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April 2017 - coolibri Düsseldorf und Wuppertal

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K U L TURNEWS seiLeise

K U L TURNEWS seiLeise in derKombüse59 Foto: seiLeise /Tim Ossege Slowy&12Vince „schwarzweiss“ in derGalerie Löhrl Foto: Anett Stuth Foto: Kai Bernstein /FFT Düsseldorf Der in Köln lebende Street-Art-Künstler Tim Ossege alias seiLeise verschönert nicht nurseiteinigerZeitden Düsseldorfer Stadtraum(coolibri berichtete). Er istnun auch miteiner eigenen Ausstellunginder Kombüse59vertreten. „Tabuzonen“ ist diese übertitelt und zeigt vom 28. bis 30. April das buntewie breite Paste-Up-und Reverse-Graffiti-Repertoire desKünstlers. Für alleWerke,die denSchmutz-Sauber-Kontrastebensowie gesellschaftlicheund politische Themen abbilden,giltOssegesCredo:„Ichbetrachtedie Stadtals Spielwiese, arbeite nuranöffentlichen Wändenund lasse dieFinger vonPrivateigentum, Denkmälern,Gräbernoderanderen sensiblenOrten.“ Das aktuelleZeitgeschehenhat Ossegenun dazu veranlasst,ganzbewusst in seinenWerkenzukommentieren. Sensibel geht er beispielsweise dasThema Donald Trumpan. So istdas Titelbildder Werkschau einkleines Mädchenmit amerikanischer Flagge,das vonrechtsund links mitTrompetentönen aus Megaphonenbeschalltwird. „Ich binzwischen Tür undAngel undzwischen denStühlen/Zwischen hundert Prozent undmit gemischtenGefühlen/Zwischen Erfahrungswerten und Schubladendenken /Ey, Jugend verschwenden oder Zukunft verschenken/ Zwischen ‚gowiththe flow‘und mitdem Stromschwimmen lassen“ –Zeilen wie diese schüttelt das Hamburger Rap-Duo Slowy & 12Vince aus dem Ärmel. Am 8. April stellendie beiden ihrenneuesten Tonträger,„Undercover Blues“, in denFFT Kammerspielenvor.Auf diesem schlägtRapper Slowy nachdenklicheTönean, während DJ undProduzent 12Vinceden samplebasiertenKlangteppich mitJazz- undFunkelementenbeisteuert. Seit demDuesseldorfPhoto Weekendzeigtdie GaleriePhilineCremerMark Dorfs und Xiao Xiaos „Cityscapes“. Dorf inszeniert Hochhäuser aus einer menschlichen Perspektive, von ganz unteninden Straßenschluchten. Die strengegeometrischeFormsprache derArchitekturtrifft dabeiauf Pseudo- Diagramme, mehrdimensionaleEbenenund Farbschemata. Heraus kommt einspacigerBlick aufs Urbane.Aus Xiao XiaosSicht sind dieSkyscraperindes dominante Skulpturen. Herauskommenspannende Blickwinkel,die noch bis zum 29.4.eingenommen werden können. 50 Bei der vierten International Ocean Film Tour geht es – dem Titel gemäß –umdas Meer.Inklusive aller vielfältigerSchätze, diesichinund auf ihmbefinden. Das Konzeptist einfach: An einemFilmabendwerdensieben Streifen miteiner Gesamtspielzeit von120 Minuten gezeigt. Im Düsseldorfer SavoyTheater stehen ganzedreiAbende(3. und25. April, 10.Mai)imZeichen des Meeresrauschens. Ganz sicher auf dem Spielplan steht „The Weekend Sailor“. Der 40-Minüter erzählt die Geschichte von Ramón Carlín, der 1973 als Underdog vollkommenunbedarft am ersten Segelwettrennenumdie Welt teilnahm. Als Laie,mit Kindund Kegel, einerzusammengewürfeltenCrewund einernagelneuenJacht macht sich der50-JährigeMexikanerauf dieReise. Und zeigtes–sovielsei verraten –allen,die ihnanfangsnochbelächeln. DieWeltist nichtausschließlichbunt. DenReizdes Farblosenuntermauert seit Mitte März und bis zum 13. Mai die Ausstellung „schwarzweiss“ in derMönchengladbacher GalerieLöhrl.Originale undEditionenaus denBereichen Malerei, Fotografie,Grafik undSkulpturvon 50 Künstlern, darunter Joseph Beuys,Henri Cartier-Bresson,Gregor Schneider undDieterNuhr, sind zu sehen. Bislang machte Timofej Kuljabin vor allem von seiner Heimat Russland aus vonsichReden. Nunkommt derChefregisseur desNovobirsker Theaters „RoteFackel“nachWuppertal.Kuljabin giltals herausragender Interpret von Klassikernund wurde bereitsmit wichtigenTheaterpreisenwie derGoldenen Maskeausgezeichnet.Internationale Anerkennung erspielte sich dergerade einmal 32-Jährige mitseinerInszenierungvon Wagners„Tannhäuser“. Darin ließ er denHaupt-Protagonistenals JesusChristus auftreten undhandelte sich damitBlasphemie-Vorwürfe derorthodoxen Kirche ein. Für seinen AufenthaltimBergischen hatersicheinen weiteren Klassiker vorgenommen. An der Oper Wuppertal lässt Kuljabin Verdis „Rigoletto“ in neuem Licht erscheinen.Esverwundertnicht,dassdas Werk bereitsbei seiner Uraufführung im 19.Jahrhundertein überwältigender Erfolg war. DieThemendes Stücks sind nachwie voraktuell: Im DramagehtesumMacht,Verantwortungund Verzweiflung. Am 9. April feiert Kuljabins Version Premiere.

