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September 2017 - coolibri Essen

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KUNST Literaturbüro

KUNST Literaturbüro Ruhr e.V. präsentiert die Reihe Von der Hoffnung auf Zukunft 6.9.2017 – 30.11.2017 Im September sind zu Gast: Heinz Helle & Hubert Winkels ‚Eigentlich müssten wir tanzen‘ Lesung und Gespräch MI, 6.9.2017, 19.30 Uhr Medienforum des Bistums Essen Nora Bossong & Gabriele von Arnim ‚Rotlicht‘ Lesung und Gespräch FR, 8.9.2017, 20 Uhr Zentralbibliothek Duisburg Barbaros Altug ‚Es geht uns hier gut‘ Lesung SO, 17.9.2017, 19 Uhr Auslandsgesellschaft Dortmund E S S E N Anlässlich des 85. Geburtstags von Alexander Kluge gibt das Museum Folkwang in Essen einen umfassenden Einblick in das Schaffen Kluges und betont dabei die multimediale Dimension seiner Arbeit. Alfred Edel, Lieblingsschauspieler von Alexander Kluge und Christoph Schlingensief als Galaktischer Kämpfer im Abgrund der Sterne, gemalt von Margrit Sickert, 2017; Filmstill Alles in allem Fotos: © Kairos Film 52 Clemens Meyer & Claudius Nießen ‚Die stillen Trabanten‘ Lesung und Gespräch FR, 22.9.2017, 20 Uhr Lokal Harmonie, Duisburg Philipp Möller ‚Gottlos glücklich‘ Vortrag und Diskussion DO, 28.9.2017, 20 Uhr Bahnhof Langendreer, Bochum Wilhelm Schmid & Gerd Herholz ‚Das Leben verstehen‘ Lesung und Gespräch FR, 29.9.2017, 19.30 Uhr Literaturhaus Herne Ruhr Alle Infos unter: ueber-leben.net literaturbuero-ruhr.de Er ist promovierter Jurist, war Vertrauter von Theodor W. Adorno und etablierte sich ab den 1960er-Jahren als Schriftsteller und Filmemacher, und gehört zu den wichtigsten Filmtheoretikern des Landes: Das Leben und Schaffen von Alexander Kluge, 1932 in Halberstand geboren, ist geprägt von zahlreichen Facetten und Ausdrucksformen, obwohl er sich selbst maßgelblich aus Autor begreift. Von zentraler Bedeutung für seine Arbeiten ist dabei die Montage: Aus Materialien wie Bildern, Texten und Objekten stellt Kluge immer neue Konstellationen her. Daher hat die Bezugnahme zu anderen Künstlern und Werken ebenfalls einen hohen Stellenwert für seine Kunst. Das wird zurzeit in der Fondazione Prada in Venedig deutlich, wo Filme Kluges auf Filmkulissen von Anna Viebrock und auf Werke des Künstlers Thomas Demand synergetisch aufeinandertreffen. Auch in Essen werden Werke anderer Künstler wie Kerstin Brätsch oder Sarah Morris in Beziehung zu den Filmen von Alexander Kluge gesetzt. Der Fokus der Ausstellung liegt jedoch auf zahlreichen neuen Filmen, die eigens für die Ausstellung entstanden sind. Dazu gehört die titelgebende 5-Kanal-Projektion „Pluriversum“, die um die Filmgeschichte kreist. Zudem gibt Kluge Einblick in sein Archiv kurzer Filmsequenzen. Seine Kernthemen wie Lebenszeit, Zirkus oder Cross Mapping werden ebenfalls aufgezeigt. Die Ausstellung wird begleitet von einem Veranstaltungsprogramm, das unter dem Motto „Im Rausch der Arbeit“ steht und als ein integraler Bestandteil der Schau verstanden wird, weil die besondere Rolle der Zusammenarbeit und des Zusammen-denkens für Kluge weiter verdeutlich werden. Neben einem Vortrag zu „Durch mehr Haare zu mehr Anerkennung“ der Schriftstellerin Ann Cotten (30.11.) oder einem Workshop-Marathon „Ginge da ein Wind...“ (7.12.) stellt sich am 9. November Helge Schneider den Fragen Kluges. Dann heißt es: „Stellungnahme eines Kriegsministers im Schlafanzug, ratlos“. Zu dem Programm gehört weiter ein Abend mit Kluges Lieblingsschauspielerin Hannelore Hoger (30.11.). Sämtliche Termine gibt es auf der Website des Museums. Stefanie Roenneke Alexander Kluge – Pluriversum: 15.9.2017 – 7.1.2018, Eröffnung 14.9. (19 Uhr), Museum Folkwang, Essen; museum-folkwang.de

