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coolibri CAMPUS No 06

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Wohnst du noch? Foto:

Wohnst du noch? Foto: Lina Niermann Deutsche Städte werden größer, dichter, vielseitiger, aufregender und auch teurer. Die durchschnittlichen Mietpreise steigen seit Jahren nicht nur in München, Hamburg und Berlin, sondern auch im Ruhrgebiet. Noch können viele Studenten entlang der Ruhr zu erschwinglichen Preisen wohnen – doch ist damit bald Schluss? „Ich habe in einem Loch gewohnt“, erzählt Patrick, Student an der TU Dortmund, von den Wohnverhältnissen während seines ersten Studienjahres, das er vor einigen Jahren in Köln durchlebt hat. „Ich wollte direkt nach dem Abi von zuhause weg, in die große Stadt, studieren und alles.“ Die Zusage für einen Studienplatz in seiner damaligen Traumstadt Köln kam allerdings erst spät, die Wohnungssuche startete dementsprechend. „Ich habe mich bei bestimmt 15 WGs vorgestellt, von denen es nur Absagen gab, und habe mehrere Einzelwohnungen besichtigt, die ich mir alle nicht hätte leisten können. Letztendlich bin ich in einer – nett gesagt – runtergekommenen WG am Stadtrand untergekommen.“ Ein Jahr hat Patrick versucht, seine Wohnsituation zu verbessern. Danach entschied er sich dazu, den Studienort zu wechseln. „In Dortmund hatte ich plötzlich die Auswahl zwischen zwei WGs, die mich beide aufgenommen hätten. Das war für mich völlig absurd. Jetzt wohne ich in einer superschönen und echt großen Wohnung mit Mitbewohnern, die ich mir aussuchen konnte.“ Teure Pflaster Erfahrungen wie die von Patrick, machen viele Studierende in den Großstädten Deutschlands. Entspannung ist dabei nicht in Sicht. Eher im Gegenteil: Die Mietpreissituationen entwickeln sich in den Metropolen der Nation dramatisch, wie eine Datenauswertung der Berliner Morgenpost zeigt. In jener werden die durchschnittlichen Kaltmieten aller 79 deutschen Großstädte dargestellt, verglichen und in einer Rangfolge gegliedert. Demnach verzeichnete die Hauptstadt Berlin im Zeitraum zwischen 2012 und 2016 in manchen Postleitzahlgebieten Mietsteigerungen von 65,9 %, im städtischen Durchschnitt sind es 20 %. Ähnliches gilt für München mit einer durchschnittlichen Steigerung von 17 %. Besagte Datenauswertung offenbart auch, dass in der bayrischen Metropole ein Quadratmeter kalt im Durchschnitt 15,18 Euro kostet. Für eine mickrige 45 Quadratmeter Wohnung muss ein Münchener also durchschnittlich 683,10 Euro im Monat bezahlen – plus Nebenkosten. Und da steht das Abendessen noch nicht mal auf dem Tisch. Erstaunlich weit hinten, auf Platz 22 von 79, liegt Berlin. 9 Euro Kaltmiete im Durchschnitt ist dennoch ein sat- 18 Wintersemester2017/18

