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ES SPRUDELT UNTER DEM

ES SPRUDELT UNTER DEM RUHRGEBIET 2015 veröffentlichte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit eine Grafik, die Orte zeigte, an denen Mineralwasser abgefüllt wird. Diese Deutschlandkarte zeigt, dass NRW und speziell das Ruhrgebiet zu den wichtigsten Förderern des Wassers gehört. Deutschlandweit ist ausgerechnet Bochum dabei die drittplatzierte(!) Stadt, was die Abfüllung von Mineralwasser angeht. Ganze 22 Orte wurden hier statistisch erfasst. Insgesamt gibt es erstaunliche 11. 000 Quellen in NRW, gut 140 davon Mineralquellen (bundesweit sind es das nur insgesamt 800). Doch was ist überhaupt Mineralwasser? Es entsteht, wenn Regen oder Schnee versickert und als Wasser seinem langen Weg nimmt durch verschiedene Gesteinsschichten. Dabei nimmt es Mineralstoffe und Spurenelemente auf, wird derweil aber auch gefiltert und gereinigt. Dieser Versickerungsprozess dauert manchmal Jahre, mal Jahrzehnte, womöglich auch länger. So entstehen hochwertige Naturprodukte – mal reich an Calcium, Magnesium oder Fluor, mal mit natürlicher Kohlensäure, auch schon mal temperiert. Irgendwann wird dann das in einem „Reservoir“ entdeckte „fertige“ Mineralwasser per Mineralbrunnen wieder an die Oberfläche gefördert, dort distributiert. Das heißt, dass meist kommerzielle Unternehmen es unter Umständen mit 10

(zusätzlicher) Kohlensäure versetzen und in Flaschen abfüllen. In sogenannten artesischen Quellen gelangt das Wasser durch Überdruck allerdings von ganz allein an die Oberfläche. Die rechtlichen Vorgaben für derlei Produkt sind in der Mineral- und Tafelwasserverordnung geregelt. „Natürliches Mineralwasser“ bedeutet hier: Dieses Wasser erfüllt die strengen Anforderungen in geologischer, chemischer und mikrobiologischer Hinsicht. Das heißt, es stammt aus einem unterirdischen Wasservorkommen, das vor Verunreinigungen geschützt ist. Es ist von Natur aus rein, besitzt eine beständige Mineralisation im Rahmen natürlicher Schwankungen und beinhaltet natürlich keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe. Mineralwasser darf, laut Gesetzgeber, in seiner natürlichen Beschaffenheit nicht verändert werden. Nur der Zusatz von Kohlensäure ist erlaubt. Eine Ausnahme ist auch der Entzug von Kohlensäure, Eisen und Schwefel. Um seine Qualität zu wahren, muss es am Quellort abgefüllt werden. In NRW liegt die durchschnittliche Brunnentiefe laut Geologischem Dienst NRW bei 120 Metern. Anders als das Mineralwasser entstammt das Trinkwasser, das „Kraneberger“, das aus dem Hahn kommt, in der Regel aus Reservoirs an der Oberfläche (Flüsse und Seen, Talsperren) und Grundwasservorkommen. Es wird mit Wasseraufbereitungsverfahren gereinigt und entkeimt. Neuster Clou ist übrigens Bio-Mineralwasser. Das irritiert: Sind Mineralwasser nicht immer bio, weil sie natürlich rein sein müssen? Das ist richtig. Die Differenz liegt dann tatsächlich nicht mehr im Produkt selber, sondern darin, dass mehr Tests vorgenommen werden, um Belastungen und Pestizid-Rückstände zu vermeiden. Das Bio-Siegel ist also eher symbolischer Natur und beschreibt weniger das Produkt als vielmehr einen Mehrwert an Verantwortung. 11

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