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Februar 2016 - coolibri Düsseldorf /Wuppertal

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S Z E N E Z E N T R U M

S Z E N E Z E N T R U M F Ü R V E R F O L G T E K Ü N S T E K U L T U R I M K O N T O R Eric Isenburger, Stillleben Kein vergangenes Relikt Im vergangenen Dezember eröffnete Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, in Solingen das Zentrum für verfolgte Künste: Europas erste Institution, die ihre Arbeit ausschließlich verfolgten Künstlern und ihren verbotenen Werken widmet. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und die Stadt Solingen haben Anfang des Jahres dieses Zentrum gegründet. Kunstsammlung Gerhard Schneider © Sheila Low-Beer André Klem Skurrile Geschäftsidee Die Kurve zu kriegen, ist bekanntermaßen nicht jedem vergönnt. Davon wiederum leben die ungleichen Brüder Rudolf und Anton. Nah an einer gefährlichen Kurve lebend, wo andauernd Menschen tödlich verunglücken, bewirtschaften sie einen Friedhof und liefern die Grabreden gleicht mit. Zudem setzen sie demolierte PKWs wieder instand. Bei gutem Wetter haben sie ganz schön zu tun... Das Theaterstück „Die Kurve“, eine Farce von Tankred Dorst, inszeniert der Wuppertaler Schauspieler André Klem im Rahmen seines neuen Projekts „Freie Bergische Bühne“. 1961 von Peter Zadek mit Klaus Kinski, Helmut Qualtinger und Gernot Duda verfilmt, hat „Die Kurve“ nichts an Aktualität verloren. JD Die Kurve: 27.2. 19.30 Uhr (Premiere)Kultur im Kontor, Wuppertal-Cronenberg; freie-bergische-buehne.de Foto: Christoph Kuberka „Ein wichtiger Beitrag für unsere Erinnerungskultur.“ Beide Partner nehmen sich damit einmal mehr ihrer Verantwortung für die deutsche (Kunst-) Geschichte an. „Das Rheinische Kulturerbe zu erhalten, ist erklärtes Ziel des LVR“, so Dorothee Daun, Mitglied der Landschaftsversammlung Rheinland und Aufsichtsratsvorsitzende der „Zentrum für verfolgte Künste“-GmbH. „Die Werke der verfolgten Künstlerinnen und Künstler wie Else Lasker-Schüler, Otto Pankok oder Georg Meistermann sind Teil dieses Erbes.“ Aufgabe des Zentrums ist es, Werk und Leben der von Verfolgung bedrohten Künstlerinnen und Künstler zu erforschen, sie verstärkt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Folgen von Unterdrückung für ihr künstlerisches Schaffen aufzuzeigen. Sylvia Löhrmann, Schulministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin: „Mit dem Zentrum für verfolgte Künste wird ein einzigartiges und weit über die Landesgrenzen ausstrahlendes Projekt für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Arbeit des Zentrums ist ein wichtiger Beitrag für unsere Erinnerungskultur, weil es die Werke mutiger und verfolgter Künstlerinnen und Künstler und deren Biografien präsentiert. Es ist zugleich ein Signal für unsere heutige Zeit, indem es die Ursachen von Flucht und Verfolgung offenlegt. Verfolgt zu sein und unerwünscht zu sein mit seiner Kunst, seiner Meinung, seinem Wesen, seinem Freiheitsdrang oder seiner Religion ist leider kein Relikt aus der Vergangenheit.“ Mit der Förderung in Höhe von einer Million Euro ermöglicht der Bund zudem den Ankauf von Werken aus zwei bedeutenden Kunstsammlungen. Damit kann der Bestand zum Thema „Entartete Kunst“ um wichtige Werke ergänzt werden. Das Zentrum für verfolgte Künste präsentiert die ständigen Sammlungen der Bürgerstiftung für verfolgte Künste, die einen Einblick in das Thema der verfolgten Literatur und bildenden Kunst zwischen 1933 und 1945 geben. Zudem wird die „Bürgerstiftung für verfolgte Künste – Else-Lasker-Schüler-Zentrum – Kunstsammlung Gerhard Schneider“ betreut. kanimi, kunstmuseum-solingen.de 24 U N I H A L L E Festival-Atmo Zehnte Hilfe Es war einmal die Idee einer guten Tat, die sich verselbstständigte und 2016 in die 10. Ausgabe von „Wuppertal hilft“ mündet. Erneut spielen zahlreiche Acts vor großem Publikum für den guten Zweck – diesmal gehen die Einnahmen an die Wuppertaler Tafel, die aktuell ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert hat. „Sie können sich so ein Festival gar nicht vorstellen?“, fragt Mitveranstalterin Moni Hensche. „Kommen Sie am 20. Februar in die Uni-Halle und erleben Sie selbst, was kaum zu beschreiben ist: einen wunderbaren Abend in familiärer Atmosphäre, überaus kurzweilig mit vielen unterschiedlichen musikalischen Akteuren auf der Bühne, die lückenlos nacheinander auftreten. Alle Spenden werden zu 100 Prozent weitergereicht. DoppelD Wuppertal hilft: 20.2. Uni-Halle, Wuppertal Foto: Till Brühne

S Z E N E D I E B Ö R S E Verwischte Welten Das Leben als Game Keine Lust auf Müll runterbringen? Per App wird ein Spiel daraus. Joggen ist heute aber echt zu anstrengend? Dafür gibt es ein Programm. Der Kampf gegen den inneren Schweinehund als Videogame: Sternchen sammeln und Level aufsteigen – schon sind wir motiviert für so ziemlich jeden Scheiß. Die Veranstaltungsreihe Spiel vs. Leben macht im Workshop „Gamification: Spielen wir uns ‚zu Tode‘?“ das verspielte Leben zum Thema. Das Projekt von Bergischer Uni und Kommunikationszentrum Börse beleuchtet Risiken und Chancen der Entwicklung in eine gamifizierte Gesellschaft. Der Eintritt ist frei, eingeladen sind Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Lehrkräfte sowie Jugendliche. JD 3.2. Die Börse, Wuppertal; spiel-vs-leben.de L C B Jörg Degenkolb-Degerli Foto: Frank „Ecke“ Gleitsmann Foto: Veranstalter ? Texte a la Wortwache Nein, mit „Einer flog über das Kuckucksnest“ habe das Programm nun eigentlich nix zu tun – außer, dass alle Figuren ziemlich bekloppt seien. Vielmehr gehe es um die ganz großen Fragen, danach, wo man herkommt und wo es hingeht – und die teils kläglichen, teils tiefsinnigen Antworten. So weit Autor und Bühnenliterat Jörg Degenkolb-Degerli, der beim Renovieren Tagebücher gefunden haben will, aus denen er in der Lay-Down-Tragedy „Einer lag im Kuckucksnest“ vorliest. Ein Björn Godeking habe all das niedergeschrieben, was fragmentarisch einen Blick auf dessen Leben wirft; ein Leben, das von einer gewissen Tragikomik erfüllt wurde. Texte von kleinen Erfolgen und großen Niederlagen, voller Witz und Skurrilität, als habe Degenkolb-Degerli sie selbst geschrieben. FM „Einer lag im Kuckucksnest“: 19.2. LCB, Wuppertal; lcb-online.de 25

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