WOHNEN ter Wert – galt die Hauptstadt doch lange als erschwingliches Pflaster und Studentenparadies. Verengen wir den Fokus auf NRW, erschrecken (aber nicht überraschen) Köln und Düsseldorf. Die Landeshauptstadt liegt in der Teurer-Wohnen-Rangliste auf Platz 12, der Mietpreisdurchschnitt beträgt 9,70 Euro, die Mieten rangieren hier zwischen 8,24 und 12,26 Euro. Die 45-Quadratmeter-Wohnung, in die ein einzelner Student passt, kriegt man hier für 436,50 Euro Kaltmiete im Monat. Kölner, wie es Patrick einst einer war, zahlen sogar durchschnittlich noch 13,50 Euro mehr. Günstige Quadratmeter „Wenn ich daran denke, wie teuer mein schäbiges Zimmer in Köln war, gruselt es mich“, gibt der Neu-Dortmunder zu. „Ich hatte einen Job neben dem Studium und habe ein bisschen Bafög bekommen, aber brauchte trotzdem Geld von meinen Eltern, um über die Runden zu kommen.“ In Dortmund hat Patrick bisher keinen Nebenjob aufgenommen. Die Finanzierung seiner Eltern hält ihm den Rücken frei, um sich mehr und besser auf sein Studium zu konzentrieren. „Wäre das nicht, könnte ich es aber durch einen Nebenjob ausgleichen.“ Und der junge Student hat Glück. Denn schaut man in der von der Berliner Morgenpost erstellten Mietpreis-Rangliste weiter und noch weiter nach unten, findet man die Städte des Ruhrgebiets erst auf den hinteren Rängen, wo sie eine ziemlich attraktive Figur machen. Die durchschnittliche Kaltmiete im Monat beträgt laut Auswertung in Dortmund und Essen nur 6,36 Euro, in Bochum 6,20 Euro und in Duisburg gibt’s den Quadratmeter durchschnittlich für den Rekordniedrigpreis von 5,50 Euro. Damit ist Duisburg übrigens die siebtgünstigste Großstadt der Nation. Zieht der bereits vorgestellte gebeutelte Student aus München freien Mutes aus seiner 45 Quadratmeter großen Bude in eine gleichgroße Wohnung in Dortmund, zahlt er statt den potenziellen 683,10 Euro im Monat nur noch 286,20 Euro Kaltmiete. Für den horrenden Münchener Preis könnte besagter Student sich eine 107 Quadratmeter große Wohnlandschaft gönnen – oder eine 3er-WG gründen und schlussendlich doch wieder nur knapp unter 230 Euro Kaltmiete blechen. Vermutlich liegt seine Wohnung dann in der Dortmunder Nordstadt oder der Bochumer Hustadt, Wohngegenden mit eher bescheidenem Ruf, und nicht im angesagten Dortmunder Kreuzviertel oder Essens beliebter Ecke namens Rüttenscheid. Aber diese hippen Ecken sind im Pott ja nie wirklich weit weg. MESSE ESSEN GmbH Grugahalle / CCE Norbertstraße D-45131 Essen Grugahalle www.grugahalle de Telefon: +49.(0)201.7244.0 Telefax: +49.(0)201.7244.500 info@grugahalle.de EINE FÜR ALLE! 08 | 10 | 2017 Mädchen Klamotte Der Mädchen-Flohmarkt im Foyer 21 | 10 | 2017 SNIPES Battle of the Year Die inoffizielleWM im Breakdance 22 | 10 | 2017 Breaking for Gold Breakdance-Qualifizierungswettbewerb der Jugend für Olympia 04 | 11 | 2017 Bibi Blocksberg „Hexen, Hexen überall“ 05 | 11 | 2017 Schallplattenbörse im Foyer 11 | 11 | 2017 Ü-30 Party „Mehr als eine Party“ 18 | 11 | 2017 Koncert Gwiazd Live 01 | 12 | 2017 Manowar „The Final Battle“ 08 | 12 | 2017 Ina Müller „Ich bin die – Tour 2017“ 09 | 12 | 2017 Carolin Kebekus „AlphaPussy“ 10 | 12 | 2017 Mario Barth „Männer sind faul, sagen die Frauen“ 17 | 12 | 2017 Lasst uns Weih- Kindgerechte Lieder nachtslieder singen! zum Mitsingen Terminstand: September 2017 . Änderungen vorbehalten KONZERTE | KABARETT | COMEDY | PARTYS design: com.formedia . Ute Glebe . www.comformedia.de Verlegt: 12.04.2018 Neues Programm! Wie wohnt es sich? Auch eine stichprobenartige Umfrage unter Studierenden der Ruhr-Universität Bochum zeigt generelle Zufriedenheit mit der Wohnsituation im Ruhrgebiet. Die Psychologiestudentin Christine hat bis vor Kurzem in Bochum gewohnt und fand es erstaunlich einfach, eine passende Bleibe für sich und ihren Freund zu finden. „Wir haben in Riemke gewohnt. Die Warmmiete lag bei knapp unter 500 Euro für 60 Quadratmeter. Von dort aus ist es mit der U35 nicht weit zur Uni. Ich war super zufrieden.“ Sie ergänzt: „Allerdings muss ich dazu sagen, dass wir als Studenten mit geringem Einkommen einen Berechtigungsschein für eine Sozialwohnung hatten.“ Ganz anders lief es dagegen für Medizinstudentin Sophia: „Ich habe erst spät meinen Studienplatz in Medizin bekommen, als schon alles Gute weg war. Mein WG-Zimmer habe ich schließlich auf der Plattform „WG-Gesucht“ gefunden. Vom Wohnheim brauche ich zu Fuß etwa zwölf Minuten zur Uni. An der Lage stört mich allerdings, dass die Bahnverbindungen abends und am Wochenende nicht so gut sind, um in die Stadt zu kommen. Aber das sind wohl Abstriche, die man für den niedrigen Preis machen muss.“ Der Mathematik-Student Juri zahlt für sein 16-qm-Zimmer 245 Euro Warmmiete inklusive Internet/Telefon und Strom. Für ihn ist die Atmosphäre im Studidorf entscheidend: „Ich fühle mich dort total wohl. Man knüpft sehr leicht Kontakte zu anderen Leuten, weil es viele organisierte Events gibt, Wintersemester2017/18 www.zechecarl.de facebook.com/zechecarl Wilhelm-Nieswandt-Allee 100 |45326 Essen 19

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