel lässt mich schon beobachten, dass sich in den jüngeren Generationen die Art und Weise ändert, wie Informationen aufgenommen, selektiert und verarbeitet werden. Und das ist es, was mich einerseits ein wenig ‚wehmütig‘, andererseits auch bestürzt macht. Was wünschen Sie sich daher für die Rolle der Zeitung? Zeitungen erfüllen eine spezifische kulturelle Aufgabe, da sie einem Journalismus Raum bieten, der sich in vielen anderen Medien nicht entwickeln kann. Deshalb wünsche ich mir junge, kritische Journalisten, die die ursprünglichen Aufgaben der Zeitungen erhalten: das Strukturieren, Einordnen und Bewerten, abseits von Informationshäppchen, Meinungsmache oder einem Algorithmus, der zu wissen meint, welche Informationen ich haben möchte. Stefanie Roenneke Institut für Zeitungsforschung: Di–Do 10–19 Uhr; Mi+Fr 10–16 Uhr, Maxvon-der-Grün-Platz 1–3; Fachtagung zum Thema Glaubwürdigkeit der Medien: 24.+25.11.; zeitungsforschung.dortmund.de

C O O L I B R I L O K A L C I T Y S T A D T R A U M So soll der Dortmunder Hauptbahnhof mal aussehen. Foto: Deutsche Bahn AG Entdeckungsfreudige Läufer beim Urban Trail Foto: Veranstalter Bahnhof macht sich fein Manch ein Bahnreisender in Dortmund denkt „na endlich“. Im zweiten Quartal 2017 beginnt die große Modernisierung des Hauptbahnhofes. Bis 2024 sollen in mehreren Phasen alle Baumaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 130 Millionen Euro abgeschlossen sein. Unter anderem soll es Aufzüge zu allen Bahnsteigen, stufenfreie Einstiege sowie eine Teilüberdachung der Gleise 1 und 2 geben. Der Personentunnel wird um knapp vier Meter auf 13,2 Meter erweitert. Über die Pläne und den Verlauf des großen Umbaus informiert ein Infocube. Das würfelförmige Infocenter steht in der Empfangshalle des Hauptbahnhofs und hält Aktuelles zum Umbau, sowie Bekanntmachungen der Stadt und des VRR bereit. Gleichzeitig gibt’s dort Grafiken, die zeigen, wie der Bahnhof später aussehen soll. ei Sportliches Stadtentdecken Dortmund lädt 2017 zum ersten Urban Trail, einem sportlichen Entdeckungslauf vorbei an Sehenswürdigkeiten der Stadt. Um die zehn Kilometer lang wird die Strecke sein, die durch spannende Stadtteile, schicke Flecken und durch interessante Gebäude führt. Dabei sollen auch urbane Geheimnisse gelüftet und besondere Momente erlebt werden. Wolang der Lauf führt, enthüllen die Veranstalter nach und nach. Das Konzept erfreut sich in den Benelux-Ländern, Skandinavien und Frankreich schon seit einigen Jahren hoher Beliebtheit. Leistung steht beim Urban Trail übrigens eher im Hintergrund, es wird weder die Zeit gemessen, noch eine Rangfolge ermittelt – im Vordergrund stehen das Stadtentdecken und dank anschließendem Brunch für alle Läufer auch der Gemeinschaftsgeist. lv Urban Trail Dortmund: 17.9., Dortmund, urbantrail.de KMZ - KollektiveMusikZentrale Veranstaltungsagentur und Promotion Kontakt für • Bands • Musiker • Künstler info@kollektivemusikzentrale.de www.facebook.com/kollektivemusikzentrale NORDSTERN Der Existenzgründungs - und Unternehmenswettbewerb Veranstaltungstermine im Ausgabe März 2017 bis zum 14.02. • 12.00 Uhr terminator@coolibri.de Fax 02 34 / 9 37 37 - 97 www.wirtschaftsfoerderung-dortmund.de 23

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