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September 2017 - coolibri Düsseldorf und Wuppertal

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FESTIVALS 29.9. –

FESTIVALS 29.9. – 1.10. F Z W, D O R T M U N D E R U, P A U L U S K I R C H E, D O R T M U N D Fotos (v. l. n. r.): Dennis Dirksen, Michael Rubenstein, Veranstalter Way Back When Wenn das Way Back When in einer nur nach vier Jahren schon liebgewonnenen Tradition nach Dortmund kommt, dann ist das ein bisschen wie Reeperbahn Festival. Feinste Indieacts für Musikentdecker, ein dezentralisiertes Spielortkonzept und aufbrecherischer Musikvibe, der durch die Straßen flüstert. Nur Hamburg und Reeperbahn, das brauchen wir hier zwischen U- Turm und Nordstadtkirche nicht. Zufall ist das übrigens nicht: Verrät ein Blick in die Impressen doch die gleichen Namen hinter beiden Veranstaltungen. Schön ist es, dass das Ruhrgebiet als geeignetes Labor für musikalische Wagnisse anerkannt wird – und die Pöttler das Experiment jedes Jahr gerne mitmachen. Zur vierten Auflage WBW spielen Bands aus dem musikalischen Spannungsfeld zwischen Indie, Rock, Folk und Pop übrigens zum ersten Mal auch im Dortmunder U, genau genommen im Moog und im View – herrlichste Ausblicke von der obersten Etage sind also inklusive. So lässt sich dann auch der Wegfall des Jazzclubs domicil verkraften. Die Ohren verwöhnen werden zur Monatswende von September zu Oktober dann Acts wie Drangsal (Foto links), der 80s-infizierten Gitarrenpop bringt. Oder Waxahatchee (Foto Mitte), die nach Indie-Folk mit eindeutiger Punkkante klingt. Auch toll: Grooviger Synthie-Pop vom international erfolgreichen Viersener Jung Roosevelt (Foto rechts), die Indie-Hymnen von Headliner Portugal.The Man, kruder Düsterpop von Warhaus, Rock zum Schuheangucken von Slowdive, schamlos akzentlastiger Ösi-Schlagerschmarn von Voodoo Jürgens oder berlinerischer Rockpop mit Riot Grrrl-Attitüde vom Damenduo Gurr. Lukas Vering coolibri verlost 3x2 Tickets auf coolibri.de 1.-3.9. RUND UM DEN DELLPLATZ, DUISBURG 8.-10.9. INNENSTADT, ESSEN Fotos (v. l. n. r.): Veranstalter; Thomas Dege Platzhirsch-Festival Leicht hatte es das Platzhirsch-Festival noch nie. Das ambitionierte Konzept will Musik, Kunst und Kultur in Duisburgs Mitte hieven – und das an drei Tagen, in diversen Locations, ohne Mainstreamambitionen und bei meist freiem Eintritt. Das klappt natürlich nur dank freiwilliger Helfer und Künstlern, die auch ohne Gagenzusage auftreten. Das Line-Up bläht sich dabei nicht mit Radiobazillen auf, sondern präsentiert Interessantes aus der Nische. Etwa die belgische Band Fùgù Mango (Foto), die Dance und African Beats mit Indie Pop verstrickt. Oder DŸSE, zwei Typen, die aus Gitarre und Schlagzeug brachiale Liedmonster rausprügeln. Sanfter streichelt die Folk-Musik von Black Oak, während Ivory Clay psychotronische Musikpoesie servieren. Eins wird klar: Wer sich an den Platzhirsch heranwagt, der wird belohnt. coolibri verlost 3x2 Tickets auf coolibri.de 44 Essen.Original Zum 22. Mal bringt Essen.Original in bester Stadtfestmanier für drei Tage Musik und Kultur umsonst in die Essener Innenstadt. Auf den fünf Bühnen zwischen Willy-Brandt-Platz und Flachsmarkt läuft dann hauptsächlich Mainstreamverträgliches von Pop bis Weltmusik, aber auch viele lokale Newcomer bekommen hier eine Chance auf die große Bühne. Kopf des Line-Ups ist Lions Head (Foto), ein Garant für feinfühlige Ohrwürmer. Auch wohlbekannt: Johnny Logan, dreifacher Sieger beim Eurovision Songcontest und die Essener Poptruppe Kuult. Ans Herz gelegt sein wollen zudem die Essener Indiekids von Chai Khat, die Duisburger Rapperin Nina Chartier, die Kölner Deutschrocker von Emma6 und Tim Kamrad, ein junger Durchstarter aus Velbert mit beeindruckend reifer Popmusik. Den Abschluss machen traditionell am Sonntag die Essener Philharmoniker. lv

