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September 2021 - coolibri

KINO

KINO „Candyman“,Horror, FSK: 16,ab26.8. Am Rande des Wahnsinns Foto: Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc Schonlange geistert im ChicagoerStadtviertelCabrini Greendie Gruselgeschichte über denberüchtigtenCandymanherum,ein übernatürlicher Mörder,der seineOpfer miteinem Haken um dieEckebringt. Um ihnherbeizurufen müsse mannur fünfmal hintereinanderseinenNamen sagen, währendman in einenSpiegelblickt, so derurbaneMythos. Viele Jahre später ziehen derKünstlerAnthonyMcCoy (Yahya Abdul-Mateen II,Foto) undseine Freundin,die Galeriedirektorin BriannaCartwright (Teyonah Parris), in genaudiese Nachbarschaft, diemittlerweilezueinem Zuhausefür dieobere Mittelschichtgeworden ist. Anthonys Karriereläuft schleppend.Dochdann erzählt ihmWilliam Burke(Colman Domingo), ein Urgesteinvon Cabrini Green, vonder schrecklichen –abervor allem wahrenGeschichte–desCandyman. Anthonysteigtimmer tiefer in dieRechercheüberdie Schreckgeschichte ein, hofft, damitendlich Schwungin seineKunst zu bringen. Eine leichtsinnige Idee,dennerrückt dabeiimmer näheranden Rand desWahnsinns. Beim Namen„Candyman“ solltenHorror-Fans sofort hellhörigwerden. Schon im Jahre 1992 erschien unterdem deutschenTitel „Candyman’s Fluch“der ersteTeilder Reiheinden Kinos.Die Geschichte um denSohn einesehemaligenSklaven,der in denWirrendes Amerikanischen UnabhängigkeitskriegsaufgrundseinerLiebesbeziehung zu einemweißen Mädchenbrutalermordetwirdund dann vonden Totenaufersteht, um Rachezunehmen, basiertauf derKurzgeschichte„TheForbidden“des legendärenHorror-Autors CliveBarker.Die filmischeAdaption desbritischenRegisseurs BernardRosespielte beieinem Budget von8Millionen US-Dollar 29 Millionen ein. RegisseurBillCondon brachtedaraufhin zwei Fortsetzungenauf dieLeinwand, „Candyman2–DieBlutrache“(1995)und „Candyman3–DerTag derToten“(1999). In der2021er-Fortsetzungsaß Regisseurin NiaDaCosta im Regiestuhl – undlegte mitihrer Fortsetzungder Geschichte desKult-Monstrumsdie Weichenfür ihre weitereKarriere. Denn niemandGeringererals „MarvelCinematicUniverse“-Boss Kevin Feigesollvon demGrusel-Schocker so sehr begeistert gewesensein, dass er derjungenAmerikanerndie Regiefür „Captain Marvel 2“ alias „The Marvels“ anvertraute. Sicher lagdieserRitterschlag an ihrerganzeigenen Vision,die siefür dieUmsetzung desFilm im Kopf hatte. Denn dieser sollte viel mehr werden,als ein08/15-Slasher- Streifen.„Als Kindhat mich derFilm sehr gegruselt. AlsErwachsenesehe ich, dass eigentlich dieHintergrundgeschichte dasist,was wirklicherschreckendist“, erklärt die31-JährigeRegisseurinimUS-Magazin„EntertainmentWeekly“. R: NiaDaCosta D: ahya Abdul-Mateen II,Teyonah Parris,ColmanDomingo „Tides“, Sci-Fi,FSK:12, ab 26.8. Foto: Constantin Film „Bekenntnissedes HochstaplersFelix Krull“, Komödie, FSK: 12,ab2.9. Foto: Bavaria Filmproduktion Zurück nach Hause 200Jahre istesnun her, dass eine gewaltige Sturmflut denGroßteilder Menschheit ausgerottet hat. Diewenigen Überlebenden derKatastrophe konntensichmit Raumschiffen aufden Planeten Kepler209 retten. Doch auch dort droht denMenschenein düsteres Schicksal. Zwar istder Planet bewohnbar,dochseine Atmosphäresorgt dafür,dasssie unfruchtbar werden. Um denFortbestand derSpezies sicherzustellen, bleibtden Geflüchtetennur eine Maßnahme: Eine Missionvon derWeltraumkolonie soll zur Erde reisen undherausfinden, ob eine Rückkehr wieder möglichist.Doch dasgehtgehörigschief. Denn beim Eintritt in dieErdatmosphäregerät die Raumkapsel außerKontrolle undlegteineBruchlandunghin.Einzigdie AstronautinBlake (Nora Arnezeder, Foto)kommt mitdem Lebendavon. Als siedie alte Heimat erkundet, musssie feststellen, dass dieErdedoch nichtsounbewohntist,wie angenommen. R: TimFehlbaum,D:NoraArnezeder, Iain Glen,Sarah-Sofie Boussnina 34 Zu Höherem bestimmt Im Paris zur Zeit derJahrhundertwendewillsichFelix Krull(Jannis Niewöhner, Foto)ein neuesLeben aufbauen.SeinLeben in Deutschlandlässt deraus bürgerlichem Hausestammende zurück,umimPariser NobelhotelSt. Edward zunächst als Page zu arbeiten.Docherwillmehr. Schnell klettert er dieKarriereleiterhinaufund bringt fortan als Oberkellner die Nobeldamen wieMadameHoupflé (MariaFurtwängler)umden Verstand. Als er dann zufälligZaza(LivLisaFries)begegnet, dieernochaus der Heimat kennt, will er denKuppler spielen. Denn diejunge Frau istauf der suchenacheinem reichenMann.Felix istsichsicher, im leichtgläubigen Marquis LouisdeVenosta (David Kross)den perfektenKandidatengefundenzuhaben.Dochdessen einflussreicherVater (Heinrich Schafmeister), istgegendiese Liaison, will seinen Sohn sogarenterben, sollte sich dieser darauf einlassen. Doch Felixhat einenPlan. R: Detlev Buck,D:Jannis Niewöhner,Maria Furtwängel,David Kross

