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September 2018 - coolibri Oberhausen, Duisburg, Mülheim

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TITEL Foto: Rupert

TITEL Foto: Rupert Truman ©Pink Floyd Music Ltd /Courtesy of Pink Floyd ‚Their Mortal Re- mains‘ In dieser nachgebauten Kulissevon Pink Floyds TheWallTour1980-81 sind original Kostüme, Requisiten,Masken, aufblasbare Figurenund Bühnenbilderzusehen.Die Tour gastierteauch acht NächtelanginDortmund. Ab dem 15. September zeigtdas Dortmunder U dieErlebnisausstellung „The Pink FloydExhibition –TheirMortal Remains“. NachLondon und Romist dieRuhrmetropole dieeinzige deutsche Station der Wanderausstellung.Stefanie Roennekesprach mit Edwin Jacobs, Direktor des U, über die Planung und Besonderheit dieses Events. Eine Musikreise mit Pink Floyd Warumhaben Siesichdazuentschieden, die Pink-Floyd-Ausstellung nach Dortmundzuholen? Am Anfangstand derGedanke, dass Umit dieser Ausstellungweiternach vornezubringen,zuprofilierenund zu positionieren. DasGebäude ist sehr engmit Dortmund undder Gegend verbundenund stehtfür denStrukturwandelder Stadt. Zumanderen gabesein Momentum. Ichwurde voneinem Kollegen darüber informiert,dassdas Victoria andAlbertMuseum in Londondiese Ausstellungorganisiert undfür mich interessantseinkönnte.Inden Gesprächen wurde ichdann daranerinnert, dass Pink Floydauf derThe-Wall-Tour 1981 Auftritteinder Westfalenhallehatte. Fürdie damalige Neu-Konzeption vonMusik mitTheater undFilmwar die Westfalenhalleder richtige Ort. Zweitens spricht dieseAusstellung mitMusik unddankder Marke Pink Floydein breitesPublikum an.Drittens wird einErlebnis für dasPublikum geschaffen. Jederkann in dieAusstellungeintauchen.AufgrunddieserElementedachteist,dasses schönwäre, dashierzumachen. Wasverbindet siepersönlich mitPinkFloyd? Dazu habeich eine Anekdote. In einemStudentenwohnheiminUtrecht, indemich gelebt habe, drehte mein Nachbarjeden AbendPink Floyd sehr laut auf, oftzum Ärgervon allen,die in diesemHaus gewohnthaben.Ich war jedoch sehr interessiert,dennerwar einrichtiger Musikfan undhatte vieleSchallplatten.Erwar es auch, 16 EdwinJacobs derbeimMusikhörenimmer gesagt hat: ‚Edwin, dieseStelleist wichtig‘. Das werdeich nichtvergessen.Das warein prägendesemotionales Erlebnis fürmich. Es handelt sich um eine großeWanderausstellung.Warum istsoein Eventwichtig für das U? Es istein Projektmit einersicherenBedeutung. Damitpositioniertsichdas Uund zeigt, dass so etwashierdurchgeführt werden kann.Denndas zu managenund nach vornezubringen, bedarf einesgroßenEinsatzes.Ich denke, wir haben in denletzten fünfbis acht Jahren eine gute Basis entworfen,auf dersichdiesesProjekt darstellenkann. Werden AusstellungenzuPop-Musik immerbedeutenderfür Museen? Kunstund Kultur sindeiner derwichtigsten Punkteinunserem Leben,wennesumFreiheit undkritischesDenken geht.Wennesdazu einenEinstiegimpopulären Bereichgibt, finde icheswichtig,diesenabzubilden. Es wird ein Vermittlungsprogramm zu Pink Floydgeben. Wirhaben im Sammlungsbestanddes Museumsviele Werkeaus denSechziger- undSiebzigerjahren, derZeitvon Fluxus, vonPerformance-Kunstund derEntwicklungaudio-visuellerMedien. Mansollverstehen,dasssichindiesenJahrennicht nurdie Musikinein Gesamtkunstwerk entwickelt hat, sonderninder Kunst interdisziplinär gearbeitetwurde.Und vieleMusikerdieserGenerationhaben Kunststudiert. Waserwartetdie Besucher? Zu Beginn desRundgangs bekommt jederBesucher einenKopfhörerund damitfängt sofort die Erfahrungan. Musik wirdgespielt, undwenn mansicheinem Objekt oder einemFotoannähert,ist sofort einInterview oder eineingesprochener Text derMusiker hörbar. Darunter ist zum Beispiel einInterview vondem Stuntman, derauf demCover von„Wish youwerehere“ in Flammen steht. Gleichzeitig entdeckt derBesucher,dassdas Foto nichtdigitalisiert oder animiertist.Die Ausstellungist eine Musikreise mitBildern,Film,Kunst undDesign. ThePink FloydExhibition –Their Mortal Remains: 15.09. –10.2.,Dortmunder U; pinkfloydexhibition.de DieGlühbirnenanzügesindauf demAlbum-Artwork von„Delicate SoundofThunder“zusehen (Repliken 2014), 1989 Design vonStorm Thorgerson, Pink FloydCollection. Foto: Rupert Truman ©Pink Floyd (1987) Ltd /Courtesy of Pink Floyd ‚Their Mortal Re- mains‘

