Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region
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April 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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K U L T U R N E W S

K U L T U R N E W S Brigitte Kraemer: Camper, Essen, 2000, in der Ludwiggalerie, Oberhausen Miles Coolidge Fotografien und Chemical Pictures im Quadrat Bottrop Foto: Miles Coolidge Foto: Brigitte Krämer Achim Duchow, ohne Titel (Beine), 1976 Mischtechnik, Sammlung Kraft, Köln zu sehen in Mülheim Foto: © 2016 Eberhard Hahne, Köln Werke aus der Kölner Sammlung Kraft und aus der Sammlung des Kunstmuseums spüren dem Verhältnis von Kunst und Massenmedien nach und werden erstmals unter diesem Thema öffentlich gezeigt. „I like Fortschritt – German Pop reloaded“ benannt nach einem Werk von Winfried Gaul, vereint Arbeiten unter anderem von Peter Brüning, Gernot Bubernik, Thomas Bayerle und Sigmar Polke und zeigt noch bis zum 8. Mai im Kunstmuseum Mülheim die Wechselwirkung von Malerei, Fotografie, Werbung und Grafik. Gleich zwei Ausstellungengibt es im Josef Albers Museum Quadrat Bottrop bis zum 8. Mai zu sehen. Mit dem Thema der industriellen Revolution beschäftigt sich Miles Coolidge in Fotografien und Chemical Pictures. Zu sehen sind Fotos von Kohleflözen aus Prosper Haniel und aus chemischen Prozessen entstandene Bilder. Andreas Karl Schulze zeigt in B OT BO TBO T einen unkonventionellen Umgang mit Malerei und Farbe. Die kleinen, aber immer gleich großen Quadrate sind im leeren Raum immer neu angeordnet und eine passende Ergänzung zu Josef Albers Huldigung an das Quadrat. „Mann und Auto – Die Bude – Im guten Glauben“ ist die Ausstellung von Brigitte Kraemer übertitelt. Bis zum 12. Juni vereint sie Reportagen und Fotografien von 1985 bis heute in der Ludwiggalerie, Schloss Oberhausen. Die Hernerin beobachtet ruhrgebietstypische Architekturen, die Vielfalt religiöser Bräuche sowie Männer und ihre Wagen. So gibt sie seit den Achtzigerjahren Einblicke in die Region und kommt dabei den Menschen immer wieder ganz nahe. Der Dortmunder Erich Grisar ist bislang vor allem als Schriftsteller bekannt. Das Ruhr Museum in Essen zeigt nun seine weitgehend unveröffentlichten 50 dokumentarischen Schwarz-Weiß-Fotografien. Die Arbeiten entstanden zwischen 1928 und 1933 im Ruhrgebiet, vor allem aber in seiner Heimatstadt Dortmund. Insgesamt lagern 4200 Negative und Glasplatten im Dortmunder Stadtarchiv. Fast 200 Arbeiten sind noch bis zum 28. August unter dem Titel „Ruhrgebietsfotografien 1928 – 1933“ auf Zollverein zu sehen. Der „Fonds Experimentelles Musiktheater“ (feXm) sucht neue Projekte für das Schlosstheater Moers. Die Initiative des NRW KULTURsekretariats und der Kunststiftung NRW bietet Teams von Theatermachern die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit Schauspiel- und Opernhäusern experimentelle Musiktheaterprojekte zu realisieren. Noch bis zum 15. April können sich Teams bewerben, die neben der Idee auch das Zusammenspiel von Komposition, Text, Regie und Bühne selbst verantworten. Beginnend mit der Spielzeit 2016/17 bieten das Schlosstheater Moers und der feXm nach Absprache Raum für die Arbeit innerhalb von zwei Jahren und Kostenübernahme in Höhe von bis zu 80 000 Euro. Weitere Informationen zum Projekt und zur Bewerbung gibt es auf kultur.de/fexm. Große Verwunderung löste nach Jahrzehnten der Abstraktion das plötzliche Auftauchen neuer Figurationen in den Bildern Emil Schumachers bei Publikum wie Kunstkritik aus. Boscone – Faszination Bäume zeigt rund 70 Bilder, Gouachen und Grafiken aus dem Früh- und Spätwerk des Hagener Malers, die für die Ausstellung nicht zuletzt dank der Bereitschaft zahlreicher privater Leihgeber zusammengestellt werden konnten. Die Werke spiegeln dabei das Augenerlebnis Emil Schumachers in der Natur wider. Bäume stellten dabei eine Konstante im Schaffen des Malers dar. Das Emil Schumacher Museum in Hagen zeigt die Ausstellung noch bis zum 29. Mai. Parallel dazu ist ein Katalog erschienen. ISY

