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April 2020 - coolibri Essen

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KUNST Digitale

KUNST Digitale Kunsthalle Dieses Projektgehörtzum Kosmos derZDF-Mediathekund bringt immer neue Ausstellungenin denvirtuellenRaum. Zugegeben: DieBewegungsmöglichkeitensindetwas hakeligund die digitalenRäume rechtschlicht, aber es geht ja auch um dieKunst!Und dieist wahrlich nicht zu verachten, aktuellsieht manetwadie gehypte Ausstellung„Inside Rembrandt“ desKölner Wallraf-Richartz-Museum oder „Felix Nussbaum.“ aus demMuseumsquartier Osnabrück. Mehr auf: digitalekunsthalle.zdf.de Folkwang Museum Zwei Online-Ausstellungenbietetdas Essener Museum aktuellüberGooglean. Da wäre zum einen„Vincentvan Gogh ganz nah“, eine kommentierteFotostrecke,die vanGoghs Werk „Rhonebarken“bis insDetail zerlegtund zahlreiche Details anzoomtund erläutert. Undzum anderen: Eine Sezierungder begehbaren Installation „Helm/Helmet/Yelmo“–mankennt ihn, diesen Honigwaben-artigenHalbraum.Online werden all dieDetails undAusstellungsstücke darinaufgelistet, dieman liveschon malübersieht, weildas Konstrukt so atemberaubend ist. Kann manalsonochrichtig waslernen! artsandculture.google.com GuggenheimMuseum „Ich war noch niemals in NewYork...“ mussab jetztniemand mehr sagen. MitGoogleStreet Viewkann mansichganzeasyins weltberühmte Guggenheim Museum beamen.Dortstreift mandann ganz ohne nervigeMitbesucherüber dieriesige Wendeltreppe,die denKerndes Gebäudes ausmacht undzuderen Seiten allerhand Kunstwartet. Eine Leiste am unterenBildschirmrandgibtMöglichkeit,zum Werk der Wahl zu springen. EinweitererKlick öffnet ein Fenstermit Details zum Werk. Schade ist, dass VideoinstallationenoderanderebeweglicheObjektenicht in Aktion erlebt werden können. Aber hey:New York, NewYork! Erreichbar über Google Street Viewoder artsandculture.google.com. NationalGallery of ArtWashingtonD.C. Kunstpalast Düsseldorf Dieser OrtvollKunst liegtgreifbarvor derNase –und istinZeitenvon Corona doch unerreichbar. Halb so wild: Online stehteineSammlung ausden EpochenBarock, Romantik, Renaissanceund ModerneKunst zur Verfügung. Vom KupferstichAlbrechtDürers(MelencoliaI)bis zu atemberaubendschöner Glaskunstist hier einigeszusehen. artsandculture.google.com LehmbruckMuseum Klar,eigentlich mussman dasLehmbruck Museum live erleben, um diefaszinierende Architektur zu erfassen.Und auch dieSkulpturen wollen eigentlich frei aus allen Blickwinkeln betrachtet werden.Aberweilniemandem dieExponatevorenthaltenwerdensollen, findet sich eine Auswahl auch onlineinFotostrecken. Immerhingewinnt maneinen Eindruck.Und zwar auf: artsandculture.google.com Museo FridaKahlo StarkeKunst einerstarken Frau,von Mexico bis aufden eigenen Bildschirm. Das Hauptaugenmerk desMuseo FridaKahloliegt aufbiographischenAspektender Künstlerin, immerhinhandelt es sich beidem Gebäudeumdas Geburtshaus vonFrida Kahlo, in demsie auch verstarb. MittelsStreet-View-Ansichtwandelt manauf ihrenFußstapfen durch denGartendes berühmtenBlauenHauses,durch dasStudio oder die Küche.Installationenbeleuchten ihrenKleiderschrank, dernicht nurvollvon schmucken Textilien,sondern auch vonorthopädischen Vorrichtungen ist. artsandculture.google.com Foto: Ryan Spencer on Unsplash National GalleryofArt Washington D.C. In Slideshows zeigtdie Galleryzwei„OnlineExhibits“–einmal „FashioningaNation“ über amerikanisches Modedesign und„Vermeerand theMasters of Genre Painting“überdas Goldene Zeitalterinder niederländischenKunst.Tausende weitereWerke sind ebenfalls onlinebetrachtbar. Zu findenüber artsandculture.google.com National Museum ofModern and ContemporaryArt –Seoul Weil Architekturund Umgebung wichtige Bestandteile deskoreanischen Kunstmuseums in Seoulsind, bietet diedigitaleTourauch dieMöglichkeit,diese zu erkunden.Streetview-mäßig kann manzudem durch sechs Ebenen im Innerenstreifenund kontemporäre Kunstaus Korea unddem Rest derWeltentdecken.Besonders dieraumgreifendenInstallationensinddabei interessant. Ebenfalls erreichbar über: artsandculture.google.com Uffizi Gallery Hier befinden sich Klassiker, diejeder kennt. Stichwort: Botticellis„Geburt derVenus“. Gemälde aus dem13. biszum 18.Jahrhundert vieler großer Meister vonLeonardo da VinciüberMichelangelo bisCaravaggiobeherbergtdas Museum.Einen Teil davonsowie vier aktuelleAusstellungenund einenvirtuellenRundgangfindetmanhier: artsandculture.google.com VanGoghMuseum AufvierEbenenfindensichWerke desniederländischenKünstlers VanGogh. Fesselnd istder mittelsStreet-View-Technologiefestgehaltene Rundgang trotzdem.Neben denaktuellen Online-Ausstellungen „Which Booksdid Vincent vanGoghRead?“ und„Vincentvan Gogh’s love life“ gibt’shunderteObjekteVan Goghssowie andererKünstlerder Sammlungvon Postimpressionismus bisNeoimpressionismus zu betrachten –Beschreibungeninklusive. artsandculture.google.com Stefanie Rink,Lukas Vering MuseoFrida Kahlo Foto: Luis Vidal on Unsplash Guggenheim Museum Foto: Alex Eckermann onUnsplash 37