MUSIK 9.9., AMPHITHEATER, GELSENKIRCHEN Nachdenkliche Partymaschine Zwischen Ska und Punk haben sich Sondaschule aufgestellt. Seit ihrem ersten Konzert 2002 haben sie sich zu einer festen Institution etabliert. Mit Remmidemmi und guter Laune liefert die Band ihrer Fangemeinde Ska-Musik und Spaß-Punk. Neuerdings mehren sich aber auch die gesellschaftskritischen Töne in ihren Songs. Sein Markenzeichen ist der Hut, schon in jungen Jahren blieb der Sondaschule-Frontmann Costa eigentlich nie ohne Kopfbedeckung: „Ich war zu faul mir die Haare zu kämmen, deshalb lief ich mit 10 oder 11 Jahren schon fast ausschließlich mit Käppi rum, worüber mein Vater ständig Witze riss, was ich denn nur für ein Schlunzkopf bin“, verrät der Sänger und lacht. „Später“, so führt er fort, „habe ich Filme wie ,Der Pate‘ gesehen und war fasziniert vom Style der Protagonisten. Denn fast alle Mafiosi liefen dort in schicken Anzügen rum und fast alle mit Hut – so bin ich auf mein Modell gekommen.“ Das klingt humorig, aber Costa spricht auch über sehr ernste Themen: Einen üblen Moment erlebte er in der laufenden Festivalsaison: „Als die Terrorwarnung das Rock Am Ring Festival erreichte, stand ich direkt am Bühnenrand. Ich kriege heute noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, wie friedlich die 80 000 Besucher diese Schocknachricht aufgefasst haben und vom Gelände getrottet sind.“ Ein weiterer Moment, der ihn beeindruckt hat: „Mit einer Einer aggressiven Welt mit Gelassenheit begegnen. Jugendgruppe war ich in Tel Aviv unterwegs und wir trafen uns vor Ort fast täglich in einem bestimmten Café. Dieses Lokal liegt in einem Stadtteil, der schon oft Anschlagsziel war. Als ich fragte, warum wir uns denn ausgerechnet hier treffen müssten, war die Antwort, dass man sich immer dort träfe.“ Das zeigt ihm, wie man einer Welt begegnen kann, die von Aggressionen beherrscht wird: mit Gelassenheit. Ähnlich locker schaut er auf die Bandgeschichte, die Umbesetzungen zu verkraften hatte: „Wenn jemand in der Band Vater von Zwillingen wird und mitbekommen möchte, wie seine Kleinen groß werden – natürlich habe ich dafür Verständnis. Wäre ja schlimm, wenn dem nicht so wäre.“ Irgendwie scheint das Umfeld von Mülheim seine Einwohner mit viel Bodenständigkeit ausgestattet zu haben, das gilt ja auch für Musiker wie Helge Schneider, Bluttat oder Bohren & der Club of Gore. Costa stimmt zu und sagt: „In unserer Anfangsphase haben wir besonders zu Lokalmatadoren hochgeschaut, die auch aus Mülheim kommen. Wir waren froh, dass wir in ihrem Vorprogramm auftreten durften. Deshalb wollen wir uns bei denen bedanken und haben sie zu unserem 15-jährigen Live-Jubiläum eingeladen.“ Beim Sondaschule Open Air stehen deshalb auch Bands wie Massendefekt oder Montreal auf der Bühne. Peter Hesse coolibri verlost 3x2 Karten für das Konzert auf coolibri.de Foto Bastian Harting Mi./Do. 13./14. September, 20 Uhr Vince Ebert „Zukunft is the future“ Do. 21. September, 20 Uhr Jürgen Becker „Volksbegehren“ Fr. 22. September, 20 Uhr Kabarett-Bundes: Liga „Berhane vs. Thiel“ VORSCHAU Mi./Do. 11./12. Oktober, 20 Uhr Arnulf Rating „Tornado“ Mi./Do. 15./16. November, 20 Uhr René Sydow „Warnung vor dem Munde“ Do. 23. November, 20 Uhr Gerd Dudenhöffer „DEJA VU“ TICKETS: Kurze Str. 9 | Düsseldorf-Altstadt 01.09. THE METALLION STALLIONS/ STRAW 02.09. THE OFFENDERS 13.09. ROCK DAS TUBE SPECIAL mit ZUNAME (RUS) 16.09. BLESSED BY RHENUS & CITIZEN DOWN 22.09. BONSAI KITTEN 23.09. 03.10. JAIMI FAULKNER WENDJA 04.10. FORKUPINES & EARL GRAY 06.10. VENERA THEE INFIDELS 12.10. DIE LIGA DER GEWÖHNLICHEN GENTLEMEN 17.10. THE RIPTIDE MOVEMENT 27.10. 30.10. 03.11. LEONIDEN WEAVES SLAPSHOT 25.11. IMPALY RAY 26.11. BELAKO 09.12. THE BACKYARD BAND + CASINO BLACKOUT 21.12. ANTILLECTUAL W/ TEAM STEREO tube.tickets.de 03.11.2017 Ruhrfestspielhaus Recklinghausen 05.11.2017 Colosseum Theater Essen 11.11.2017 Stadthalle Hagen 27.11.2017 Theater am Marientor Duisburg www.imVorverkauf.de oder 0209 /1477 999 04.11.2017 Grugahalle Essen 45

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