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September 2017 - coolibri Oberhausen, Duisburg, Mülheim

DUISBURG, MÜLHEIM,

DUISBURG, MÜLHEIM, OBERHAUSEN B O T T R O P Knalleffekte Ein Klang- und Lichtschauspiel erwartet die Besucher am 30.9. im Moviepark bei den Pyrogames 2017. Jürgen Matkowitz (57) ist studierter Musiker und Pyrotechniker aus Berlin. Zu DDR-Zeiten war er Mitglied der Klaus Renft Combo, der Uve Schikora Combo und tourte ab 1973 mit der Hardrock-Band Prinzip durch die Welt. Nur sein leichter Dialekt verrät, dass er ursprünglich aus Leipzig stammt. Im Interview mit Lina Niermann erzählt Matkowitz, wie er Feuerwerker wurde und wie er dabei Musik und Lichtkunst miteinander vereint. Foto: Jana Kehm Wie sind Sie als studierter Musiker zur Pyrotechnik gekommen? Wir haben auf unseren Tourneen schon in den 70er-Jahren Pyrotechnik und Lasershows eingesetzt. Dafür haben wir russische Laser verwendet, die waren damals tatsächlich besser als die amerikanischen. Das hat sich dann aber schnell gewandelt. Feuerwerk und Lasershows waren also schon lange ein Hobby von mir, genauso wie ich auch die Musik als mein Hobby betrachte. Und wenn eine Leidenschaft zum Beruf wird, macht das eigentlich immer Spaß. Bei meiner jetzigen Arbeit kann ich die drei Bereiche: Lasershow, Feuerwerk und Musik gut miteinander verbinden. Seit 1984 inszeniere ich Lichtshows. Für mich ist dabei immer die Musik der Ausgangspunkt. Feuerwerk ohne Tonanlage mache ich nicht. Wie kann man sich Ihren Alltag als Feuerwerker vorstellen? Ich habe in meinem Haus in Köpenick-Wilhelmshagen – unter Kennern auch Rockhausen genannt – ein Büro und ein eigenes Tonstudio. Das Lager für die Laser liegt etwa 30 Kilometer entfernt und die Pyrotechnik wird in einem extra Bunker der Firma Mathias Kürbs gelagert. Ich bin immer ab neun in meinem Büro. Meine Frau übernimmt den Papierkram wie Steuern und Ähnliches. Am Computer entwickle ich die Flammprojektionen und Lasereffekte. Das dauert so im Schnitt sieben bis zehn Tage. Außer für die Pyrogames, da habe ich drei Monate an der Choreografie gesessen. Außerdem bin ich viel im Tonstudio. Wir arbeiten mit gema-freier Musik. Meine Frau schreibt die Titel und ich setze diese dann musikalisch um und bringe sie auf die Bühne. Können Sie Feuerwerk von anderen überhaupt noch genießen oder achten Sie zu sehr auf jedes technische Detail und etwaige Fehler? Ach, ich genieße das schon. Oft habe ich eine Liege dabei und schaue mir das Feuerwerk ganz in Ruhe an, gerne auch mit einer guten Zigarre dazu. Kritisch bin ich eigentlich nur bei der verwendeten Musik. Können Sie es sich leisten, auch mal freizunehmen? Nein (lacht). Das ist jetzt das neunte Jahr ohne Urlaub. Aber ich muss sagen, dass ich die Urlaubsreisen nicht so sehr vermisse. Auf den Tourneen mit der Band und mit meinen Shows habe ich viele Länder gesehen. Ich bin wirklich am liebsten zu Haus, von wo aus ich ja arbeite. Das Gute ist außerdem, dass wir in einer Gegend leben, in der alle Ostmusiker wohnen. Die Puhdys oder Karat, aber auch Schlagersänger aus dem Osten. Man sieht sich oder läuft sich schon mal in der Gaststätte über den Weg. Zu Hause ist es einfach am schönsten. Gibt es in der Pyrotechnik überhaupt noch technische Innovationen? Es kommen immer wieder neue Effekte und Farbveränderungen auf den Markt. Die Feuerwerkskörper importieren wir aus China. Da basteln wir nichts selbst zusammen. Ich sehe die Effekte im Vorfeld als Video und überlege, welche ich davon für meine Shows gebrauchen kann. Ein Kollege fliegt dann nach China und sorgt dafür, dass alles korrekt abläuft: Von der Bestellung bis hin zur Verladung auf die Containerschiffe. Es dauert teilweise ein halbes Jahr bis die Sachen hier sind. Jürgen Matkowitz von Apollo 22 Herrscht bei den Pyrogames ein großes Konkurrenzdenken? Die Pyrogames sind ein Publikumswettbewerb, bei dem die Zuschauer per Telefon abstimmen können. In Bottrop sind jetzt vier Feuerwerke am Start. Klar möchte da jeder gern gewinnen, aber wir sind untereinander alle befreundet. Es ist nicht so, dass wir uns die Augen auskratzen. Wie wird Ihre Lichtshow in Bottrop aussehen? Ich habe eine Gitarrenfassung von Tschaikowskis Nussknacker vorbereitet, die ich während der Lasershow live präsentieren werde. Außerdem erscheint Karsten Speck als Laserfigur, die an eine Wand projiziert wird. Ich bin mit dem Schauspieler schon seit vielen Jahren befreundet und da hat er sich dafür zur Verfügung gestellt und meinen Text eingesprochen. Die Pyrogames – Duell der Feuerwerker: 30.9., ab 19 Uhr, Movie Park Germany, Bottrop; pyrogames.de

