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coolibri Campus No 08

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KUNST Was macht

KUNST Was macht JakobLebsanft,26 Populäre Musik Folkwang Universitätder Künste soundcloud.com/lebsan die Kunst? Zeit istein bestimmender Faktor während desStudiums.Oftmals ist davon–wievom Geld –zuwenig da, obwohl Zeit zu haben, Freiheit bedeutet –zulernen,zudenken, zu schaffen. Dasgiltfür jeden Studiengang, erhältimkünstlerischen Rahmenjedocheine besondereBedeutung.Auchwenn sich hierzulande vorallemseit derRomantik derGeniekultweiter hält,brauchen auch Künstler eine Ausbildung,umTechniken zu lernen,Hintergründe zu erfahren, um somit herauszufinden, welchePosition sieund ihr Werk einnehmen wollen. Die Schule ist dabei im Idealfall einSchutzraum, derzum Austausch einlädt, aber auch Strukturen aufzeigt. Stefanie Roennekehat Studierende undAbsolventenverschiedensterKunstrichtungen ausNRW gefragt, wiesie zu ihrem Feld gefunden haben, welche Erfahrungensie gemacht haben und wasdie Kunstgeradesomacht. Ziemlich große Schlüsse „Meine Musikwächstrecht langsamheran undhätte nebeneinem anderenStudium nichtgenügendZeitdafür bekommen,“ erklärtJakob seinen Entschluss für einMusikstudium. Herausfordernd findeteres, gleichzeitig Produzent, Interpret undRezipient zu sein.„Alsomichselbstund andere mitmeinerMusik zu bewegen. Unddie Frage: Wozu kann ichuns überhauptbewegen?“ Aufder SuchenachAntworten lässt er sich vonganz einfachenBeobachtungen beeinflussen, aus denenerziemlich große Schlüsseziehenkann.„IchversuchegenerelloffeneOhren undAugen zu behalten.Das Filternder Informationenfällt mir da schon schwerer.“ MomentaneProjekte: Das kuriosePop-Projekt BODDY, dasdüstere Techno- ProjektNOBODDY,das Electronica-DuoLebsanft &Raquetund dank wieder aufgenommenemSport diverseMuskelpartien seines Körpers. MarieKöhler, 37 BildendeKunst FH Dortmund&Kunsthochschule für Medien Köln marie-koehler.com Geschichten inszenieren Das Inszenierenvon Geschichten, einschließlich Formen derSelbstinszenierung, hatfür Mariestets eine großeRolle gespielt, zuerst mittelsder Fotografie undanschließendmit weiteren Medien wieFilmoderInstallation. DieseHerangehensweiseist bereitsfrühbei ihr verankert, wollte sie doch ursprünglichSchauspielerin werden.Während ihresStudiumshat siedie Erfahrunggemacht,dassneben derkünstlerischen Ausbildung lebensnahe Punkte wieFördermöglichkeiten,das Zusammenbringenmit GaleristenoderwirtschaftlicheAspekte zu selten im Lehrplan verankert waren. Aktuellsetzt sich Mariemit demgespaltenen undselektivenVerhältnis zumKontinent Afrikaauseinander wiezuletzt mitder Ausstellung „Can aChicken change theWorld“inder Kölner Galeriematjö. Beeinflusst werden ihre Arbeitendurch aktuelleDiskurseund dasWeltgeschehen. Foto: privat Foto: Inga Geiser 14 Wintersemester2018/19