THEMA B O C H U M Typische Häuserder Hustadt Die Hustadt wird 50 In den1960er-Jahren wardie Bochumer Hustadtgebautworden, um Wohnraum für Studenten, Mitarbeiterder Ruhr-Universität sowie fürdie Opelaner zu schaffen.Inden 80ern wurde siezuBochumsSorgenkind. In diesem Jahr feiertdas Viertelsein50-jährigesBestehen–das Schmuddel-Image hatdie Hustadtmittlerweilehintersichgelassen. 1968, als ProfessorChristian Uhligvon HamburgnachBochumkam und eine Wohnunginder Hustadtbezog,hatte er allen Grundzum Staunen: „Hiergab es bezahlbarenWohnraum–keine Luxuswohnungen,aberdennoch gehobenes Niveau.„SowasindieserFormkannte mandamals in Hamburgnicht.“ DieHustadt,sie funktionierte so,wie siegedacht war – als Universitätsrahmenstadt, in derdie Bewohner derHochhäuserund der Bungalowsgemeinsam ihrQuartiergestalteten.Ab1981solltesichdas Lebeninder Hustadtstrukturell massivwandeln.Der Bund schuf das„Gesetz über denAbbau derFehlsubventionierungimWohnungswesen“(AF- WoG).Dadurch wurde eine Fehlbelegungsabgabe fällig. Besserverdienende mussten nunmehrMiete zahlen als dieweniger gut Gestellten.Esbegann eine Abwanderung. „Wer es sich leistenkonnte, bautewoanders ein Haus“, so Uhlig. Viele sozial schwächere Familien undMigranten zogenzu. DerHustadt drohte dieGhettoisierung. Daranerinnertheute nichts mehr, denn seitdem2008 eine Aufwertung durch dasProgrammSoziale Stadt NRW startete,hat dasViertel Auftrieb erfahren.HandinHandmit denBewohnern, derVereinigten Bochumer Wohnungsbaugesellschaft(VBW),der Kommunalpolitik unddem Förderverein Hustadt, demChristian Uhligvorsitzt, hatman eine Grundlagefür selbsttragende Strukturengeschaffen. Foto: Fabian Paffendorf KULTUR IN ESSEN. TUP ESSENER PHILHARMONIKER SINFONIEKONZERTE SPIELZEIT 2018|2019 1|Beethoven –Janáček Werke von Ludwig van Beethoven und Leoš Janáček 6., 7.September 2018, 20:00 Uhr 2|Bilder einer Ausstellung Werke von Arvo Pärt, Kalevi Aho und Modest Mussorgski 27., 28. September 2018, 19:30 Uhr 3|Blaubart – Erwartung Werke von Béla Bartók und Arnold Schönberg 25., 26. Oktober 2018, 19:30 Uhr 4|Mozart „Requiem“ Werke von Wolfgang A.Mozart 22., 23. November 2018, 20:00 Uhr 5|Mein Vaterland Werke von Johannes Brahms und Bedřich Smetana 10., 11. Januar 2019, 19:30 Uhr 6|Tschaikowski pur Werke von Pjotr I. Tschaikowski 14., 15. Februar 2019, 20:00 Uhr Alle Konzerte finden in der Philharmonie Essen statt. 7|Bruckner 3 Werke von Maurice Ravel und Anton Bruckner 7.,8.März 2019, 19:30 Uhr 8|Die vier Jahreszeiten Werke von Georg Muffat, Hans Werner Henze und Antonio Vivaldi 4., 5.April 2019, 20:00 Uhr 9|Carmina Burana Werke von Ottorino Respighi und Carl Orff 25., 26. April 2019, 20:00 Uhr 10 |Mahler 6 Werke von Gustav Mahler 16., 17. Mai 2019, 20:00 Uhr 11 |Vive laFrance Werke von Arthur Honegger, Camille Saint-Saëns und Maurice Ravel 20., 21. Juni 2019, 20:00 Uhr 12 |Tschaikowski 1. Klavierkonzert Werke von Pjotr I. Tschaikowski und Dmitri Schostakowitsch 11., 12. Juli 2019, 19:30 Uhr Tickets T02018122-200 www.theater-essen.de EinQuartiersmanagement wurdeeingerichtet, derBürgertreff HUkultur durch denFördervereinals Begegnungsstätte installiert. In derNachphase desStadtumbauprogrammsgewachseneStrukturen sollen zukünftig weiter ausgebaut werden.Umdas zu ermöglichen,haben VBWund Stadtverwaltung Anfang desJahreseinen Sponsoring-Vertragmit demFörderverein unterzeichnet. Dessen Arbeit wird bis2020jährlich mit40000 Euro unterstützt.Durch dasEngagementaller Beteiligtenhaben wir eine Grundlagefür dieNachhaltigkeitder Quartiersentwicklunggeschaffen“, sagt Christian Uhlig. Zwar seiesein stetiger Entwicklungsprozess, dendie Hustadt, ihre Bewohner undLenker da erleben, aber washierpassiere, habe längsteinen Vorbildstatus fürdie Entwicklunganderer Quartiereinne. „Die Hustadtmacht über Bochum hinausauch durchwegpositiv vonsich redenund hatinden vergangenenJahrengroßesmedialesInteresse erregt.“ 3000 Menschen aus 40 Nationen lebenhierheute undbringensich beider Weiterentwicklungdes Viertelsein. Fabian Paffendorf Hustadtfest: 29.9., Brunnenplatz, Bochum;huisthu.de 17

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