Events, Trends und Reportagen für die Rhein-Ruhr-Region
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April 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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S Z E N E N R W D O R T

S Z E N E N R W D O R T M U N D H E R N E / G E L S E N K I R C H E N Essbare Stadt: Siepengarten Essen Ich pflanz’ ne Stadt Der tägliche Medienalarm zum Klimawandel lässt den Einzelnen oft verzweifeln: Nützt es überhaupt, Baumwollbeutel statt Plastiktaschen zu nehmen, wenn längst die Eisberge schmelzen? Die Antwort: Große Probleme lassen sich besser gemeinsam anpacken. Bei den Klimawochen Ruhr 2016 machen 53 Kommunen und Kreise in NRW in zehn Aktionswochen gemeinsame Sache. Unter dem Dach der Landesinitiative KlimaExpo.NRW liefern die verschiedensten Umweltakteure konkrete Strategien und Ideen zum Thema Klimaschutz und -anpassung. Damit man sieht, wie viel Engagement bereits da ist, kann sich jedes teilnehmende Projekt, eine ganze Woche lang präsentieren. Weg vom Kirchturmdenken hin zur Überzeugung, dass Klimaschutz direkten Einfluss auf Wirtschaft und Lebensqualität der Region hat. Das ist das Motto, unter dem rund 250 Events ihre grünen und innovativen Ideen vorstellen. Das SolarCar ist ein besonders schnittiges Modell aus der Sonnenwagen-Manufaktur der Hochschule Bochum. Der Bergpark Dinslaken zeigt die Wandlung eines ehemaligen Bergwerks in ein neues Ausflugsziel. Und im Siepengarten in Essen, wo Städter ihre eigenen Bio-Tomaten, Kürbisse und Paprika anbauen können, wird im praktischen wie im sprichwörtlichen Sinne deutlich: Wir ernten, was wie säen. S.B. Klimawochen Ruhr 2016, 2.4.–19.6.; ruhr2022.de Foto: Petra Fiedler Stargeiger Pekka Kuusisto Geigeralltag Das Foto täuscht: Denn den finnischen Geiger Pekka Kuusisto muss beim Alkoholkauf an der Supermarktkasse eigentlich niemand mehr nach dem Ausweis fragen. Er ist 39 Jahre alt, spielt seit 36 Jahren sein Instrument und im Laufe seiner Entwicklung hat er sich eine größere Freiheit erlaubt als viele Kollegen. Kuusisto liebt die Improvisation und das genreübergreifende Arbeiten. Mit dem isländischen Musiker Valgeir Sigurðsson startete er ein Elektronik- Projekt und machte eine Aufnahme für BBC Radio 3, eine spannende Zusammenarbeit ergab sich mit dem finnischen Akkordeonisten Kimmo Pohjonen in London. Und auch im Klassik-Bereich gehört er zur Welt-Spitze: 1995 gewann er als erster Finne die „International Jean Sibelius Violin Competition“. Im Konzerthaus Dortmund tritt er in der Reihe „Musik für Freaks“ auf, weil er etwas anderes als ein normales Konzert bietet: Im Stil der angesagten Erklär-Videos aus dem Internet führt Pekka Kuusisto in typisch charmanter Art Schritt für Schritt durch seinen Geigeralltag: Das fängt an mit dem Stimmen der Geige, Fingerübungen und Etüden und geht bis zum Spiel von klassischen und volkstümlichen Tänzen, elektronischen Improvisationen und experimentellen Violintechniken. fkü Foto: Kaapo Kamu Parcour-Tanz der Gruppe „Arch8“ Junges Theater Wenn ein bärtiger Mann im Glitzerkleid den ESC gewinnt, scheint das Geschlechterverhältnis auf den Kopf gestellt. Doch das traditionelle Rollenverständnis gerät dadurch nicht ins Wanken. Besonders bei Heranwachsenden ist das Frau- Mann-Sein ein heikles Thema. Und so startet Westwind – das NRW-Theatertreffen für ein junges Publikum mit der surrealen Gendershow „Fußball in Stilettos“ der Gruppe „Kopergietery“ aus Gent (23.4.). Nach dem schrillen Eröffnungstanz folgen bis zum 29.4. zehn NRW- Wettbewerbsstücke, von denen am letzten Festivaltag die besten prämiert werden. Erstmalig haben sich zwei freie Theater als Festivalausrichter zusammengetan: das Consol Theater in Gelsenkirchen und das Theater Kohlenpott Herne. Geografisch durch den Rhein-Herne-Kanal vernetzt, fühlen sich die Theaterschmieden aber auch inhaltlich miteinander verbunden: „Wir sind beständige Partner für die jungen Menschen unserer Stadt,“ so Frank Hörner, Theaterleiter in Herne. Für Diskussionsstoff sorgen die Tischgespräche zu Inter- und Leitkultur, Schauspielgagen, Theater und Schule. Zwischendurch geht es raus, wenn die Gruppe „Arch8“ den Bahnhofsvorplatz in Gelsenkirchen oder die Bahnhofstraße in Herne bespielt. enaira Westwind – 32. Theatertreffen NRW für ein junges Publikum: 23.–29.4. Consoltheater Gelsenkirchen, Theater Kohlenpott in den Flottmann- Hallen Herne; westwind-festival.de Foto: Jeroen Bosch Musik für Freaks – Pekka Kuusisto: 12.4. Konzerthaus, Dortmund; konzerthaus-dortmund.de 20