KINO „1986“, Drama, FSK: o.A.,ab9.9. Foto: Deja Vu Film „Curveball–Wirmachendie Wahrheit“,Komödie,FSK:ab12, ab 9.9. Foto: Sten Mende Auf der schiefen Bahn WeißrusslandimJahre 1986:Elena (DariaMureeva, Foto)studiert Musik in Minsk. Undwährend diejunge Frau aufgrund derBeziehung zu ihrem gewalttätigenFreundViktor (EvgeniSangadzhiev)eigentlich schon genug Probleme hat, wirdausgerechnetnochihr Vater, dersichmit illegalen Geschäften seinen Lebensunterhaltverdient, verhaftet. Jetztwirdesfür Elena richtigkompliziert.Denndie Studentinsieht sich gezwungen, dasBusiness ihresalten Herrenvor demUntergang zu bewahren. Um daszugewährleisten,musssie allerdingsimmer wieder in dieverbotene Zone rund um denexplodiertenKernreaktorvon Tschernobylreisen. DieFolgendieserTrips sind fürElena verheerend. DerdeutscheRegisseur Lothar Herzog konnte mitseinemfilmischen Debüt„1986“bei den53. HoferFilmtagen 2019 denHofer Goldpreisder Friedrich-Baur-Stiftungabräumen. R: Lothar Herzog,D:Daria Mureeva, Evgeni Sangadzhiev, Khelga Filippova Gefundenes Fressen Trotzder scharfen UN-Kontrollenproduziertder Irak immer noch Anthrax- Viren. Davon istder BND-BiowaffenexperteWolf(SebastianBlomberg, Foto)zumindest felsenfest überzeugt. Wasihm fehlt, istallerdingsder 100 prozentige Beweis.Dakommt es ihm sehr gelegen, dass sein Vorgesetzter Schatz (ThorstenMerten) ihm unterbreitet,dasserabsofortals Führungsoffizierfür denirakischenAsylbewerber RafidAlwan (Dar Salim) zuständigist.Dennder behauptet, als IngenieuranSaddamHusseinsgeheimenBiowaffenprogramm mitgearbeitethaben.Eineechte Sensation. Schließlich hätte derBND dieseInfos ausersterHand, noch vorder amerikanischenCIA!Dochist an denWortenvon Rafidwirklich etwasWahres dran? FürWolfund dieanderen offenbarzweitrangig.DennplötzlichnutzenalleBeteiligten dieAusführungen desAsylbewerbersfür ihre Zwecke. Das sorgtfür großeSchwierigkeiten–aufglobalerEbene. R: Johannes Naber,D:Sebastian Blomberg, Dar Salim, VirginiaKull „Dune“,Sci-Fi, FSK: ab 12,ab16.9. Foto: Warner Bros. „The SunlitNight“, Liebeskomödie,FSK:o.A., ab 23.9. Foto: WFilm Sand im Getriebe Paul Atreides (TimotheeChalamet),seinVater Herzog Leto (Oscar Isaac)undseine Mutter Lady Jessica(RebeccaFerguson)siedelngemeinsammit demgesamten Hauststand desAdelshauses Atreides aufden WüstenplanetenArrakis um,der im Volksmund auch als Dunebekanntist. DerPlan: VorOrt will dieFamiliesicherstellen,dassder Abbauvon Spice, einerSubstanz, dieintergalaktischeReisenmöglich macht undnur aufArrakiszufindenist,weiterhin reibungslosvonstatten geht.Die Reiseauf denlebensfeindlichen Planeten entpuppt sich allerdingsschnell als schicksalhaft. Denn dieAtreides gerateninden Hinterhalt vonBaron Vladimir Harkonnen(StellanSkarsgård).Gemeinsam mitseinerMuttermuss Paul in diegefährlichen Wüsten vonArrakis flüchten. Dort treffendie beidenauf dasmysteriöseNomadenvolkder Ferenund ihrenAnführerStilgar (JavierBardem), dieschon langeauf ihrenprophezeiten Erlöser warten. R: Denis Villeneuve, D: Oscaar Isaac, Javier Bardem,JoshBrolin Alles ganz anders Nach einemgescheiterten Projekt, derTrennungvon ihremPartner undeinerAneinandereihungeiniger familiärerProblemeentschließtsichdie Künstlerin Frances (Jenny Slate, Foto), ausihrerHeimatstadtNew York zu fliehen. Das Ziel derAmerikanerin:Norwegen. Denn dortwurde ihr ein Kunststipendiumangeboten.Genau dasRichtige, um dieKarrierewieder richtiginGangzubringen. Zumindest in derTheorie.Dennvor Ortmuss sich Frances erst malandie neue Umgebung gewöhnen. Schließlich geht dieSonne aufden abgelegenenLofoten im Sommer niemals unterund die lokaleKulturist dann doch ganz anders als diezuHause. Doch damit nichtgenug:Dennauch ihr neuerChefist einziemlich unangenehmer Typ, dergernmal aus derHautfährt.Als Frances schon überlegt,die Zeltewiederabzubrechen,lernt sieYasha (AlexSharp)kennen, derinNorwegen seinen Vaterbegrabenmuss. Plötzlichist Herzklopfenangesagt. R: DavidWnendt, D: JennySlate, Zach Galifianakis,Gillian Anderson mb 35

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