DUISBURG, MÜLHEIM, OBERHAUSEN D U I S B U R G Kampf gegen Schrotthäuser Das Problem der Schrottimmobilien wird die Stadt Duisburg nicht los. Ende Juli musste die Verwaltung erneut zwei Wohnhäuser schließen, in deren jeweils dreieinhalb Geschossen 113 Personen gemeldet waren. Eine Taskforce, ein Landesgesetz und ein Modellvorhaben der Städteförderung sollen dazu beitragen, in Zukunft handlungsfähiger zu sein. Die Eingreiftruppe Problemimmobilien unter der Leitung der Duisburger Rechtsdezernentin Daniela Lesmeister hat sich vor einem halben Jahr neu aufgestellt. „Das war notwendig, weil immer mehr Immobilieneigentümer Wohnungen teilweise mit erheblichen Mängeln zu überhöhten Mieten an Zuwanderer aus Südost-Europa vermieten und sich damit auf Kosten der Ärmsten der Armen bereichern“, sagt Pressesprecherin Susanne Stölting, die schon bei einigen Einsätzen dabei war. Sie finden meist in den ohnehin sozial schwachen Stadtteilen Marxloh und Hochfeld statt. Die Masche ist immer die gleiche: Windige Eigentümer kaufen Immobilien günstig bei Zwangsversteigerungen und werben dann in armen Regionen Südost-Europas, deren Einwohner die EU Freizügigkeit genießen, gezielt Mieter an, für die sie als Scheinarbeitgeber fungieren. Teilweise haben sie es sogar geschafft, Gelder des Jobcenters direkt zu kassieren und ihren Mietern beziehungsweise „Angestellten“ nur ein kleines Taschengeld auszuzahlen. „Das liegt aber immer noch weit über dem, was diese Menschen in ihrer Heimat zur Verfügung haben“, sagt Susanne Stölting. In der Eingreiftruppe arbeiten nun Fachbereiche und Behörden wie das Rechts-, Bürger-, Sozial- und Ordnungsamt der Stadt, Feuerwehr und Polizei, Zollbehörde und auch das Jobcenter verstärkt zusammen. Das verengt die Lücken im System. Das Wohnaufsichtsgesetz des Landes NRW Unrat stapelt sich häufig in den betroffenen Häusern. wurde an einigen Stellen verschärft. Städte können im Interesse des Mieterschutzes und der Wohnraumerhaltung auf die Beseitigung von Missständen hinwirken und Bußgelder verhängen. Als Mindest-Wohnfläche für einen Erwachsenen sind im Gesetz neun Quadratmeter festgelegt. Vor knapp einem Jahr standen noch 120 Problemhäuser auf der Liste der Eingreiftruppe, aktuell sind es inklusive der bereits für unbewohnbar erklärten Häuser noch 53. Davon wurden 23 bereits begutachtet, 20 komplett geschlossen. Zu kurzfristig ausgeführten Schließungen kommt es meistens wegen erheblicher Brandschutzmängel. Grundsätzlich sind dann zwar die Vermieter dafür zuständig, alternativen Wohnraum anzubieten. Im Falle der Schrottimmobilien muss aber nicht selten die Fachstelle für Wohnungsnotfälle eingreifen – weil sonst Obdachlosigkeit droht. Max Florian Kühlem Foto: Stadt Duisburg Foto: Jim Rakete Axel Prahl & sein Inselorchester 06.10.2017 Theater Marl (Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Theater der Stadt Marl.) Foto: Robert Grischek präsentiert: Rudelsingen 21.09.2017 KAUE, Gelsenkirchen Foto: Guido Schröder Vorbeikommen und mitsingen! Jürgen B. Hausmann 19.10.2017 Theater Marl (Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Theater der Stadt Marl.) Foto: Boris Breuer Foto: Thorsten Jander Foto: Sebastian Niehoff Bodo Wartke 25.09.2017 Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen Die Geschichte des deutschen Schlagers Mary Roos & Wolfgang Trepper 05.11.2017 Emscher-Lippe-Halle, Gelsenkirchen Foto: Danny Frede René Steinberg 30.09.2017 KAUE, Gelsenkirchen Foto: Charlie Spieker Klaus Lage & Gute Gesellschaft 07.11.2017 KAUE, Gelsenkirchen Foto: Robert Recker STOPPOK Solo mit GAST 16.11.2017 Christuskirche Bochum Paul Panzer 25.11.2017 Emscher-Lippe-Halle, Gelsenkirchen Johann König 01.12.2017 Emscher-Lippe-Halle, Gelsenkirchen Michael Mittermeier 15.12.2017 Hans-Sachs-Haus, Gelsenkirchen Karten erhalten Sie an allen bekannten Vorverkaufsstellen! emschertainment GmbH, Ebertstraße 30, 45879 Gelsenkirchen Ein Unternehmen der Stadtwerke Gelsenkirchen GmbH www.emschertainment.de Weiterer Termin: 14.12.2017 Theater Marl

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