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coolibri Campus NO 02

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Das Wintersemester 2015/2016 hat gerade begonnen, da wird die Welt, wie wir sie kennen, in ihren Grundfesten erschüttert. Denn am 21. Oktober landet im amerikanischen Hill Valley Marty Mc Fly, der vor exakt 30 Jahren „Zurück in die Zukunft“ gereist ist. Gleichzeitig erlebt ihr Studis gerade eure ganz eigene Reise durch die universitäre Gegenwart. Für euch haben wir das neue Campus-Magazin entwickelt. Als Ratgeber, Handbuch für abendliche Zerstreuung oder als Pausenfüller zwischen den Seminaren.

REPORTAGE MEIN WEG ZUM

REPORTAGE MEIN WEG ZUM STUDIUM Kängurus, eine Schwedin und ganz viel Toastbrot Dieser Text soll keine Gebrauchsanweisung für den Weg zum Studium, die Schatzkarte zum eigenen Glück oder die Lösung für verzweifelte Abiturienten sein. Er erzählt nur meine persönliche Geschichte: Welche Dinge ich ein Jahr nach meinem Schulabschluss gelernt und wie ich meinen Weg zum Studium gefunden habe. Der entscheidende Geistesblitz kam übrigens so weit weg von zu Hause, wie es eben geht: in Australien. „Marie, was machst du eigentlich nach dem Abitur?“ – das war wohl die Frage, die mir nach meinem Schulabschluss am Marie-Curie-Gymnasium in Recklinghausen am häufigsten gestellt wurde. Knapp ein Jahr später kann ich sagen: Jeder Abiturient hasst diese Frage! Oft scheint nämlich das Meer der Möglichkeiten bei der Berufswahl eher ein Problem zu sein als eine Chance. Während sich einige meiner Freunde nach dem Abitur für Hunderte von Euros professionell zur beruflichen Zukunft – Ausbildung, Studium oder erstmal FSJ, ein Praktikum oder ein Auslandsjahr? – beraten ließen, unzählige Tests im Internet machten oder einfach drauflos studierten, ganz nach dem Motto „Ich weiß sonst eh nicht, was ich machen soll“, war mir zunächst besonders wichtig, etwas über mich selbst zu erfahren. Was will ich? Was ist mir wichtig? Was kann ich? Schnell wurde mir bewusst, dass ich Abstand zum Nachdenken gewinnen muss – und wo geht das besser, als im Ausland? Meine Reise ging also nach Australien – ein Land, das fast 22 Mal so groß ist wie Deutschland. Ganz klar, dass Unterschiede in jedem Lebensbereich programmiert waren. Eine Dusche wurde zum Luxus für alle Backpacker, die Essgewohnheiten bestimmten „Mein tägliches Toastbrot gib mir heute“ und Fünf-Minuten- Nudeln. Natürlich waren all diese Work-and-Travel-Erfahrungen ein Kontrastprogramm zu meinem monotonen Alltag in Deutschland. Doch letztendlich waren es die Begegnungen mit den unterschiedlichen Menschen, die mir die Augen öffneten und mir gleichzeitig den Weg zur beruflichen Zukunft wiesen. Inspiration in Down Under So lernte ich beispielsweise die gebürtige Schwedin Nina kennen, die sich bereits im Jugendalter ihre Vorstellung von Lebensqualität verwirklicht hatte und nach Australien ausgewandert war: „Bei der Berufswahl ist es am wichtigsten, aufs Herz zu hören“, war sie sich sicher. „Auch wenn du es jetzt nicht tust, wird dir das im Leben früher oder später die Richtung weisen.“ Mir wurde schnell klar, was ich wollte: einen Job im Bereich Theater, Museum, Film, Journalismus, der nicht nur mir, sondern auch anderen Leuten Spaß bringt. Kurz nach meiner Rückkehr habe ich dann schnell die Bewerbungsfristen der Unis abgecheckt, bei denen ich mich möglicherweise immatrikulieren wollte. Einen Überblick darüber, wo und wie ich den favorisierten Studiengang im Bereich Kultur- und Sozialwissenschaften studieren kann, bekam ich durch den Studienführer der Agentur für Arbeit. Beworben habe ich mich online auf den Internetseiten der Unis. Da die meisten Studiengänge zulassungsbeschränkt sind, war es wichtig, sich an möglichst vielen Hochschulen zu bewerben, um die Chancen zu steigern. Schon im Voraus forderten einige Hochschulen Unterlagen, wie eine amtlich beglaubigte Kopie des Abiturzeugnisses an. Nach der abgeschlossenen Bewerbung hieß es dann erst einmal abwarten. Wer in der ersten Bewerbungsphase nicht angenommen wird, hat die Chance, im Nachrückverfahren einen Studienplatz zu ergattern. Bei mir klappte es zum Glück gleich in der ersten Runde – doch kaum war diese erste Hürde geschafft, stand ich vor dem nächsten Problem: Wie setze ich meine Prioritäten bei der Wahl der Uni? Mir war es aus unterschiedlichen Gründen (Beziehung, Nebenjob, keine Notwendigkeit zum Ausziehen…) wichtig, in der Nähe meiner Heimat zu bleiben und ich entschied mich für die Uni Münster. Gerade bei solch einer beliebten Studentenstadt ist es wichtig, möglichst früh mit der Wohnungssuche zu beginnen (zum Beispiel auf wg-gesucht.de oder speziell für Münster nadann.de). Doch nun bin gespannt, was mich in Münster erwartet – ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe, werde ich wohl erst in ein paar Monaten erfahren. Marie Friedrich Foto: Privat Was & wo? hochschulkompass.de – dort wird das Angebot der meisten deutschen Unis vorgestellt. Ein Studium-Interessentest kann helfen, sich über die Fächerwahl klarzuwerden studienwahl.de – Studienführer der Bundesagentur für Arbeit und der Kultusministerkonferenz ranking.zeit.de – die Wochenzeitung ZEIT bewertet jährlich 30 Studiengänge an 300 Hochschulen Studis sprechen aus Erfahrung! Die Fachschaftsräte (Studierendenvertretungen der einzelnen Fächer) stehen an den Unis in der Regel per Mail und Telefon zur Verfügung 08 Campus Wintersemester 2015/16

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