K U L TURNEWS „Esdauerte nureineStunde, doch vordem inneren Auge entstand eine ganzeWelt“, feierte der österreichische Kurier die musikalische Lesung „Enoch Arden“ im Strauss-Jahr 2014. Am 30.4. nehmen Bruno Ganz und Kirill Gerstein Kurs aufden Robert-Schumann-Saal, um dieWeltauchvor denDüsseldorfernabzubilden. Arden, dessen Rolleder preisgekrönte Bühnenstarverkörpert, wächstdabei in einemenglischen Seenstädtchenauf undist bereitsals KindTeileines freundschaftlichen Dreiergespanns. Selbiges bestehtaußer ihmselbstaus Annie Leeund Philipp Ray, derdem Mädchen, genau wieArden,den Hofmacht.Letzterer heiratet sie schließlichund verlebtsiebenglücklicheJahre mitLee.Bis er nacheiner Reisenie mehr zurückkehrt.Der Rising Star derNew Yorker Carnegie Hall,Kirill Gerstein, eröffnetden Abendindes mitKlaviermusik vonBrahmsund untermaltden großen Redeanteil des1897entstandenenWerks mitder musikalischen Nachzeichnungder menschlichen Charaktere. BrunoGanz Foto:Ruth Walz Bekanntermaßen mussnichtssobleiben,wie es immer schon gewesenist.Diese Tatsache machen sich auch die drei Leiterinnen des Stillen Chors, einem Projekt desDüsseldorfer Schauspielhauses unddes zakk, zu eigen.JuliaDillmann,Nora Pfahl undFranziska Schneeberger lotenzusammen mitden Teilnehmern desfrisch gegründeten Klubs aus,welcheGrenzen dieStadt setzt,welcheOrtewelcheHandlungen voraussetzen undwie Plätze mitwenigen Bewegungenumgedeutetwerdenkönnen.Klingt spannend, istesauch.Wer Interessehat,kann nachvorherigerAnmeldung(unterfranziskaschneeberger@posteo.de) im Probenzentrum Ronsdorferstraße 74,Halle21, mitmachen. Freundschaft und Musik ohne Grenzen zelebrieren der Armenier Vardan Hovanissian und Emre Gültekin aus der Türkei. Die beiden gastieren am 5. April in derJazz-Schmiedeund verweben diemelancholischen Klängeder landeseigenen InstrumenteDuduk (Oboe) undSaz (Bardenlaute). Eine spannendeMischung,die auch politischeStrahlkrafthat:Unter demTitel „Adana“erinnert dasProgrammandie gleichnamige türkischeStadt,die 1909 zum Schauplatzdes Genozidsanden Armeniern wurde. Nadine Beneke 51

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