KUNST O B E R H A U S E N Knollnasiges Vergnügen Am 4. August wurde der argentinische Zeichner Guillermo Mordillo 85 Jahre alt, der für seine markanten Figuren mit rundlichem Bauch und Knollnase berühmt ist. Wie ein verspätetes Geburtstaggeschenk widmet sich die Ludwiggalerie Oberhausen ab Ende September dem Zeichner, dessen Arbeiten nach 25 Jahren erstmals wieder in einer retrospektiven Auswahl in Deutschland gezeigt werden. In der Ausstellung „Mordillo – The Very Optimistic Pessimist“ werden über 150 Originalzeichnungen ausgestellt, die selten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Somit wird ein Wiedersehen mit den populären Figuren ermöglicht, die hierzulande erstmals in dem Magazin Stern zu sehen Mordillo – The Very Optimistic Pessimist waren und ab Mitte der 1970er-Jahre durch Zeichentrickfilme für die ARD und ZDF bekannt wurden. Durch den Verzicht auf Sprache und den bloßen Fokus auf Mimik, Gestik und Interaktion gelingt es Guillermo Mordillo seine Protagonisten mit ihren Besonderheiten liebevoll in Szene zu setzen – ob Mensch oder Tier, in alltäglichen Situationen oder in surrealen Bildwelten. Optimismus verbreiten Es ist insbesondere die Vereinigung des Gewöhnlichem mit skurrilen Momenten – eine Figur fährt mit einem Stück des Regenbogens weg oder ein Sträfling beobachtet, wie sich eine Maus in der Zelle genüsslich in dem Tageslicht sonnt, das durch das vergitterte Fenster fällt –, wodurch ein melancholischer Humor seine Zeichnungen prägt. Diese Zusammenführung wird folglich auch im Ausstellungstitel deutlich. Dieser umfassende Einblick in das Werk des Künstlers wird ergänzt durch hochwertige Druckgrafik und eine umfassende Darstellung der Biografie Mordillos, der in Buenos Aires, Lima, New York, Paris und Monaco tätig war. Durch diese Zusammenstellung wird auch der Einfluss des Aufenthaltsortes auf seine Arbeit deutlich: denn neben Themen wie Alltag, Sex oder Natur finden sich immer wieder Bezüge zu den Städten, in denen Mordillo gelebt und gearbeitet hat. Seine 1967 angefertigte Zeichnung, auf der eine Knollnase in Gefängnisuniform die Freiheitsstatur ebenfalls den Schwarz-Weiß-Look verpasst, erscheint überraschend aktuell. sr Mordillo – The Very Optimistic Pessimist: 24.9.2017 – 7.1.2018, Eröffnung: 23.9.2017 (19Uhr), Ludwiggalerie (Kleines Schloss), Oberhausen, ludwiggalerie.de Foto: © Mordillo Foundation, all rights reserved 2009 » © Stefaan Temmerman / Lumen Dieses Buch knistert vor Spannung. Ü berraschend, einfallsreich, erbarmungslos.« DE STANDAARD EIN BUCH, DAS ALLES GIBT UND ALLES VERLANGT WWW.FISCHERVERLAGE.DE 53

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