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BERGMANN BIER BOOMT 1796

BERGMANN BIER BOOMT 1796 gegründet, war die Bergmann Brauerei einstmals Teil der deutschen Bierhauptstadt. 1966 hatte sie 109 Mitarbeiter und produzierte 96.000 Hektoliter Bier. Sie stand bis 1972 für Qualität. Dann war – wie für so viele der kleineren Brauereien – Schicht im Schacht. Doch anders als bei den unzähligen anderen Traditionsbrauereien im Pott gelang ein Comeback. Seit 2010 brauen einige Dortmunder wieder Bergmann - mit dem gleichen Anspruch wie damals. Sowohl in Bezug auf die Rohstoffe und Zutaten, die weiter verarbeitet werden, wie auch auf das Brauwasser und die Brautechnik. Formuliert in einem starken Claim: „Harte Arbeit. Ehrlicher Lohn.“ Die Dortmunder lieben das. Bergmann-Macher Dr. Thomas Raphael erinnert sich noch an Zeiten, als es in Dortmund acht unabhängige Brauereien gab. Als Witz hatte er zunächst 2005 die Markenrechte für 300 Euro gekauft, doch dann wurde es plötzlich Ernst: der selbstständige Mikrobiologe ließ 2006, um die Rechte am Leben zu erhalten, einen Hagener Brauer 6000 Liter Export im Stil der 70er Jahre produzieren. Eine Firma wurde gegründet, Raphael quasi Freizeit-Brauereidirektor, Vertriebsstellen gefunden, darunter ein echter Clou: Von der Stadt gab es das Angebot, günstig einen heruntergekommenen Kiosk in bester Lage zu mieten. Seither ein Kult-Ort der Stadt. 2009 kam eine erste eigene Brauerei in Lagerhalle im Dortmunder Hafen hinzu. Das Kapital stammt von Investoren, an die Genussscheine ausgegeben wurden. Doch inzwischen ist auch dieser Ort zu klein, längst sind sieben Biere in der Produktion. Deshalb ziehe man wieder um, sagt Raphael. Vom Hafen ins neue Gewerbe- und Industriegebiet Phoenix-West. Bis zu 5000 Hektoliter sollen ab 2017 jährlich dort gebraut werden. Insgesamt 2200 Quadratmeter groß soll die Multifunktionshalle werden, in der dann Bergmann Bier gebraut wird. Zwei Millionen Euro werden investiert. Eine ganze Stange Geld für ein Hobby. Mit Hilfe der Vertriebspartner soll das Bergmann-Bier weiter Dortmund und den umliegenden Städten Schwerte, Lünen und Bochum vertrieben werden. Bergmann boomt. Und zur Brauerei entsteht wohl auch noch eine Gastronomie. Aber wer Bier und Kiosk kann, kann auch Brauerei und Gastronomie. Und die Dortmunder freuen sich, dass es ein cooles, eigenes Bier gibt. 62

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