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September 2017 - coolibri Essen

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AUSBILDUNG AUSBILDUNG FÜR DENAUSBILDUNG AUSBILDUNG VERNISSAGE 22.09. | 19 UHR ÖFFNUNGSZEITEN 23.-27.09. | 10-19 UHR www.hbk-essen.de | www.fadbk.de Die Absolventen des Sommersemesters 2017 der fadbk | HBK Essen präsentieren ihre Abschlussarbeiten. LOKFÜHRERLEBEN Ganz so romantisch, wie es Lukas der Lokomotivführer aus den Büchern von Michael Ende vorlebt, ist das Lokführerleben vielleicht nicht, schließlich fährt man nicht nur sorglos übers Lummerland, sondern muss Verantwortung, Pünktlichkeit und Technikwissen beweisen. Dafür sind Triebfahrzeugführer die eigenen Chefs in ihrer Lok. Die dispo Tf Education GmbH vermittelt an sieben Standorten im Land, u.a. in Dortmund und Köln, das Wissen und die Fähigkeiten, um Lokführer zu werden. „Wir bilden nicht nur unsere Lokführer selbst aus, sondern stellen unsere Absolventen mit hoher Vertragssicherheit danach gleich ein“, erklärt Geschäftsführer Dirk Vogel. „Die einjährige Ausbildung eignet sich sowohl für Schulabsolventen als auch für Menschen über 50.“ Infotage finden in Dortmund (Kampstr 5) immer dienstags ab 15 Uhr statt, in Köln (Schanzenstr. 2-4) immer freitags ab 10 Uhr. Die nächsten Kursstarts in Dortmund sind am 18.9. und 20.11., in Köln am 16.10. dispo-tf.de Erkennst du dich wieder? BewirbDich bei uns! rebeq GmbH ·Stefanie Dünzer Hans-Senkel-Platz 1·45699 Herten ·02366.109148·job@rebeq.de TALENTTAGE RUHR Über zehn Tage zeigen die TalentTage Ruhr mit verschiedensten Angeboten, wie die eigenen Fähigkeiten entdeckt, entfaltet und gefördert werden können. Dazu schlagen auf rund 130 Veranstaltungen im gesamten Ruhrgebiet mehr als 100 Initiativen, Hochschulen, Unternehmen, Kammern, Vereine und Kommunen auf. Dazu gehören unter anderem ein Innovationslabor zum Thema „Pflege im Jahr 2030“, ein Workshop für Robotertechnik oder der Orientierungstag „Bist Du Kultur?“ an der Uni Witten/Herdecke. Dort darf der Frage nachgegangen werden, was denn eigentlich „Irgendwas mit Kultur studieren“ bedeutet und wieso die Geisteswissenschaften in Zeiten mannigfaltiger Umbrüche ein besonders wichtiges Studienfeld sind. talenttageruhr.de Fotos: u.: Uni Witten Herdecke; o.: dispo Tf 6

KINOSZENE Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt | Start: 30.8. Das Land der Dichten und Raver Foto: DCM / Gordon Timpen Jedem Buch seine Verfilmung. Das gilt auch für Sven Regeners „Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt“. Besagter Karl Schmidt, Freunden bekannt als Charly, Lesern als Nebenfigur aus „Herr Lehmann“, ist nach den wilden 80ern in Westberlin nur noch ein abgebranntes Streichholz und lebt als Ex- Junkie in einer betreuten WG. Bis er, mitten in den glorreichen 90ern, auf einen Freund aus dem alten Leben trifft, der den abstinenten Charly als Fahrer für eine Tour mit dem eigenen Techno-Label engagieren will. Für Charly die perfekte Gelegenheit zum Ausbruch. Und schon rollt ein Bus voll ravender Druffis quer durch die Nation – mit Charly und seinen auf Zerreißprobe gespannten Nerven am Steuer. Große Literaturvorlage, 90er-Jahre-Nostalgie, Technomucke, illustres Darstellerensemble und Drehtage auf der Dortmunder Mayday: Es spricht einiges für die Verfilmung von Sven Regeners „Magical Mystery“. Ganz so einfach ist das aber nicht… „Magical Mystery“ ist kein Meisterwerk geworden. Der Spannungsbogen bleibt flach, gen Ende wird’s recht dünn, manche Szenen wirken arg geschauspielert, die für das Buch so stilbildenden Dialoge zünden auf der Leinwand oft nicht und die ganze Magical-Mystery-Idee bleibt verschwommen. Dafür lebt der Film von einigen treffsicheren Momenten, zwischen herzhaft komischen Situationen und tiefen Blicken in dunkle Abgründe, sowie liebenswert verpeilten Charakteren. Atmosphärisch erreicht der Film seine Höhepunkte, wenn das Geschehen ins Strobolicht und Bassgewitter der Technoszene eintaucht und die vogelfreie Unbeschwertheit der 90er Jahre aufkocht. Immer wieder wird dieses Gefühl greifbar, diese Mischung aus purer Lebensfreude, maßlosem Hedonismus und dem Glauben, dass alle Schatten nur hinter statt vor einem lägen. Charly funktioniert im Film dabei als Erinnerung, was nach dem Rausch kommt. Wenn er verzweifelt und hilflos auf einer Wiese neben der Autobahn liegt und mit bloßen Händen die Wiese ausreißt, fühlt man auch die unter der Oberfläche brodelnde Zerrissenheit dieser Zeit und ihrer Technokultur. Leider verpasst die Filmversion von „Magical Mystery“ dabei nicht nur, den titelgebenden Begriff mit echtem Sinn zu füllen, sondern auch etliche Gelegenheiten, mehr solcher Kommentare fallen zu lassen. Viel mehr reiht sich hier Szene um Szene aneinander ohne wirkliche Verbindungen zu schaffen. Viel mehr setzt man auf Gags wie aus dem Automatikgewehr, von denen die Hälfte im Getöse untergeht. Viel mehr ist nicht zu holen. Letztendlich wirkt der Film halbgar, strukturlos und konfliktscheu. Aber eigentlich ist es ja auch so: „Magical Mystery“ ist ein Road-Movie. Und da zählt der Weg, der schöne, schlimme, schmerzhafte, scheißgeile Weg – und nicht das Ziel. Dass Eigenwille und Sinnfreiheit dabei auf dem Beifahrersitz Platz genommen haben, verleiht dem Streifen eine Eckigkeit, die man so im deutschen Kino schon mal vermissen kann. Wie es im Buch heißt: „Das ist genau der Punkt: Magical Mystery. Da geht’s schon los, Magical Mystery, sieh’s mal so!“ DEU 2017, R: Arne Feldhusen D: Charly Hübner, Annika Meier, Detlev Buck, Marc Hosemann, Bjarne Mädel, Bastian Reiber Lukas Vering 39

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