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April 2016 - coolibri Ruhrgebiet

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U M F R A G E H e l d e

U M F R A G E H e l d e n t a t e n Öfter mal den blauen Umhang umlegen, die Maske aufziehen und mit gestreckter Faust voran den Alltag retten. Es sind die kleinen Gesten, die ganze Tage von ganz mies in großartig verdrehen können. Wodurch sich unsere Heldinnen und Helden im Ruhrgebiet ihren Rang in der Liga der außergewöhnlichen Mitmenschen verdient haben, hat Nele Posthausen herausgefunden. i m A l l t a g Jessica (25) Mir hat mal eine gute Freundin das Leben gerettet, die ist auf jeden Fall meine Heldin! Ich bin Nierenpatientin und es kann passieren, dass ich einfach mal so umkippe und bewusstlos werde. Einmal ist mir das passiert, als ich ganz allein in meiner Wohnung war. Die Freundin von mir hat versucht, mich zu erreichen und ist dann sofort losgeschossen und zu mir gefahren. Da lag ich und war schon total unterzuckert. Sie hat dann blitzschnell den Krankenwagen gerufen. Das war richtig knapp. Janina (32) Ich bin Sozialarbeiterin und mache quasi kleine Heldentaten als Beruf. Zuletzt hatte ich in der Lebensberatung für Hartz-IV-Empfängerinnen eine Frau, die wirklich jedes Angebot abgelehnt hatte. Egal, was das Sozialamt ihr anbot, sie wollte nicht. Dann kam sie zu mir und meinte „Ich mache hier nur mit, wenn sie das machen“. Noch haben wir den großen Durchbruch nicht erreicht, aber ich bin schon stolz, dass wir jetzt zusammen arbeiten können. Alex (31), Gwendolin (26) und Jona (16 Monate) Unsere Heldin ist definitiv unsere Tagesmutter Susanne! Die haben wir über das Bochumer Jugendamt gefunden und damit einen Engel aufgetan. Sie macht ihren Job super und ermöglicht es uns, ganz entspannt und ohne Sorgen unseren eigenen Jobs nachzugehen. Wenn wir schon längst die Nerven verloren hätten, weil ein Kind bockig ist und im Hintergrund drei andere quengeln: Susanne bleibt ruhig. Weil wir wissen, dass unser Kind gerne zu ihr geht, können wir auch selbst ganz beruhigt sein. Leonard (20) Ich finde echt, die kleinen Dinge machen es aus. Immer wenn mich jemand fragt, gebe ich etwas Kleingeld. Ich mache mir keine Gedanken darum, was derjenige oder diejenige dann mit dem Geld macht. Je nachdem, was das für Umstände sind, würde ich mich vielleicht auch mit Drogen vollpumpen, wenn ich da frierend auf der Straße abhänge. Das müssen die Leute dann halt selbst wissen. Mir ist wichtig, dass ich auf jeden Fall mehr habe als die und was abgeben kann. 10 Kim (22) Ich war kürzlich für sieben Monate im Auslandssemester in Bolivien. Da sind sehr viele Leute sehr arm und gerade Kids hängen oft auf der Straße ab und betteln. Einmal habe ich dann zwei Jungs, die sehr hungrig waren, einfach ein Choripan ausgegeben. Das ist so eine Art spanische Chorizo, eine scharfe Wurst im Brötchen. Die wird in Bolivien überall an Straßenständen verkauft. Untypisch für Südamerika war, dass die Jungs es extra nicht so scharf wollten. Aber sie haben sich gefreut.

U M F R A G E Tobias (35) Im Café Eden in Bochum sind jede Menge Heldinnen und Helden zu finden. Das ist ein Laden, der alle möglichen Konzerte und Kultursachen veranstaltet. Alle, die da mitarbeiten, sind ehrenamtlich da. Ich mache seit einem Jahr die Konzertbetreuung. Für mich ist der Ort ein kleiner Gegenpol zur Normalgesellschaft. Jeder gibt, was er kann, so entsteht eine Gemeinschaft. MASTER MESSE DÜSSELDORF DIE STUDIENWAHLMESSE RUND UM DAS MASTER-STUDIUM Freitag 29.04. 9-16 Uhr Boui Boui Bilk Anna (37) Meine Mama ist pensionierte Lehrerin. Zuletzt hat sie ein Mädchen unterrichtet, das aus sehr schwierigen Verhältnissen kommt. Deswegen hat meine Mutter erst angefangen, ihr Nachhilfe zu geben und ist dann zu einer Art Patin geworden. Alle zwei Wochen treffen die zwei sich. Deswegen ist meine Mama meine Heldin, sie macht einfach nicht nur Dienst nach Vorschrift. Noemi (25) Auch wenn es kitschig klingt: Mein Freund ist definitiv mein Alltagsheld. Wir sind seit drei Jahren zusammen. Momentan wohnen wir gemeinsam in einem kleinen WG-Zimmer und das wird uns zu eng. Wir ziehen jetzt in unsere erste gemeinsame Wohnung. Weil ich aber total im Bewerbungsstress bin, übernimmt er alles mögliche. Ohne ihn würd’ ich den Umzug gar nicht packen. FINDE DEINEN MASTER! • TOP AUSSTELLER • PERSÖNLICHE BERATUNG • EXPERTENVORTRÄGE www.master-and-more.de BACHELOR MESSE DÜSSELDORF DIE STUDIENWAHLMESSE RUND UM DAS BACHELOR-STUDIUM Johannes (22) In der U-Bahn war ein Typ am Telefon total aufgebracht. Er sprach in gebrochenem Englisch und hat sich mit dem in der Leitung nicht verstanden. Er hat rumgefragt, ob ihm jemand übersetzen könnte, was der andere sagt. Ich hab das Telefon genommen und übersetzt: „Du musst jetzt hier aussteigen!“ Es war super eng, er hat das Telefon gegriffen, mir gedankt und ist raus. Samstag 30.04. 9-16 Uhr Boui Boui Bilk Isi (21) Mein Freund muss mir ständig ein Held sein. Oft genug bin ich nachts irgendwo unterwegs und würde alleine gar nicht nach Hause kommen. Es ist mir auch unangenehm, nachts alleine U-Bahn zu fahren. Er bietet mir dann jedes Mal an, mich abzuholen, egal um welche Uhrzeit und egal, ob er gerade eigentlich lieber schlafen oder selbst weiter feiern würde. FINDE DEIN STUDIUM! • TOP AUSSTELLER • PERSÖNLICHE BERATUNG • EXPERTENVORTRÄGE www.bachelor-and-more.de

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