S Z E N E B O C H U M Kostenlos - K 26157 NBDO APRIL 2016 Carolin Kebekus Alpha-Comedy Flüchtlinge Blickpunkt Ruhr Record Store Day Pla tenfest Veranstaltungstermine im Ausgabe Mai 2016 bis zum 15.04. • 12.00 Uhr terminator@coolibri.de Fax 02 34 /93737-97 DJ, Produzent, Netzwerker, Institutsleiter: Hans Nieswandt Pop ist ein weites Feld Hans Nieswandt führt Pop nach Bochum. Ab April gastieren Künstlerinnen und Künstler am Institut für Populäre Musik: darunter Dirk von Lowtzow (Tocotronic), Ebba Durstewitz (JaKönigJa) sowie Björn Beneditz von Deichkind und Curse. Foto: Steffen Jagenburg Gibt es einen besonderen Ansatz für das neue Programm? Wir sind kein musikwissenschaftliches, sondern ein künstlerisches Institut. Deswegen habe ich beschlossen, dass unsere Gäste im nächsten Semester nur Künstler sind oder man könnte auch sagen: legendäre Charaktere. Möchtest du somit unterschiedliche künstlerische Strategien aufzeigen? Ich habe mir unsere Studis angeschaut: Wer macht eigentlich deutsche Texte? Wie viele sollten nicht immer nur an ein Major-Label denken? Ich möchte, dass das Angebot gut korrespondiert. Das Verrückte ist, obwohl wir nicht so viele Studierende haben, decken die ein großes Panorama an Stilen ab. Daher kommt auch die Unterschiedlichkeit. Warum finden die Artist Talks diesmal im Prinzregenttheater statt? Eine Sache ist, dass wir hier eine Mini-Bude sind und wirklich wenig Platz haben. Und bei Curse oder Dirk von Lowtzow kann ich mir gut vorstellen, dass sich das viele Leute anhören wollen. Wir haben hier wenig Kapazität, aber es macht Spaß mit unseren Nachbarn zu arbeiten, die versuchen, das Kreativ-Quartier aufzubauen. Wir sind noch nicht Nokia. Wir sind noch nicht Opel. Aber wir tun, was wir können. Wir wünschen Euch bunte Ostern! Du befragst deine Gäste zu ihrer Biografie – wie bei Moses Schneider? Joa, das war das einfachste Interview meines Lebens. Ich habe ihn nur gefragt: „Was geht Moses?“ Und dann hat er uns erzählt, was geht. Es war keine weitere Frage notwendig. Ich denke, das wird bei Bernd Begemann ähnlich. Aus universitärer Sicht sind Bochum, Siegen oder Paderborn die Pop- Standorte schlechthin. Soll das für Strahlkraft sorgen? Ich mache schon einen Unterschied zwischen Städten der Größenordnung Bochum und Städten der Größenordnung Paderborn, Siegen oder Hildesheim. Aber es ist auffällig, dass die hippsten Studiengänge in kleinen Städten angesiedelt werden, was vermutlich damit zu tun hat, dass man hippe Leute zwingt, diese Städte zu beleben. Das hat seine Vor- und Nachteile. Da viele wieder gehen, ist das nicht richtig nachhaltig. sr Termine im April: 12.4. Bernd Begemann, 19.4. Melissa Logan, 26.4. Dirk von Lowtzow, jeweils 18 Uhr, Prinzregenttheater, Bochum Das vollständige Interview und alle Termine auf coolibri.de Brenscheder Str. 35 · 44799 BO-Wiemelhausen · Tel. 0234 / 77 04 16 Brenscheder Str. 52 · 44799 BO-Wiemelhausen · Tel. 0234 / 33 82 78 10 21

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