KULTURNEWS AenneBiermann, Kinderhände(Helga), 1928. Foto: Museum Folkwang, Essen Glückauf –„Revierfolklore“ in Dortmund Foto: LWL /Martin Holtappels Unter demTitel „add-on“ sind noch biszum 3.5. Werkevon sieben verschiedenen Künstlern im Künstlerhaus Dortmund zu sehen. Themader Ausstellungist dieRäumlichkeit, derBegriffadd-onsteht für gesteigerteräumlicheQualität. DieKünstlerinVanessa Hennzum Beispiel installiert einTreppengeländeraneiner Wand,herausgelöst aus seiner eigentlichen Funktion, währendder KünstlerSali Muller demBetrachterzerbrochene Spiegelvorhält. Erwin Wortelkamp untersucht, wieseine massivenSkulpturenmit Ausstellungsräumen in Dialog treten,wie sie, um Papierarbeitenergänzt, Blickachsenund Barrierenbilden. DasDuisburgerMuseumDKM hatdem Bildhauerund Malerbis 3.5. diegesamteWechselausstellungsebenezum Austobenüberlassen. Das Blattdes Gummibaums glänztmetallisch wieein Bronzeschild,das Spiegeleischillertinder Pfanne, samtig-weiße Eier werfen graueSchlagschattenund einkleines Mädchenschautversonnen aus demBild–essindFotos mitsensiblem Gespür für Kompositionund Dynamik,für Stimmungen und denoptischenReizeines unspektakulärenMotivs.Aufgenommenhat sievor 90 JahreneineAutodidaktin, AenneBiermann (1898-1933), Unternehmergattinund Mutter,die in ihremkurzenLeben eine verblüffendeKarriere alsAvantgarde-Fotografin hinlegte,obwohlsie nurfotografierte,was ihrnah undvertrautwar.IhreKinder, Zimmerpflanzen,die Steinsammlung, Obst,Stillleben, Porträts. In allenwichtigenAusstellungenzum „NeuenSehen“rundum 1930 warsie vertreten; im EssenerMuseumFolkwangbis zum 1.6. mit100 Vintage-Abzügen. DieEieruhr,die nachAblaufdas Steigerlied spielt, dasQuietsche-Entchen im Kumpel-Look, schwarze Brikett-Seife, Revierfußball-Devotionalien undall dieliebevollbemaltenund bepflanztenLoren in Vorgärten–alles sentimentalerKitsch? Kommerzware derImageindustrie? Relikteder Ruhrpott-Vergangenheit, diesorasch wiemöglich aufdem Schuttablageplatzder Zeit entsorgt werden sollten, weil sieden Blicknachvornverstellen? Oder doch wichtige Erinnerungsstücke,die wohligeHeimatgefühle pflegen? SolcheFragenwill die 38 Ruhrfolklore-Schau im LWL-Museum Zeche Zollerndurchaus aufwerfen. Aber im Vordergrundsteht fürBesucherdie Lust am Schauenund Entdecken, lächelnd,schaudernd –die über 250Exponate, nachThemenfelderngeordnet, haben unstrittig allerhöchstenUnterhaltungswert. Fast jedesfünfteKindinDeutschland istvon Armutbetroffen: Um einGefühldafür zu vermitteln, wasdas für Einzelne bedeutet, zeigtdas Pixelprojekt Ruhrgebiet biszum 9.5. eine Ausstellungmit demTitel „Parallelwelten: Fotoarbeiten zurKinderarmut“.36Fotografen undzweiSchulklassen aus ganz Deutschlandwaren demAufrufvon AusstellungsmacherPeter Liedtkegefolgt.121 Fotosvon 16 Fotografen sowie acht Foto-Textkollagender SchulklassensindimWissenschaftspark Gelsenkirchen zu sehen. Bis3.5.zeigt BjörnBehrens unterdem Titel „Based on Promises“ fotografischeExperimente im Raum desKunstvereinsRuhrinEssen: einEnsemble aus Langzeitbelichtungen undWerken mitWärmebildkamera, Werbe-Leuchtkästensowie Mattscheiben vonGroßbildkameras.Behrens interessieren dievielfältigenMöglichkeitenund Grenzender Fotografie. Ab insgrüneRuhrgebiet! DieWerkschau „GRÜN AUF!“ aufSchloss Dyck in Jüchen zeigtnochbis zum 13.9. Fotografienvon Parklandschaften, diedie Geschichte derGärteninder MetropoleRuhrbeleuchten. Wiezum Beispielder Terrassengartendes Klosters KampsinKamp-Lintfort,der 1986 neu aufgebaut, aber schon im 18.Jahrhundert erbaut wurde.Vertreten sind verschiedensteStile undEpochen,die dasFotografen-Duo JosefBiekerund Ulrike Romeis mitihren Ablichtungen einfängt. Industrie, Idylle undKameradschaftanBord: Elke Fischerund Sabine Theil sind aufeinem Containerschiffvon BaselnachRotterdam gereist, immerdem Rheinentlang.IhreEindrücke haben siefestgehalten, Elke FischerinFotografien undSabine TheilinTexten. Zu sehenist dieAusstellung„ZeitimFluss“ biszum 8.11.imSchiffshebewerk Henrichenburg. CP,ch, bws, kb,EI

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