KUNST Tim Thomczyk,22 FreieKunst KunstakademieDüsseldorf timthomczyk.de JulianeHerrmann, 29 Fotografie FH Dortmund&AKV|St.Joost julianeherrmann.com Foto: privat Technik und Konzept Seit ihrerKindheitist dieFotografieJulianesgrößte Leidenschaft.Während ihrerAusbildungkonntesie StudienerfahrungeninzweiLändern sammeln. „In Deutschlandwar dasStudium rechttechnikfokussiert“,sagt sie. In denNiederlandenkonntesie dann aufihretechnischen undgestalterischen Kenntnissekonzeptionellaufbauen. Eine guteMischung: „Ich binrecht froh diesen Weggegangenzusein, auch wenn ichbei beiden Systemen Verbesserungen sehe“. Denn „das Studiumbereiteteinen leider kaum darauf vor, sein eigenes Geld mitder Kunstzuverdienen“. Zwar hat Julianebereits während desStudiumsassistiertund konnte Kontakte sammeln, aber „bis ichvölligunabhängigvon meiner Fotografie leben konnte,hat es einpaarJahre gedauert“. Zuletzthat siedas Fotobuch „Man amongMen“überFreimaurereiiminternationalenKontext veröffentlichtund steckt in denVorbereitungenfür einnächstesProjekt. Sich selbst neu finden „Ich habezweiSemesterhintermir.Ich binmit mir unddem Studium sehr zufrieden“, sagt TimzuseinerZeitander Kunstakademie. „Das Studium beinhaltetvordergründigdie Arbeit im Atelier sowie denAustausch mit Studentenund Professoren.“ Da aber auch dortdie Studierendenanzahl wachse,werde diePlatzverteilung derKlassenschwieriger.Die größte Herausforderungfür ihn: „Sichselbstund dieArbeitimmer wieder neuzufinden. Fürmichpersönlichist auch derUmgangmit derpolarisierenden SituationinDeutschland eine Herausforderung, aber auch Inspiration.“ Sonstbeeinflusst ihn alles,was ihm vordie Nase kommt.Aktuell arbeitet er an Gemäldenund Skulpturenfür seinekommendeAusstellung im Kreativ.QuatierHallenbadinWanne-Eickel im November.„BesteStadt“, so Tim. Foto: privat JenniferEwert,37 Schauspiel RomanKochanski,35 Malerei KunstakademieDüsseldorf galerieloehrl.de Arturo Schauspielschule Köln commitment.de Das Studium als Luxus Gemalt hatRoman vonklein auf, doch dieEntscheidung, sich ganz derMalereizuwidmen, kamerst, als er Kunstauf Lehramt an derUniversität Duisburg-Essen studiert hat. „Ich brauchte einStudium,indem ichZeitbekomme, mein Ding zu machen. UnddiesenLuxusbietetein freies Kunststudium.“ Jenesbegann er an derKunstakademie Düsseldorf. DieFreiheit im Studium bereiteeinen gut aufdie Arbeit als Künstler vor, weil Eigenständigkeitund Motivation eine großeRolle spielen. Dazu gehörtneben dentechnischen Fertigkeitenaberauch „Bewerbungen für Kunstvereine schreiben,odersichumAusstellungenkümmern,sichnachvorne bringen“. Solche Aspektedes Kunstmanagements seienzuseinerStudienzeit noch selten berücksichtigtworden. Dasmit derkünstlerischeArbeitzu vereinen,ist zudemeinealltäglicheHerausforderung. ZuletztwarenRomans Arbeiten in Berlinund Krefeld zu sehen. Wintersemester2018/19 Foto: privat Bewegen und bewirken „Menschenerreichenund beijedem einzelnenetwas bewirken“, istfür Jennifer diegrößte Herausforderungals Schauspielerin.Dazu gefunden hatsie beieinem Schauspielkurs an derUni Düsseldorf, als sienoch Deutschund Allgemeine Sprachwissenschaften studiert hat. Mitihrer individuellen Ausbildung istsie zufrieden. „Wichtig ist, waswir alsSchauspielerdanachdaraus machen“, betont sie. In ihremBereich spieltdas Thema Werteund dieallgemeineAngst in derGesellschaftzurzeit eine großeRolle.„Inwieweit müssenwir unsauf derBühne politischkorrekt verhalten. Wasfälltunter bloßeProvokationund wasist moralisch vertretbar?“, so Jennifer.Aktuell arbeitetsie für dasStück„VALUES“ mitdem Ensemble c.t. 201amComedia TheaterKöln zusammen. 15 Foto: Marie Köhler

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