Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region
Aufrufe
vor 4 Jahren

April 2016 - coolibri Ruhrgebiet

  • Text
  • Dortmund
  • Bochum
  • Oberhausen
  • Duisburg
  • Sucht
  • Musik
  • Lesung
  • Jazz
  • Charts
  • Gelsenkirchen

S Z E N E R E C K L I N

S Z E N E R E C K L I N G H A U S E N D O R T M U N D Funketeer Phil Fuldner Philharmonie mit Phil „NPW goes Disco“ klingt erst mal nach einem beliebigen Elektronikprojekt, das sich jetzt mal auf die Wurzeln der Club-Musik zurückbesinnt. Alles business as usual, stünde „NPW“ nicht für „Neue Philharmonie Westfalen“. Das Orchester spielt für gewöhnlich im Gelsenkirchener Musiktheater im Revier Opern von Mozart und Verdi, und musiziert sich durch das klassische Repertoire. Generalmusikdirektor und Dirigent Rasmus Baumann erweitert allerdings seit seinem Amtsantritt im Sommer 2014 konsequent den Wirkungsbereich und damit das Publikum. In eigenen Konzertreihen widmet er sich der Filmmusik, spielt in der Arena auf Schalke oder dirigiert ein Programm mit den Hits von ABBA. Verbindende Idee dahinter ist, die NPW zu einem festen Bestandteil der urbanen Struktur zu machen, auch über die reine Hochkultur hinaus – und natürlich neues Publikum für das Orchester zu interessieren. Bereits am Staatstheater Kassel, wo Baumann vorher Kapellmeister war, sammelte er damit gute Erfahrungen. Und auch hier funktioniert es: Die Filmkonzerte sind regelmäßig ausverkauft. Mit „NPW goes Disco“ geht Baumann allerdings noch mal einen Schritt weiter. Zu Band, Sängerinnen und Sängern und einem fünfzig Mitglieder starken Orchester, das in Show-Kostümen auf einer Las-Vegas-gerechten Bühne unter der Discokugel Platz nimmt, gesellt sich diesmal auch der DJ Phil Fuldner. „Ich bin ja ein echter Funketeer“ bekennt der Recklinghäuser. Die Hits der 70er- und 80er-Jahre sind nicht nur Herzensangelegenheit, sondern auch Inspirationsquelle für seine eigenen House-Produktionen. „Ich bin extra zu einem Konzert von Rasmus nach Kassel gefahren, um mir anzusehen, was die da machen“, erzählt er. Und er war sofort von dem Projekt überzeugt. Nicht nur weil erst die Bläsersätze dem Funk live ordentlich Druck verleihen, sondern weil das Programm neben den ewigen Hits des Genres auch einige fast vergessene Perlen enthält. Phil Fuldner spielt aber nicht einfach nur ein Set zur After-Show-Party. Das ganze Konzert soll eine große Party werden. Bestuhlung gibt es nicht. DJ-Set und Live-Musik werden nahtlos ineinander übergehen. Und ganz nebenbei stellt Phil Fuldner ein besonderes Highlight in Aussicht: „Wir denken gerade noch darüber nach, ob ich vielleicht auch eine Nummer singen werde.“ Dass der DJ das kann, hat er immer mal wieder spontan bei seinen Club- Sets gezeigt. Auf der großen Bühne, mit Orchester, neben den richtigen Gesangsprofis wäre es aber auch für ihn eine echte Premiere. HR 23.4. Vestlandhalle, Recklinghausen; neue-philharmonie-westfalen.de 22 Foto: Künstler Happy Birthday, Mayday! 25 Jahre Partysucht Die Wendejahre waren gute Jahre für Techno in Deutschland. Denn Berlin-Mitte war frei, kaputt und nutzbar. Wer es nicht in den Tresor oder zu illegalen Partys schaffte, konnte immerhin durch den Radiosender DT64 Zugang erhalten. Der stand Anfang der 90er-Jahre jedoch vor dem Aus. Daran konnte auch die erste Mayday nichts ändern, die 1991 in Berlin zur Unterstützung einberufen wurde. Aus der einstigen Subkultur wurde eine prägende Jugendkultur und aus dem Hilferuf ist eine Pflichtveranstaltung entstanden: Denn im Gegensatz zu DT64 gibt es die Mayday noch heute, seit 1993 auch in Dortmund, und aus den anfänglich 6 000 Menschen sind über 20 000 Musikjünger geworden, die stets aufs Neue 14 Stunden lang durchfeiern wollen. Denn der größte Indoor-Rave der Nation ist nicht nur eine Riesenparty, sondern holt traditionell das Who’s who der internationalen Elektroszene nach Dortmund. Dieses Jahr aber setzt die gigantische Tanz-in-den-Mai-Party noch eins drauf – denn sie wird 25 Jahre alt. Damit zeigt die Mayday auch, dass das Genre in der Szene eine hohe Beliebtheit genießt, auch wenn – oder gerade weil – Techno nicht mehr so stark im Mainstream stattfindet. Tradition und Zeitgeist Während Fans und Verehrer sich vor Freude kaum halten können, werden die Veranstalter nostalgisch. Um die „traditionsreiche Geschichte“ der „Mutter aller Raves“ angemessen zu begehen, hat das Team von i-Motion auch Künstler eingeladen, die schon in den ersten Mayday-Stunden dabei waren. Darunter Lenny Dee, Hardfloor, Tanith und Ravers Nature. Für sie wird ein eigener Classic-Floor eingerichtet, wo sie ihre Tracks von früher auflegen. Auch Licht, Deko und Sound sollen an die Anfangsjahre erinnern. Aber auch, wer damals noch eher Biene-Maja- als Techno-Fan war, wird sich gut zurechtfinden, denn auch mit aktuell großen Namen wird wie immer nicht gegeizt: Mit R3HAB, Showtek und Blasterjaxx bringen drei niederländische Stars die Hallen zum Beben, Unterstützung von deutscher Seite kommt von Robin Schulz, Klaudia Gawlas, Sven Väth, Moguai und The Disco Boys. Wem das nicht reicht – die Liste ist 50 Namen lang. Da die Mayday auch für ihre Showproduktionen berühmt ist – seien es riesige LED-Flächen oder bewegliche Kinetic-Konstruktionen – wird auch an Technik nicht gespart. Davon gab es im Vorjahr 350 Tonnen. Zum Jubiläum wird es nicht weniger. ip Mayday „Twenty Five“: 30.4. Westfalenhallen, Dortmund; nature-one.de Foto: i-Motion

UNSER DORTMUND. UNSER KRONEN. UNSER VATERTAG. Für alle Väter und Freunde. Gewinne jetzt online 1 von 111 original KRONEN Bollerwagen und starte am 5. Mai bei der KRONEN Bollerwagen-Tour auf dem Westparkfest. Mehr Infos auf www.kronen.de oder auf Facebook.

coolibri Magazine 2020

coolibri Magazine 2019

coolibri Magazine 2018

coolibri Magazine 2017

edition coolibri

Ruhrgebeef No. 8 - Leseprobe
Ruhrgebeef No7 - Leseprobe
Ruhrgebeef No6 - Leseprobe
Backmagazin
Ruhrgebeef No5 - Leseprobe
Ruhrgebeef No4 - Leseprobe
Leseprobe: Ruhrgebeef - Vol 2
Landtagswahl NRW 2017
coolibri Campus NO 02