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DIE WILDE BRAUKUNST von

DIE WILDE BRAUKUNST von Max Florian Kühlem Als Gerd Ruhmann vor 30 Jahren beruflich in Brüssel zu tun hatte und ein Feierabendbier in der Kneipe bestellen Als Gerd Ruhmann vor 30 Jahren beruflich wollte, war das nicht so einfach. „Ein Bier?“, fragte der in Brüssel zu tun hatte und ein Feierabendbier in der Kneipe bestellen wollte, war Kellner verwundert: „Wir haben 17 Sorten aus dem Hahn und 85 in der Flasche.“ Er brachte dem ratlosen Gast erstmal eine Bierkarte – wie man sie heute in Bier-Bars wie Kellner verwundert: „Wir haben 17 Sorten das nicht so einfach. „Ein Bier?“, fragte der der Trinkhalle an der Herner Straße in Bochum findet. Sie aus dem Hahn und 85 in der Flasche.“ Er gilt als zentraler Ort der neuen alternativen Bierlust im brachte dem ratlosen Gast erstmal eine Ruhrgebiet. Hier treffen wir einige der Protagonisten des Bierkarte – wie man sie heute in Bier-Bars Trends zum handgemachten Bier. wie der Trinkhalle an der Herner Straße in Bochum findet. Sie gilt als zentraler Ort der neuen alternativen Bierlust im Ruhrgebiet. Hier treffen wir einige der Protagonisten des Trends zum handgemachten Bier. Nach einigen misslungenen Brau-Versuchen im heimischen Keller braut Gerd Ruhmann mittlerweile in einer kleinen Hausbrauerei erfolgreich das Lindenbier. Er belebt damit eine Sorte neu, die die Lindenbrauerei Unna bis zu ihrer Einstellung 1979 hergestellt hat. Das Brauerei-Sterben war damals weit verbreitet. Auf dem Bier-Markt fand in den Siebzigerjahren eine Zentralisierung und Vereinheitlichung statt, mit der auch Dortmund seine Brauerei-Vielfalt und den Ruf als Hauptstadt des Bieres einbüßte. „Das Ruhrgebiet wurde zur Pils-Diaspora“, erinnert sich Gerd Ruhmann und meint damit, dass man in den meisten Kneipen bloß noch eine Sorte Pils bekam. Für den Gast stellte sich nur die Frage: Groß oder klein? 70

Zuletzt war ein gegenläufiger Trend zu beobachten. Der hatte nur in Berlin, sondern auch im Ruhrgebiet in Orten wie dem Duisburger Finkenkrug manifestiert, wo man aus unzähligen Biersorten wählen kann, deren Brauer oft genüsslich mit dem Deutschen Reinheitsgebot brechen. „Craft Beer“, dieser englische Ausdruck hat sich als Oberbegriff für die unabhängigen Brauereien und oft handwerklich hergestellten Biere durchgesetzt. „Auch wir haben uns jetzt zu diesem Begriff durchgerungen, weil er das Bier und seinen Hintergrund einfach am besten beschreibt“, sagt dazu Oliver Mühlmann von der Dortmunder Bergmann-Brauerei. Auch er ist in die Trinkhalle an der gekommen, um über den Craft-Beer-Trend zu sprechen. Hier findet man Kühlschränke und Flaschenbier wie in einer der vielen traditionellen Trinkhallen des Ruhrgebiets. Der entscheidende Unterschied liegt in der Befüllung: belgische Trappisten-Biere, die Hopfen betonten Pale Ales oder India Pale Ales englischer und amerikanischer Prägung, cremige Stouts, malzige Lager, helle Weißbiere, Starkbiere aller Art. Wie vielfältig die Welt des Bieres sein kann, zeigen ganz in der Nähe die Aktivisten des Bochumer Sozialen Zentrums. Hier wird eine Gär- Kaffeegenuss aus DortmunD ffeegenuss aus Dortmund Die Traditionsmarke aus Dortmund www.schirmer-kaffee.de Schirmer Kaffee GmbH, Heßlingsweg 28, 44309 Dortmund 71

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