TIPP DES MONATS L I T E R A T U R V O N H I E R Mal wieder ein Gedicht- und Geschichtenband, mal wieder von einem im Ruhrpott Etablierten, der sich in der Szene umtut, lustige Lesungen veranstaltet, mit seinem Publikum Dönekes macht und dergleichen mehr. Doch Thomas Koch trifft mit seiner Alltagskomik den Nagel zuweilen so gekonnt auf den Kopf, dass man sich beim Lesen kringelig lacht. So zum Beispiel im Fall seines Kurzprosastücks „Schälchen kann man immer gebrauchen“, gefunden im brandneuen Werk Ernsthaft (96 S., 12,-). Es sei vorab nur so viel verraten: „Der Satz ,Schälchen kann man immer gebrauchen‘ ist kein guter Satz.“ lektora.de ip Ganz im Zeichen der Erinnerung steht Glückauf in Deutschland ( 156 S., 9,90) von der Dortmunderin Viktoria Walz. Hier werden Geschichten von neun Jugendlichen erzählt, die im November 1964 aus der Türkei in den Pott kamen. Aufgenommen von Dortmunder und Castroper Familien, begannen sie hier eine Bergbaulehre. Es handelt sich nicht nur um einzelne Biografien, auch geschichtliche Hintergründe werden thematisiert. Abgerundet wird das Projekt mit ausdrucksstarken Bildern aus dem Privatbesitz der neun Kumpel und der Fotografin Cornelia Suhan.assoverlag.de lk Freund oder Feind? Diese Frage musste sich Jorge schon in den ersten beiden Teilen der Mittelalter-Trilogie etliche Male stellen. Auch in Teil III von Das Haus der grauen Mönche (411 S., 12,- )gerät er zwischen die Fronten der Macht. Zur Zeit des dänisch-schwedischen Krieges versucht der junge Mann, sich eine neue Existenz in Lübeck aufzubauen. Doch die Ruhe währt nicht lange: Jorge gerät durch eine fiese Intrige in Gefangenschaft, zeitgleich geht seine Jugendliebe Marlen eine Zweckehe ein. Ob das Blatt sich noch einmal wendet? Autor Jan Zweyer wurde in Frankfurt geboren und lebt heute im Ruhrgebiet. grafit.de lk Zwei Menschenschläge fangen in der zweiten Lebenshälfte gerne an zu schreiben: Psychologen und Juristen. Die Duisburger Autorin Sabine Thomas ist eigentlich Familienanwältin, doch manche Geschichten, die sie in ihrem Beruf mitbekommt, lassen sie nicht mehr los. Eine Auswahl dieser spannenden, machmal verstörenden biografischen Abschnitte hat sie daher zu Kurzgeschichten verarbeitet. Fast immer geht es in Hell wie der Mond und stark wie Eisen (272 S., 12,-) um Schicksalsschläge, das Sichwieder-Aufrappeln und Neuanfangen. Die Geschichten spielen im Ruhrgebiet. mercator-verlag.de ip Das Ruhrgebiet ist ein Salat – man muss nur wissen, wo man am besten pflücken kann. Die Biologin und Kräuterfachfrau Ursula Stratmann kennt sich da bestens aus und gibt ihr Wissen nun schon in ihrem zweiten Handbuch weiter. Kräutertour de Ruhr II (352 S., 16,95) verrät 30 neue Spazierwege, die verschiedene essbare Gräser, Beeren und Sträucher bereithalten. Das geht übrigens das ganze Jahr lang – auch der Winter liefert einiges an Essbarem. Was man mit dem gefundenen Fressen alles machen kann – ob Smoothie, Blatt-Chips oder Medizin – kann man im Buch selbstverständlich auch nachlesen. klartext-verlag.de ip SHAKESPEARE FESTIVAL im Globe Neuss 27. Mai bis 25. Juni 2016 27., 28. + 29. * Mai 2016, * 15 h + 20 h Shakespeare goes Varieté Music.Magic.Comedy 28. Mai 2016, 15 h *** Der Sturm oder Die Insel der zauberhaften Wesen Seifenblasen-Figurentheater 30. + 31. Mai 2016, 20 h König Richard III. Rheinisches Landestheater Neuss 2., 3. + 4. * Juni 2016, * 15 h + 20 h Zwei Herren aus Verona Berliner Ensemble 6., 7. + 8. * Juni 2016, * 15 h + 20 h Julius Caesar Mountview Productions, London 10. Juni 2016, 20 h Le Marchand de Venise Compagnie 13, Île de France 11. + 12. * Juni 2016, * 15 h + 20 h Eine Mittsommernachts- Sex-Komödie Theater Poetenpack, Potsdam 13. + 14. * Juni 2016, * 15 h + 20 h Hamlet: Who’s there? Flute Theatre 15. Juni 2016, 20 h Wintermärchen ! Shakespeare Company Berlin 16. Juni 2016, 18 h Shakespeare and the Globe Lecture Patrick Spottiswoode 17. Juni 2016, 20 h to touch – to kiss – to die English Songs mit V. Sabadus, O. Watts, A. Wolf, P. Serbin 18. Juni, 17 h; 19. Juni, 18 h; 20. Juni, 20 h ** Henry VIII. Bea von Malchus 21. Juni 2016, 20 h Maria Stuart bremer shakespeare company 22. + 23. Juni 2016, 20 h Wie Es Euch gefällt bremer shakespeare company 24. + 25. * Juni 2016, * 15 h + 20 h All’s Well That Ends Well Shakespeare at the Tobacco Factory, Bristol Bestellen Sie kostenfrei Ihre persönliche Shakespeare-Broschüre unter coolibri@shakespeare-festival.de Info- und Kartentelefon: 02131 526 99 99 9 (Mo.–Fr. 08–20 Uhr, Sa. 09–18 Uhr, So. und Feiertage 10–16 Uhr) www.shakespeare-festival.de * zusätzliche Vorstellung um 15 h ** eingeschränkter Kartenverkauf *** weitere Termine in der Programmbroschüre Globe Neuss

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